Vertrauen vs. Vorsicht

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
MieLa
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Vertrauen vs. Vorsicht

Beitrag von MieLa » 08.03.2018, 10:33

Hallo allerseits,

ich war in einem feinen Laden für edle Schokoladen und Pralinen. An der Kasse gab es einen Teller mit verschiedenen Pralinen zum Kosten. Jeder Sorte war eine Reihe zugedacht. Der Kundin vor mir wurde erklärt, um was für Sorten es sich handelte: Champagner, Cognac etc.

Als ich dran war, fragte ich, welche Pralinen ohne Alkohol seien. Mir wurden mit der Gebäckzange drei Reihen gezeigt und ich wählte eine Praline aus. Als ich hineinbiss, war der Geschmack so intensiv, dass ich zunächst dachte, dass da doch Alkohol drin sei.

Das war nicht der Fall. Aber es hätte so sein können! Wie oft erleben wir es, dass wir falsche Auskünfte bekommen, weil die Personen sich irren oder unachtsam sind. In dem Beispiel mit der Praline hätte ein unachtsames Zeigen mit der Zange auf die entsprechende Reihe schon fatal sein können. Und so eine beschickerte Praline kann das Suchtgedächtnis ganz schön auf Trab bringen.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um?

Grüße,
MieLa

Waschbaer
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Beitrag von Waschbaer » 08.03.2018, 13:44

Hallo MieLa
Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Ich meide sie. Ich probiere nur was ich kontrollieren kann.

Gruß Nobby :wink:

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 08.03.2018, 14:00

Hallo MieLa,

wo ich mir unsicher bin da lasse ich es weg. Muss ja keine offene Praline , Lebensmittel oder sonst was probieren. Im Lokal frage ich da schon mal beim Kellner direkt nach ob er sich sicher ist das da kein Alkohol drinnen ist.

Gruß Hartmut

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 08.03.2018, 16:54

Waschbaer hat geschrieben:Hallo MieLa
Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Ich meide sie. Ich probiere nur was ich kontrollieren kann.

Gruß Nobby :wink:
Genau so mache ich es. Und bei Pralinen oder Torten ist doch eigentlich klar, dass sie gerne kontaminiert sind. Das muss ein trockener Alki auf dem Schirm haben.

Gruß
Carl Friedrich

Ernest
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Beitrag von Ernest » 08.03.2018, 20:11

Guten Abend MieLa

Wohl wissend, dass die LZT üüüüberhaupt mit meinem Verhalten nicht einverstanden sind:

Den Alkoholverzicht, in Form von Flüssigkeit, habe ich bis dato recht gut überstanden und er fehlt mir in der Regel auch nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Aber es fällt mir nicht im Traum ein, auf mein in Wein mariniertes Kaninchen mit Polenta zu verzichten. Ebenso wenig auf die Weißweinsauce zum einheimischen Barschfilet.

Aber ich kaufe/konsumiere weder Kirschtorte, Schnapsschokolade oder ähnliche Esswaren, in denen der Alkohol pur (ungekocht) vorhanden ist.

Kurz: auf Deine erwähnten Cognac Pralines verzichte ich, aber nicht auf abgekochten Wein im Menüplan.

Lieber Gruss
Ernest

Hull
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Beitrag von Hull » 08.03.2018, 20:21

Habe mal ein Mundwasser weggeworfen, da die allgemeine Handhabung sehr an das Trinken einer Bierflasche erinnerte. Einen Käse, dem Weißwein beigefügt wurde, habe ich dagegen mal zu Ende gegessen, da es lächerlich erschien, die restlichen Stücke (nachdem schon einige Stücke gegessen wurden) wegzuwerfen.

Vorsätzlich oder wider besseres Wissens würde ich aber nichts kaufen, essen oder gar trinken.

Um es mit den Worten Carl Friedrichs zu halten: "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu."

Martin

Beitrag von Martin » 08.03.2018, 21:11

@Ernest,
Aber es fällt mir nicht im Traum ein, auf mein in Wein mariniertes Kaninchen mit Polenta zu verzichten. Ebenso wenig auf die Weißweinsauce zum einheimischen Barschfilet.
egal ob LZT oder nicht, das hat in meinen Augen mit abstinent nichts zu tun und mit trocken erst recht nicht :!:

LG Martin

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 08.03.2018, 21:19

Martin hat geschrieben:@Ernest,
Aber es fällt mir nicht im Traum ein, auf mein in Wein mariniertes Kaninchen mit Polenta zu verzichten. Ebenso wenig auf die Weißweinsauce zum einheimischen Barschfilet.
egal ob LZT oder nicht, das hat in meinen Augen mit abstinent nichts zu tun und mit trocken erst recht nicht :!:

LG Martin
Da schließe ich mich an. Das ist eher so 'ne Art Kontrollierter Alkoholkonsum.

Wir haben den Wein in den Soßen durch Traubensaft -von der teuren Sorte- ersetzt. Schmeckt auch, uns zumindest.

Gruß
Carl Friedrich

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