Bin noch nicht stabil.. Vorschläge?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
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Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 13.02.2017, 22:24

Hallo!

Deine Fixierung auf den Alkohol in der betreffenden Situation könnte ein Ausfluss von sog. Suchtdruck (craving) sein. Der kann dich auch noch nach Jahren heimsuchen.

Gruß Carl Friedrich

Williams
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Beitrag von Williams » 13.02.2017, 22:32

Hallo Carl, das ist unglaublich wie der Kopf verrückt spielt.
Hast du Erfahrung damit oder Wissen aus dem Forum gesammelt?

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 13.02.2017, 22:35

Hallo Williams!

Das habe ich in einigen Fachbüchern gelesen. Auch berichtete mir mein ehemaliger Therapeut davon. Und in meiner R-SHG sprachen das auch einige Langzeittrockene an.

Gruß Carl Friedrich

Williams
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Beitrag von Williams » 13.02.2017, 22:47

Danke für die Information, das beruhigt mich.
Mindert dieses Craving nach der Zeit bzw wird es nicht so oft auftreten bei Abstinenz?

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 13.02.2017, 23:00

Hallo!

Du bist länger trocken als ich. Daher wundere ich mich ein wenig über deine Frage. Nach allem, was ich in meiner Zeit mitbekommen habe, tritt craving gerade in den ersten Monaten der Abstinenz deutlich häufiger auf, als später. Die Abstände werden immer größer und die Anfälle nicht mehr so heftig, weil wir gelernt haben, dass es wieder vergeht und uns Strategien zur Bewältigung zurecht gelegt haben.

Aber sicher sollte man sich nie sein. Ich gehe davon aus, dass ich bis ans Ende meiner Tage diese Form der Belästigung erdulden muss.

Aber falls es dir ein Trost ist: Es gibt schlimmere Krankheiten. Wir sind in einer absolut moderaten Situation. Wir müssen deswegen keine Pillen einwerfen, Ops und Bestrahlungen über uns ergehen lassen, wir müssen nur etwas unterlassen, nämlich zu trinken.

Vor diesem Hintergrund bin ich mir sicher, dass Etliche gerne mit mir tauschen würden, ich aber nicht mit ihnen.

Gruß
Carl Friedrich

Williams
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Beitrag von Williams » 14.02.2017, 22:37

Hallo Carl, natürlich gibt es was schlimmeres. Wielange bist du schon trocken? Vermutlich braucht mein Körper noch mehr Erholung nachdem 10 Jährigen Besäufniss.

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 14.02.2017, 22:59

Hallo Williams!

Der Suchtdruck und die Lust, einen Schluck zu nehmen, liegt nicht am geschundenen Körper, sondern am Suchtgedächtnis. Dein Körper hat sich in der Zwischenzeit erholt. Das Suchtgedächtnis dagegen funktioniert auch nach Jahren noch glänzend und triezt die meisten Abstinenten gelegentlich. Dann heißt es gegenzusteuern und dem Druck nicht nachzugeben. Er legt sich meistens ziemlich rasch wieder.

Versuch es doch mal mit Fachliteratur zu dieser Problematik.

Gruß Carl Friedrich

Williams
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Beitrag von Williams » 15.02.2017, 11:17

Gute Idee, da ich je im Bibliothek angemeldet bin.
Gestern Abend kam es wieder zu den Scherz indem ich Wodkaflasche auf den Tisch zum Frühstück stellte. Inzwischen weiss ich dass meine Oma es nicht mehr witzig findet aber dieser Ablauf wiederholt sich ständig zwanghaft. Zum Schluck kam es Gott sei dank noch nicht.

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