Arbeiten in der Suchthilfe

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
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Karsten
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Arbeiten in der Suchthilfe

Beitrag von Karsten » 20.07.2018, 17:35

Hallo,

Diese Woche das Thema:

Arbeiten in der Suchthilfe

Ich kenn es aus meinen damaligen Versuchen selbst, dass ich irgendwie eine Arbeitsstelle in der Suchthilfe haben wollte.
Kaum selbst trocken, aber voller Euphorie.

Ich hatte mich dann aber am Anfang meiner Trockenheit doch anders entschieden und einen anderen Beruf in einer Umschulung erlernt, der mir auch heute sehr entgegen kommt.

Dennoch trage ich mich seit über einem Jahr wieder damit, eine Arbeitsstelle in der Suchthilfe zu suchen.

Wie denkt ihr über das Thema?

Gruß
Karsten

NNGNeo
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Re: Arbeiten in der Suchthilfe

Beitrag von NNGNeo » 20.07.2018, 21:58

hallo karsten

ich denke, wenn jemand seit eine längere zeit trocken ist und sich diese verfestigt hat, spricht meiner meinung nichts dagegen selbst in der suchthilfe zu arbeiten. ein betroffener kann sich am besten in die situation der noch trinkenden hineinversetzen da man ja selber mal an diesem punkt stand.
man kann dort vielleicht auch ein gewisses vorbild sein für menschen die noch trinken das ein leben ohne alkohol möglich ist und es jeder schaffen kann.

allerdings sollte man dabei aber auch bedenken das es einem vielleicht auch ziemlich belasten kann täglich mit noch trinkenden menschen zu tun zu haben, dann sollte man sich vielleicht doch überlegen ob die suchthilfe für einem selbst der richtige arbeitgeber ist.
grüße
NNGNeo

Carl Friedrich
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Re: Arbeiten in der Suchthilfe

Beitrag von Carl Friedrich » 20.07.2018, 22:00

Hallo Karsten!

Von der Papierform her, bist Du ein hervorragender Ansprechpartner für das Thema Sucht. Du weist alles aus erster Hand sprich aus eigenem Erleben. Ob Du das nötige pädagogische Geschick im unmittelbaren persönlichen Umgang und der Kommunikation mit den Betroffenen besitzt, weiß ich nicht.

Einen Rat kann dir nur erteilen, wer dich wirklich gut kennt.

Und ob dir so ein Job Spaß macht und dir Zufriedenheit beschert (vom Geld mal ganz zu schweigen), kannst nur Du selbst beurteilen.

Wenn Du meinst, das wäre was für dich, dann wäge erst sorgfältig mal ab, was Du dafür alles aufgeben musst.

Gruß
Carl Friedrich

Karsten
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Re: Arbeiten in der Suchthilfe

Beitrag von Karsten » 20.07.2018, 22:11

Hallo,

ich habe das von mir nur reingeschrieben, um das Thema besser erklären zu können :)

Mir geht es eher allgemein darum, da es ja auch große Hemmschwellen vom Gesetz und Politik dabei gibt.

Nur die Erfahrungen der eigenen Trockenheit sind leider nichts wert. Da hat jemand, der vielleicht sogar noch säuft, aber eine Ausbildung hat, mehr Chancen :)

Es stimmt natürlich, dass man da dann ständig mit noch trinkenden Menschen zu tun hat, obwohl es ja Bereiche gibt, wo nicht getrunken wird.

Zum Beispiel die Nachsorge, in Therapieeinrichtungen oder Tageskliniken.

In einer Beratungsstelle zu arbeiten, ist sicherlich schwer und wäre aus mehreren Gründen nichts für mich.
Ist ja vergleichbar mit hier, wo Hunderte kommen, aber letztendlich erstmal weiter saufen.

Ich habe ja mal drei Jahre in so einer Anlaufstelle eines gemeinnützigen Vereins( ähnlich einer Beratungsstelle ) gearbeitet und die Probanten haben einen manchmal schon den letzten Nerv geraubt.

Gruß
Karsten

Barthell
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Re: Arbeiten in der Suchthilfe

Beitrag von Barthell » 20.07.2018, 23:37

also meine Sozialberaterin hat angestoßen, dass ich zumindest Suchthelfer (innerbetrieblich) werden soll, ich selbst halt emich noch nicht dafür bereit, also lass' ich es!

Taxi
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Re: Arbeiten in der Suchthilfe

Beitrag von Taxi » 21.07.2018, 08:42

Hallo,
ob jetzt medizinisch, beratend, aufklärend, organisatorisch usw..

Wie überall, machen die Leute auch nur ihren job.
Und wie überall, wenn die Arbeitsteams sich wohlfühlen miteinander, hat das ungemein positiv ausgestrahlt.

Das mögliche Arbeitsfeld ist eigentlich sehr vielseitig.
Die eigene Erfahrung zu haben, bringt Vorteile.

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