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Themenvorschläge zum Wochenthema für Angehörige und EKA

Jede Woche mindestens ein neues Thema zu Themen der Co-Abhängigkeit, für Angehörige und Kindern von alkoholkranken Eltern
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Karsten
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Themenvorschläge zum Wochenthema für Angehörige und EKA

Beitrag von Karsten » 11.07.2018, 07:57

Hallo,

wir haben jetzt für Angehörige einen Bereich geschaffen, wo jede Woche mindestens ein neues Thema eingestellt wird, dass sich mit der Problematik Angehörige von Alkoholiker-innen und erwachsene Kinder von Alkoholiker-innen befassen wird.
Ihr könnt ihr gerne Vorschläge unterbreiten, die wir dann wöchentliich zur Diskussion stellen.
Danke.

Gruß
Karsten

Thalia1913
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Re: Themenvorschläge zum Wochenthema für Angehörige und EKA

Beitrag von Thalia1913 » 23.09.2018, 09:41

Hallo Karsten,

ich habe einen Vorschlag für ein Thema, das sowohl für Angehörige als auch für Alkoholiker eine Rolle spielt (spielen kann).

„Den eigenen Wahrnehmungen vertrauen“

Darf ich dazu auch gleich schon etwas schreiben?
Ich habe schon irgendwann ganz früh (als ganz kleines Kind) Zweifel bekommen, dass das, was ich wahrnehme, „richtig“ ist. „Normal“ ist. Daher habe ich Verhalten eingeübt, das diesen Mangel ausgleichen sollte. Zum Beispiel: Gucken, was die anderen machen (aufgrund deren Wahrnehmung) und das dann imitieren. Oder: Über das Denken meine Wahrnehmung (mein „Bauchgefühl“) zensieren.

Seit etlichen Jahren übe ich nun schon, teilweise mit therapeutischer Hilfe, mir (meinen Wahrnehmungen und Gefühlen) wieder mehr zu vertrauen. Aber immer noch suche ich oft die Bestätigung von außen: „Kann man das so sehen/empfinden?“ - „Ist das wirklich so, oder bilde ich mir das nur ein?“ - „Ist das normal?“

Darf das nicht aber eigentlich erstmal egal sein, und gibt es wirklich und normal überhaupt in Bezug auf persönliche Wahrnehmungen und daraus entstehende Gefühle? Was ich wahrnehme, ist (für mich!) immer wahr. So wie das, was jemand anders wahrnimmt, für ihn/sie wahr ist.

Für mich liegt daher die Crux, aber auch der Hebel, in meinem eigenen Selbstwertgefühl. Kann ich lernen, meine eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen und andere Wahrnehmungen daneben bestehen zu lassen. Meine Sicherheit aus mir selbst zu beziehen und nicht aus dem Abgleich mit anderen? Geht das überhaupt? Ich glaube ja, und ich übe das, und dabei helfen mir auch wieder andere Menschen, die ähnliches üben.

Vielleicht haben noch mehr Leute hier Lust, ihre eigene Geschichte zum Thema „Vertrauen in die eigene Wahrnehmung“ zu erzählen. Fände ich interessant.

Viele Grüße
Thalia

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