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2 Alkoholiker und ein Kind

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
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Hartmut
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Hartmut » 16.09.2018, 10:57

Hallo Yvonne78,

in deiner Post sind immer noch sehr viel Wut, Zorn und Verletzlichkeit zu lesen. Das du nun jedes Tun was dein EX in der Vergangenheit getan hat, in deine persönliche Abrechnung mit Ihm, auf den Prüfstand stellst ist auch nicht ungewöhnlich. Genauso das sein Verhalten eigentlich immer so war. Nun frage ich mich immer wieder, wenn es zu einer Beendigung der Beziehung kommt, warum das erst nach der Trennung bewusstwird und warum man es in der Beziehung ertragen hatte? Warum du dich trotz des Wissens dich nicht selbst von ihm getrennt hattest?

Nun hast du es selbst in der Hand mal zu überprüfen inwieweit es dir noch was bringt nachzutrauern, du hast es in der Hand die eigene Opfer Rolle zu verlassen und dein Leben und Verhaltensweise selbst, so kritisch wie du es gerade noch bei ihm machst, zu durchleuchten.

Erst wenn du dir wichtiger bist als er, wirst du einen Weg aus deinem CO Verhalten finden.

Gruß Hartmut

Yvonne78

Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Yvonne78 » 16.09.2018, 12:03

Hartmut...ich bin nicht zornig. Du kannst meinen Ton nicht hören, wenn ich erzähle...ich bin befreit vom Irrglauben an die Liebe zu diesem Menschen. Ich rechne nicht mehr ab...dieser Prozess ist abgeschlossen. Ich bin nur klar und deutlich, vielleicht kommt das wütend rüber. Und nur weil ich etwas aus der Beziehung erzähle, heisst das nicht, daß die Wunde noch klafft.
Warum habe ich die Beziehung ertragen? Weil ich den Menschen geliebt habe, den es nie gab. Er hat sich verstellt und versteckt...sein Leben lang...deswegen konnte er es wohl auch so gut. Klar, im Nachhinein würde man immer irgendwas anders machen, aber wenn man mitten drin steckt...ich wollte einfach nur unsere kleine Familie retten...nicht mehr und nicht weniger.
Ich trauere nichts nach...nicht mehr. Mich hätte ein Leben erwartet mit einem kaputten Mann. Ein kranker Mann mit Schulden. Krank im Sinne von körperlich krank und depressiv. Und nein: ich habe ihn nicht verlassen, weil er krank ist, sondern weil er es so wollte und mich nur beschi***n hat.

Wer hat dir eigentlich geflüstert, daß ich in einer Opferrolle stecke? Ich fühle mich nicht als Opfer...auch wenn er viel von dem zerstört hat, was ich aufgebaut habe. Ich bin kein Co mehr. Ich habe einen Entzug durchgemacht, das ist klar...aber meine neu gewonnene Freiheit fülle ich nun mit anderen Dingen. Ich denke kaum noch an ihn, habe soweit alles von ihm beseitigt und fühle mich frei. Meine Verhaltensweisen habe ich durchleuchtet und festgestellt, daß ich gut bin so wie ich bin und weder er noch sonst irgendein Mensch kann mir mehr was Anderes einreden. Eins allerdings habe ich mir für die Zukunft auf die Fahne geschrieben: ein Alkoholiker bekommt nie wieder die Chance, auch nur einen Fuß in mein Leben zu setzen. Meine Antnennen sind ausgefahren und sensibel wie nie zuvor und wenn ich auch nur die Idee von Alkoholismus bei jemandem bekomme, kenne ich keine Gnade. Auch das ist nicht zornig gemeint, sondern reiner Selbstschutz für mich und die Kinder...oder nenne es Erkenntnis...Erleuchtung...was auch immer :-)

Hartmut
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Hartmut » 16.09.2018, 12:15

Hallo Yvonne,
Wer hat dir eigentlich geflüstert, daß ich in einer Opferrolle stecke? I
Die Erfahrung die ich sammeln konnte mit den immer wieder kehrenden Post hier im Co Bereich.
ch fühle mich nicht als Opfer...auch wenn er viel von dem zerstört hat, was ich aufgebaut habe.
Was du aufgebaut hast hat er zerstört? :shock:. Also warst du in der Opferrolle und bist erst nach der Trennung zu dieser Erkenntnis gekommen?
Ich bin kein Co mehr. Ich habe einen Entzug durchgemacht,
Glückwunsch für diese Blitzheilung. Wenn Co eine Abhängigkeit ist wie die eines Alkoholikers dann ist es mit einem Entzug nicht gemacht. Jahrelange krankhafte Strukturen lassen sich nicht durch ein Verstehen ablegen.

Gruß Hartmut

Sunny1976
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Sunny1976 » 16.09.2018, 12:59

Hallo Yvonne78,

Du schreibst, das Du kein Co mehr bist. Darf ich fragen, was Du Dir dann für Dich hier im Forum erhoffst?

Yvonne78

Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Yvonne78 » 16.09.2018, 13:07

Hartmut....wieso kannst du meine Worte nicht als das nehmen was sie sagen? Wenn ich sage, ich sehe mich nicht als Opfer, dann ist es so. Vielleicht lag mein Fehler darin, etwas mit IHM aufzubauen, trotzdem er krank ist. Ok...diesen Fehler habe ich mir eingestanden....passiert mir nicht nochmal. Und ja, ich habe eine Blitzheilung durchgemacht, denn manchmal bedarf es nur dem richtigen Input um klar zu sehen. Und: es ist auch charakterabhängig, wie lange der Genesungsprozess dauert. Mal ganz abgesehen davon habe ich meine Existenz nicht nur durch meine Co-Abhängigkeit gerechtfertigt, sondern mein eigenes Leben nie aufgegeben.
Ich bin von meinen Eltern erzogen worden...das ist mein Vorteil. Ich bin stark und selbstbewusst und kein Opfertyp. Man kann mir vorhalten, daß ich versucht habe, diesem Mann zu helfen und damit unserer Familie. Ihr könnt mir vorwerfen, daß ich mich in einen Mann verliebt habe, der gut schauspielern konnte...Ihr könnt es aber auch lassen, denn Geschehenes kann man nicht ändern....aber daraus lernen.

Abgesehen davon bin ich es langsam leid, mich hier nur noch zu rechtfertigen. Das musste ich lange genug und so reicht es jetzt auch hier. Offensichtlich kann die eine Seite die Animositäten der anderen nicht verstehen...ist ok, aber mir zu nervenzehrend.

Danke aber an die, die meine Gefühle nicht verteufelt haben :-)

Hartmut
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Hartmut » 16.09.2018, 13:24

Hallo Yvonne

nun wirkst du irgendwie angepisst wenn etwas nicht nach deinem Denken geschieht. Es liegt mir nichts daran das du dich rechtfertigen müsstest. Es ist hier ein Austausch im Forum. Du hast dich ja hier angemeldet um etwas zu erfahren das dir hilft. Oder nicht ?
Hartmut....wieso kannst du meine Worte nicht als das nehmen was sie sagen?
Das habe ich und deswegen ist es von mir eine Frage gewesen. Siehe Fragezeichen
Also warst du in der Opferrolle und bist erst nach der Trennung zu dieser Erkenntnis gekommen?
nd ja, ich habe eine Blitzheilung durchgemacht, denn manchmal bedarf es nur dem richtigen Input um klar zu sehen. Und: es ist auch charakterabhängig, wie lange der Genesungsprozess dauert.
Dann hast du nichts von der CO Krankheit verstanden.

Und bevor du in den unötigen "Rechfertigungsmodus" kommst lasse ich noch ein Empfehlung hier. Lese dir mal deinen ganzen Thread durch, lass es mal wirken, blende deine eigenes Denken mal aus und wenn dann immer noch nichts für dich erkennen kannst dann ist alles in Ordnung. Dann bist eben nicht CO sondern nur enttäuscht von deinem Ex und der Trennung.

Schönen Sonntag noch.

Gruß Hartmut

Yvonne78

Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Yvonne78 » 16.09.2018, 19:30

Hartmut...mein eigenes Denken ausblenden?...warum bitte? Ich weiß jetzt beim besten Willen nicht mehr was du willst...meinen Thread durchlesen...ich hab ihn geschrieben...ich weiß was ich tue....aber was du jetzt willst versteh ich nicht.

Du machst dir einen Knoten in´s Hirn, weil du nicht begreifen kannst, daß ich nicht Jahre, sondern nicht ganz 3 Monate nur gebraucht habe, um mich von meiner Co-Rolle zu lösen. Entschuldigung...ich verstehe nicht, was es da nicht zu verstehen gibt. Vielleicht kommt nochmal ein moralisches Tief oder so...aber im Moment geht´s mir gut. Oder...darf es nicht sein, daß sich ein Co nach so kurzer Zeit gelöst hat?

Wieso redest du mir Probleme in den Bauch, die ich nicht habe???

Hartmut
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Hartmut » 16.09.2018, 19:39

Hallo Yvonne,

dann ist ja alles in Ordnung wie oben geschrieben.
Und bevor du in den unnötigen "Rechfertigungsmodus" kommst lasse ich noch ein Empfehlung hier. Lese dir mal deinen ganzen Thread durch, lass es mal wirken, blende deine eigenes Denken mal aus und wenn dann immer noch nichts für dich erkennen kannst dann ist alles in Ordnung.


Gruß Hartmut

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