Arbeitsmed. Untersuchung/Wie lange, bis Leberwerte abklingen

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Hans Müller
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Arbeitsmed. Untersuchung/Wie lange, bis Leberwerte abklingen

Beitrag von Hans Müller » 14.08.2006, 19:59

Hallo,

wie lange dauert es, bis überhöhte Leberwerte bei vollständigem Entzug abklingen?

Hintergrund dieser medizinischen Frage: Ich habe heute erfahren, dass ich im Prinzip jedes Jahr einer arbeitsmedizinischen Untersuchung unterzogen werden kann (bin in den USA, nicht Deutschland). Habe noch keinen Termin, wenn ich Glueck habe, habe ich 1-2 Monate Zeit, bevor ich zum ersten Mal getestet werde.

Trinke seit > 5 Jahren eindeutig zuviel, aber nur Bier, keine harten Sachen. Davon aber pro Tag ca. 3, auch mal 8, zum Fruehstueck usw. ist schon vereinzelt vorgekommen, ist aber laenger her u. war am spaeten Vormittag am WE. Das heisst im Betrieb faellt das nicht auf, aber es hat mich schon beeintraechtigt, bin schon zu spaet zu Meetings gekommen und musste mich auch ein oder zweimal krankschreiben.

Dieses Jahr im Januar war ich deswegen erstmals beim Arzt, ich versuche zu reduzieren, war auch schon einen ganzen Monat trocken. Trinke aber die letzten 2 Monate wieder ca. 3-4 Bier am Tag.

Der Arzt hat mir im Januar erzaehlt, ich haette Fettleber und erhoehte Werte im mittleren Bereich "da kennt jemand den Alkohol". Wenn ich aufhoeren wuerde, wuerden sich die Werte in einigen Monaten normalisieren. Ist dem so?

Fuer eine Antwort auf diese medizinische Frage bin ich sehr dankbar, wird meine Aussagen gegenueber Werksarzt und Arbeitgeber beeinflussen.

Viele Gruesse

Hans

PS Solange ich die Werte runterkriege, bin ich sogar fast froh ueber diese Kontrollen - wenn der Arbeitgeber das macht und man Fuehrungskraft im Konzern ist, dann hoert man auch auf. Bin kein total harter Fall.

Teufelchen

Beitrag von Teufelchen » 15.08.2006, 17:46

Hallo,

willkommen hier im Forum, aber ehrlich gesagt, verstehe ich Dich nicht genau?

Willst Du nun Deine Alkoholabhängigkeit durch Abstinenz in den Griff bekommen, oder nur Deine Leberwerte schnellstmöglichst in Ordnung bekommen, damit Dein Arbeitgeber nichts bemerkt?

Wenn Du hier bist, um ein Leben ohne Alkohol mit uns zusammen erlernen, beantworte ich Dir gern jede Frage.

Wenn Du hier sein solltest, um Tipps und Kniffe zu erfahren, wie Du Deine Sucht noch länger vertuschen kannst, bist Du hier in diesem Forum falsch.

Soviel schon mal vorweg.

Also eine konktrete Aussage von Dir, wäre schon hilfreich.

lg
Teufelchen

Hans Müller
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Beitrag von Hans Müller » 15.08.2006, 19:17

hallo,

danke fuer die antwort.

natürlich will ich aufhören, bin auch eigentlich der sportliche typ, bin schon einige marathons gelaufen und sehe, was der alk mit meinem koerper macht, obwohl ich u.u. wegen guter grundform mehr wegstecken kann als andere. es haengt viel davon ab, ob ich loskomme von dem zeugs, z.b. ob ich mit bald mitte dreissig eine frau finde usw (war in meinen sportlich guten tagen deutlich einfacher) also will ich auf jeden fall weg von dem zeug.

zunaechst aber die frage, nach wie vielen wochen oder monaten ausgeglichener ernaehrung, multivitamin/mineral tabletten und sport meine leberwerte halbwegs normal sein werden, ob da jemand typische werte angeben kann. ist doch auch interessant ohne das arbeitgeberproblem. Hans

rose1412

Re

Beitrag von rose1412 » 15.08.2006, 19:40

Hallo Hans,

als ich endlich wußte, mit Alkohol geht mein Leben den Bach hinunter,
interessierte mich nur noch eines:

Wie werde ich dauerhaft trocken !

Dieses scheint bei Dir ja nicht Dein Hauptanliegen zu sein.

Für medizinische Fragen ist ein Arzt zuständig, für eine Frau, die Partnervermittlung.

Um ein trockenes Leben zu erlernen, dabei können wir Dir gerne behilflich sein.
Sollte mein erster Eindruck falsch sein, sorry, laß mich gerne eines besseren belehren.

Gr. rose

Hans Müller
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Beitrag von Hans Müller » 15.08.2006, 19:49

ihr seid hier ja ziemlich radikal drauf alle.

natuerlich ist eine folgeerscheinung von alkoholsucht, dass private kontakte verkuemmern, das man partner verliert oder erst gar keine findet. genau deswegen will ich ja aufhoeren u. weil es die lebenserwartung senkt.

scheint aber so ne hardliner stimmung zu sein hier - gegenseitiges schulterklopfen wieder ein tag ohne, keine sachliche diskussion moeglich.

hans

Karsten
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Beitrag von Karsten » 15.08.2006, 19:59

Hallo Hans

Schulterklopfen ist das Letzte was wir hier wollen.
Im Gegenteil, wir streben hier eben klare Worte und Aussagen an.

Wenn die beiden Frauen den Eindruck haben, für Dich ist die Nüchternheit nicht oberste Priorität, dann wollen sie Dich nicht anfreifen, sondern den Ernst der Lage bewußt machen.
In erster Linie sollte es Dir um Deine Nüchternheit gehen.

Alles andere kommt dann auch irgendwann.

Wie schon gesagt wurde, kann Dir Deine medizinische Frage nur ein Arzt beantworten, weil da mehr Dinge eine Rolle spielen, als jetzt ein normales und gesundes Leben zu führen.

Gruß
Karsten
__________
Arztbesuch bei Alkoholabhängigkeit
Leben ohne Alkohol
Zuletzt geändert von Karsten am 08.08.2008, 10:30, insgesamt 1-mal geändert.

Joe
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Beitrag von Joe » 15.08.2006, 20:58

Hans Müller hat geschrieben:ihr seid hier ja ziemlich radikal drauf alle.

natuerlich ist eine folgeerscheinung von alkoholsucht, dass private kontakte verkuemmern, das man partner verliert oder erst gar keine findet. genau deswegen will ich ja aufhoeren u. weil es die lebenserwartung senkt.

hans
Ich weiss nicht, wie die Stimmung hier ist, weil ich selbst noch ganz neu hier bin. Aber ohne Radikalität gehts nunmal beim Alkoholismus nicht. Bei Alkoholismus gehts nämlich nicht um Leberwerte oder ein verkürzte Lebenserwartung -es geht um Leben und Tod - Trocken werden oder verrecken. So radikal ist das nunmal. Du hast die wirklich schrecklichen Erfahrungen mit dem Alk vermute ich noch nicht gemacht, aber wenn es Dir nicht gelingt trocken zu werden kommen die mit Sicherheit noch.

Was Deine Frage anbetrifft so kann ich Sie Dir wirklich nicht beantworten. Ich weiss nur das die Leber bis zu einem bestimmten Punkt sehr regenerationsfähig ist.

Joe

Teufelchen

Beitrag von Teufelchen » 16.08.2006, 18:54

Hallo Joe,

Du hast die "Stimmung", die keine ist, sondern nur den ernst der Lage widerspiegelt, mit dieser Aussage sehr gut erfaßt, der auch nichts mehr hinzuzufügen ist:
Aber ohne Radikalität gehts nunmal beim Alkoholismus nicht. Bei Alkoholismus gehts nämlich nicht um Leberwerte oder ein verkürzte Lebenserwartung -es geht um Leben und Tod - Trocken werden oder verrecken. So radikal ist das nunmal.
lg
Teufelchen

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