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77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Mario B.
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Mario B. » 05.02.2019, 12:53

Hallo Hartmut,

dann hoffe ich mal dass du keinen zu grossen finanziellen Schaden oder zuviele Probleme mit deinem Arbeitgeber hattest sofern du dort im Urlaub warst. Diese sind ja öfter die Folgen von solchen grösseren Schneefällen mit denen wir als Gesellschaft ja mittlerweile gar nicht mehr umgehen können.

Ich hatte die Bilder in den Medien gesehen, Gottseidank wohne ich auch in einer Ecke wo es eher selten schneit und ich hoffe mal dass der Schnee letzte Woche der letzte für dieses Jahr war. Ich bevorzuge mit Abstand den Sommer.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

Gruss,

Mario B.

Hartmut
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Hartmut » 05.02.2019, 13:33

Hallo Mario,

ich bin ja mein eigener Chef und der Aufenthalt war ein Krankenhaus/ Reha Aufenthalt. Aber alles gut :)

Gruß Hartmut

Mario B.
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Mario B. » 10.03.2019, 07:23

Hallo an das Forum,

sofern ich micht verrechnet habe, fängt heute der 500te Tag meiner Trockenheit an.

499 Tage habe ich vieles ausprobiert, vieles aber auch wieder schnell fallengelassen, vieles geändert aber auch vieles beim Alten gelassen.

Diese Zeit hat mich gelehrt dass ich meinen eigenen persönlichen Weg finden muss, ansonsten wird es mit dem Stoppen meiner Alkoholkrankheit wie bisher in Zukunft nicht klappen. Es mag sein dass andere einen vorgefestigten Weg brauchen und damit besser fahren, die Tage seitdem ich trocken bin haben mir aber persönlich gezeigt dass ein fixes Schema oder aufgestülpter Weg mit allergrosser Wahrscheinlichkeit bei mir zu einem Rückfall geführt hätte.

Ob mein Weg jetzt nass, bequem oder egoistisch wahrgenommen wird akzeptiere ich, das wichtigste bei diesem Thema ist für mich persönlich dass ich keinen Alkohol trinke und somit trocken bin, auch wenn die Art und Weise vielleicht hier und da anecken mag.

Darum tue ich mich übrigens hier auch extrem schwer regelmässig über meinen Weg zu schreiben um anderen eventuell zu helfen, denn was für meine Trockenheit gut ist kann vielleicht für einen anderen fatal sein. Diese Bürde ist mir persönlich zu hoch, ich habe oft genug erlebt dass gutgemeinte Ratschläge, genau das Gegenteil bewirken können. Aber auch der umgekehrte Fall gilt: ich möchte keinem etwas raten oder dazu aufmuntern hinter dem ich nicht selbst stehe oder was mir selbst eher geschadet als gut getan hat. Ich bin aktuell einfach nicht pädagogisch qualifiziert um generell 'fachliche' Hilfe bei einer Alkoholkrankheit zu geben.

Obriger Punkt war mir jetzt wichtig besonders der Forumsleitung mitzuteilen damit sie vielleicht besser versteht warum ich sehr oft mitlese aber halt nicht so viel und regelmässig schreibe wie es halt von ihr gewünscht ist.

Wer mich aber persönlich fragt, dem erkläre ich aber natürlich gerne meine Erfahrung oder meine Meinung, ich laufe aber leider immer das Risiko zu vergessen darauf hinzuweisen dass meine Erfahrung oder Meinung eben nicht stellvertretend oder gottgegeben ist.

Ich wünsche euch einen schönen und gesunden Sonntag.

Gruss,

Mario B.

Hartmut
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Hartmut » 10.03.2019, 10:32

Hallo Mario,

Gratulation. 500 Tage ist schon was. Nun war es bei mir das ich erst die Tage zählte, dann die Monate und nun muss ich aufpassen das ich den Jahrestag überhaupt bemerke. :-) Weiter so!
Diese Zeit hat mich gelehrt dass ich meinen eigenen persönlichen Weg finden muss,
Nie wurde auch was anderes gesagt. Es gibt auch kein übergestülpten Weg, sondern nur den Weg der all möglichen Gefahren aufzeigt.
aber persönlich gezeigt dass ein fixes Schema oder aufgestülpter Weg mit allergrosser Wahrscheinlichkeit bei mir zu einem Rückfall geführt hätte.
Nun halte ich wenig von Glaskugel lesen :wink: Aber Eines ist sicher! Rückfällig wirst nur du und nicht der Weg. Ich laufe lieber auf einer sicheren geteerten Straße als auf einem morschen Untergrund.

Ich halte es auch für verkehrt das du nicht hin und wieder über deinen Weg schreibst. Hast du Angst wegen dem Gegenwind, der meist von anderen kommt, um Gefahren aufzuzeigen oder ist es dir unangenehm, wenn nicht jeder deiner Meinung ist?

Eines habe ich auch in den Jahren gelernt. Ich muss es mir recht machen und brauch auch nie eine Rechtfertigung für etwas was mir gut tut. Würde ich mich rechtfertigen, dann hätte ich innerliche Zweifel, doch nicht richtig zu sein.

Gruß Hartmut

Mario B.
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Mario B. » 13.03.2019, 10:45

Hallo Hartmut,
Hartmut hat geschrieben:
10.03.2019, 10:32
Hast du Angst wegen dem Gegenwind, der meist von anderen kommt, um Gefahren aufzuzeigen oder ist es dir unangenehm, wenn nicht jeder deiner Meinung ist?
Ich kann dir diese Frage mit deinen Worten beantworten.
Hartmut hat geschrieben:
10.03.2019, 10:32
Ich muss es mir recht machen und brauch auch nie eine Rechtfertigung für etwas was mir gut tut.
Unangenehmt ist mir eher der hier mittlerweil herrschende Stil und die Art und Weise des Gegenwindes. Ich habe für mich entschieden dass ich das nicht nötig habe.

Gruss,

Mario B.

Hartmut
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Hartmut » 14.03.2019, 16:34

Hallo Mario,
Unangenehmt ist mir eher der hier mittlerweil herrschende Stil und die Art und Weise des Gegenwindes. Ich habe für mich entschieden dass ich das nicht nötig habe.
Das kann ich nachvollziehen aber der Stil hat sich nicht verändert.

Gruß Hartmut

Karsten
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Re: 77 Tage keinen Tropfen Alkohol...

Beitrag von Karsten » 14.03.2019, 16:54

Hallo Mario,

die Alkoholsucht ist eine oft tödlich verlaufende Krankheit, wenn sie nicht gestoppt wird.
Da sollte man auch nicht so sensibel sein und jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Das ist ja hier kein Harmonieforum, sondern Menschen helfen, die ihre Alkoholkrankheit eingesehen haben und alles dafür tun wollen, um sie zum Stillstand zu bringen.

Unser Weg sind die Grundbausteine und damit haben wir über sehr viele Jahre, sehr vielen Menschen helfen können.

Alle Versuche, den Erfahrungsaustausch aufzuweichen, die Grundbausteine etwas lockerer zu sehen, haben zwar mehr Mitglieder gebracht, wo es aber nur kurzzeitige Diskussionen gegeben hat und diese Mitglieder sind wieder weg.

Viele Selbsthilfegruppen haben ihre "Präambel", nach dem sie leben und ihre Erfahrungen weitergeben.
Bei uns sind es die Grundbausteine.

Was bedeutet ein guter oder schlechter Stil im Ergahrungsaustauch?

Ich leite das Forum nun ca. 16 Jahre und habe da meine eigenen Erfahrungen gemacht.

Es gibt zwei Gruppen von Hilfesuchenden.
Die eine Gruppe möchte Hilfe, weil sie nicht wissen, wie man dauerhaft nüchtern bleiben kann und möchte aus den Erfahrungen von Langzeittrockenen lernen.
Die andere Gruppe ist von sich absolut überzeugt, alles schon zu wissen und möchte die eigene Sichtweise bestätigt bekommen.
Wenn sich diese eigene Sichtweise aber nicht mit den Erfahrungen von Langzeittrockenen deckt, kommt es unausweichlich zu Dislussionen, die keinem hilft.

Die Langzeittrockenen werden von ihrem Weg nicht abgehen. Sie sind jahrelang trocken und werden sich von neuen Mitgliedern, mit riskannten Sichtweisen, nicht beeinflussen lassen.

Gruß
Karsten

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