Von der "Angst-Störung" zum Bier-Alkoholiker?

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sungold
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Von der "Angst-Störung" zum Bier-Alkoholiker?

Beitrag von sungold » 22.08.2006, 19:49

Hallo Liebe Forum-Leser!

Ich lese täglich all Eure Beiträge.

Bei mir ist es so, dass ich jeden Tag zwischen 6 und 8 Bier trinke (auch bei der Arbeit) und Abends cirka 1 Flasche Weisswein ... damit ich besser schlafen kann.

Der Morgen beginnt schon so, dass ich nur daran denke, wann ich endlich mein erstes Bier trinken kann. Sobald es dann soweit ist (ich stehe zwischen 6:00 und 7:00 auf) und um spätestens 11.00 kommt dann endlich Abhilfe. Meine Kollegen und ich gehen dann erst einmal einen Heben. Da werden in der ersten Pause locker 1 bis 2 Flaschen Bier getrunken. Dann gehts wieder weiter zum rackern und danach in der Mittagspause das selbe. Nachmittags ebenso und vielleicht zwischendurch auch mal das eine order andere Schlückchen Bier.

Ich fühle mich allerdings gut dabei, bin abends kaum angetrunken, zB wenn ich zu meinem Partner komme (der übrigens auch seine 5 bis 7 Bier täglich), da fühlen wir uns so richtig wohl.

Ich persönlich gereit durch vor 4 Jahren ständig kommende Panik-Attacken in die Alkoholsucht. Immer, wenn ich nervös wurde, und Angst vor etwas hatte, trank ich einen Schluck und "alles war vorbei". Früher funktionierte das schon nach 2 Flaschen Bier, und ich war total entspannt.

Heute ist es bestimmt eine Art Lebensgewohnheit und ich trinke täglich mein Quantum.

Geht es jemand von Euch ähnlich, der durch eine Angst-Störung in den Alkoholismus gekommen ist?

Oft schaffe ich es auch, zumindest den halben Tage ohne Bier auszukommen, aber spätestens am nachmittag, da brauch ich dann eines. Und nach einer gewissen Menge, da geht es mir so richtig gut.

Ein weiteres Problem meinerseits: ich neige dazu, Stress-Situationen zB Stress in der Arbeit, Stress mit meinem Partner - in Alkohol zu ertränken.


Ich weis, dass mein gesamtes Verhalten - vorallem mit Bier und Wein - nicht "richtig" ist. Aber wie kann man das lösen?


LG, Sungold

Karsten
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Beitrag von Karsten » 22.08.2006, 20:16

Hallo Sungold,

was soll man da noch schreiben. Du hast Dich vor zwei Monaten angemeldet und wolltest oder trautest Dich nicht zum Arzt und wolltest ein runtertrinken versuchen.

Da Du heute immer noch trinkst, hat wohl dies nicht geklappt und zum Arzt warst Du noch nicht.

Du fragst "Wie kann man das lösen"

In dem man anfängt zu handeln.

Gruß
Karsten
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Fragen zur Alkoholabhängigkeit
soziale Phobie
Zuletzt geändert von Karsten am 23.07.2008, 06:52, insgesamt 1-mal geändert.

black-billy2006
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Beitrag von black-billy2006 » 23.08.2006, 05:46

Guten morgen sungold,

herzlich willkommen hier im Forum.

Karsten hat Recht,ich wußte auch nicht so recht was ich dir antworten sollte.

Der 1.Schritt wäre sich einzugestehen,das du Alkoholikerin bist und der nächste Schritt wäre zum Arzt und dann sich einweisen zu lassen in die Klinkik um einen Entzug zu machen.Aber wenn du schon seit 2 Monaten angemeldet bist,wirst du ja auch sicherlich gelesen haben und müßtest dann ungefähr wissen,was zu tun ist!

Darf ich dich fragen warum du so unentschlossen bist?

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut um das 1.Glas stehen zu lassen!

Liebe Grüße Billy

Dona
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Kenn ich gut

Beitrag von Dona » 29.08.2006, 17:08

Hallo Sungold,

Ich kenne das auch und habe inzwischen unter beidem zu leiden, nicht nur die Soziale Phobie, sondern jetzt wird es noch schlimmer durch den Alkohol, denn ich fühle mich ständig von den Menschen ertappt.

Ich fange im Oktober mit einer Ambulanten Reha an und hoffe auch das andere Problem dann wieder besser in den Griff zu kriegen.

Alles Gute

Marianne

walf

Beitrag von walf » 30.08.2006, 18:55

sungold schrieb:
Ich fühle mich allerdings gut dabei, bin abends kaum angetrunken, zB wenn ich zu meinem Partner komme (der übrigens auch seine 5 bis 7 Bier täglich), da fühlen wir uns so richtig wohl.
Was ist dein Problem?
Ist doch schön wenn`s dir gutgeht :wink:
Grüße,
Ralf

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