Es eskaliert, aber richtig! Was kann man tun?

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Himalaya
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Es eskaliert, aber richtig! Was kann man tun?

Beitrag von Himalaya » 31.07.2018, 11:02

Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und EKA. Ich bin 26 Jahre alt und meine Mutter ist seit ca. 9 Jahren Quartalstrinkerin. Die Abstände werden immer Kürzer. Momentan ist es wieder so schlimm, dass sie die gesamte Familie terrorisiert. Auch in der Nachbarschaft liegen mittlerweile die Nerven blank, weil sie besonders nachts alle vom Schlafen abhält. Nun hört man ja immer, man sollte Abstand halten, solange sie uneinsichtig ist. Meiner Mutter gegenüber gelingt mir das ganz gut - ich wohne mittlerweile einige hundert km entfernt - nur mein pflegebedürftiger Vater lebt samt Pfleger auch noch in dem Haus und will absolut nicht gehen. Deshalb kann ich keinen kompletten Abstand zu ihr halten, so sehr ich auch möchte. Ich bekomme durch ihn und über die Nachbarn zu viel mit, weil die sich dann bei uns beschweren. Gibt es Möglichkeiten, sowas wie einstweilige Verfügung etc., sodass sie das Haus nicht mehr betreten darf und ggf. in eine eigene Wohnung ziehen muss? Einfach, damit für alle endlich mal Ruhe einkehrt und das Mobiliar heile bleibt? Da kann sie dann machen was sie will, solange sie nicht einsieht dass sie Hilfe braucht. Und wir müssen keine Angst mehr um unser Leben haben. Ich weiß sie ist krank, aber sie zieht ja alle anderen mit runter.
Ich liebe meine Mutter, keine Frage. Nur momentan geht das unter keine Kuhhaut mehr. Wir halten das nicht mehr aus. Wir haben ihr mehrmals Hilfe angeboten, sie weiß dass wir sie unterstützen sobald sie sich helfen lassen will.
Sie ist schon mehrmals zum Entzug in der Klinik gewesen, hat aber jede Therapie abgelehnt. Auch sonst nimmt sie keine Hilfen an.

LG Himalaya

Himalaya
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Re: Es eskaliert, aber richtig! Was kann man tun?

Beitrag von Himalaya » 31.07.2018, 13:04

Ich habe noch etwas vergessen:
Ich bin mir bewusst darüber, dass mein Vater eindeutih Co-Abhängig ist und wir ihm gegenüber wiederum Co-Abhängig. Meiner Mutter gegenüber haben wir uns aber auf ein klares Vehalten geeinigt. Jedoch haben wir ja den Sonderfall, dass mein Vater pflegebedürftig ist. Er ist geistig nicht beeinträchtigt, sondern bisher nur körperlich. Das Haus wurde deshalb komplett barrierefrei umgebaut und deshalb besteht für ihn nicht die Option zu gehen, obwohl es wohl das Beste für alle wäre.
Vielleicht hat ja jemand schon eine ähnliche Situation erlebt und kann berichten, wie er/sie damit umgegangen ist?

LG

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