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Ich will da endlich raus

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
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Sunshine_33
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Sunshine_33 » 14.09.2018, 09:47

Es tut mir natürlich nach wie vor leid um die Liebe die ich investiert habe, aber ich hatte ja auch was davon.
Ziele, merk dir mal was: WIR sind schön...WIR sind schlau...WIR sind besser !!!!!!!!!
Über manche Beiträge kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.
Und sagt für mich auch viel über die Schreiberin aus....

Auch an dieser Stelle nochmals, auch wenn das einigen CO`s nicht passt oder auch nur ihren geistigen Horizont übersteigt:
Alkoholismus ist seit über 50 Jahren eine anerkannte KRANKHEIT und keine Willensschwäche !
Und Alkoholiker sind so gesehen ebenso Opfer, nicht nur die Angehörigen !

Was also soll diese krankhafte Hetze gegen den (ehemaligen angeblich doch so geliebten) Partner, bringt das einen CO auch nur einen Millimeter voran??

Yvonne78, Du sprühst hier weiterhin vor Wut und Hass, weil Dein Partner es gewagt hat, sich von Dir zu trennen.
Aber zu einer gescheiterten Beziehung gehören IMMER ZWEI !
Also.

Sunshine, mittlerweile echt genervt von dieser unerträglichen Alkoholiker-Hetze.
Wie wäre es mal mit einem Kehren vor der eigenen Tür? An der Arbeit an sich selbst ??
Da liegt doch meist genug im Argen ! Auch beim noch so perfekten CO, der ja NUUUUUR Opfer ist und NIEMALS Täter.
Und im Himmel is Jahrmarkt... echt jetz mal :roll:

Ziele
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Ziele » 14.09.2018, 15:12

Alkoholiker Hetze, will und werde ich keine betreiben. Ich bin hier um zu verstehen, MICH zu verstehen und zu lernen, dass ich tun und lassen kann was ich will, ich kann und werde niemanden trockenlegen. Das ist mir klar. Natürlich verletzt es mich sehr, wenn ich als die Doofe hingestellt werde. Mein Vater zB. ist Meister darin, jeden zu beschuldigen und seinen Alkoholkonsum so zu rechtfertigen, dass die Trinkerei doch ganz normal ist und alle anderen (Ich) das nur falsch sehen. MEINE Wahrnehmung ist doch verkehrt. Weshalb ist sie denn verkehrt? Weil ich es ihm hinknalle und sage was Sache ist. Meine Mutter weiß das und sieht es, doch hat er sie unter Kontrolle. Sie erzählt mir laufend von irgendwelchen Aussetzern. Aber irgendwann ist Schluss mit Lustig, da er ja auch auf mich losgeht verbal in seinem Suff, irgendwelche erfundenen Dinge werden da zur Sprache gebracht und ich werde dann als Problem betitelt. Im Handumdrehen bin ich der Idiot. Das hat zur Folge, dass er als der Gute da steht und ich die Böse Tochter. Ich bin diejenige die als Schwierig abgestempelt wird und dann auch so behandelt wird. Wegen mir sind ja die Dinge so und so .. Ich weiß, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Wo aber bleibe ich? Ich muss dafür herhalten, damit der Schein nach außen gewahrt wird.

Hull
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Hull » 14.09.2018, 15:47

Ziele hat geschrieben:
14.09.2018, 15:12
Alkoholiker Hetze, will und werde ich keine betreiben. Ich bin hier um zu verstehen, MICH zu verstehen und zu lernen, dass ich tun und lassen kann was ich will, ich kann und werde niemanden trockenlegen. Das ist mir klar. Natürlich verletzt es mich sehr, wenn ich als die Doofe hingestellt werde. Mein Vater zB. ist Meister darin, jeden zu beschuldigen und seinen Alkoholkonsum so zu rechtfertigen, dass die Trinkerei doch ganz normal ist und alle anderen (Ich) das nur falsch sehen. MEINE Wahrnehmung ist doch verkehrt. Weshalb ist sie denn verkehrt? Weil ich es ihm hinknalle und sage was Sache ist. Meine Mutter weiß das und sieht es, doch hat er sie unter Kontrolle. Sie erzählt mir laufend von irgendwelchen Aussetzern. Aber irgendwann ist Schluss mit Lustig, da er ja auch auf mich losgeht verbal in seinem Suff, irgendwelche erfundenen Dinge werden da zur Sprache gebracht und ich werde dann als Problem betitelt. Im Handumdrehen bin ich der Idiot. Das hat zur Folge, dass er als der Gute da steht und ich die Böse Tochter. Ich bin diejenige die als Schwierig abgestempelt wird und dann auch so behandelt wird. Wegen mir sind ja die Dinge so und so .. Ich weiß, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Wo aber bleibe ich? Ich muss dafür herhalten, damit der Schein nach außen gewahrt wird.
Ich sehe in deiner Geschichte kein Problem, das spezifisch dem Alkohol zuzuschreiben ist. Dein Fall muss nun natürlich nicht explizit einer diesen sein - aber es gibt unzählige ähnliche Familienkonstellationen, in denen niemand Alkohl trinkt und dennoch die gleichen Probleme vorherrschen. Es mag hart klingen, aber zum Opfer wird nur, wer es zulässt. Sicherlich, der Vater befehligt die Untergebenen, die Mutter leistet beständige Beihilfe, indem sie sich und die Kinder des scheinbar heilen Klimas opfert und zurück bleibt der Nachwuchs, der sich in einem ständigen Zustand der Zerissenheit befindet. Nun ist es folgerichtig, dass der Motor des Nachwuchs' mit Verlustängsten gespeist wird und sich daraus tendenziell der nächste Täter (Idealisierung des Vaters) oder das nächste Opfer entwickelt.

Yvonne78
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Yvonne78 » 14.09.2018, 18:38

@Sunshine

nur für den Fall du es nicht begriffen hast...weder meine noch Ziele´s Post´s waren gegen die alkoholkranken Menschen, sondern für UNS und unseren Kampf aus dem Gefühlssumpf. Deine Alki-Verteidigung in allen Ehren...aber jetzt sind wir mal an der Reihe. Mein Nochmann macht jetzt sein SHG-Ding und was sonst noch und damit ist gut. Was er ausserdem treibt interessiert mich nicht mehr, denn ich bin fertig mit wütend sein oder traurig.
Du solltest zwingend aufpassen, daß deine Wahrnehmung nicht in Paranoia ausartet...und wenn du dir Schuhe an ziehst, die dir nicht passen, dann ist das dein Problem...gell?

Yvonne78
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Yvonne78 » 14.09.2018, 18:43

@Rattenschwanz

Wir sind besser als: der Mensch, der uns manipuliert, belügt und betrügt...uns unglücklich macht und sich unter dem Deckmantel der Alkoholkrankheit versteckt.

Ja und auch wenn offensichtlich alle da hinein interpretieren, ich würde denken, wir seien besser als die Alkoholiker...nee nee...es geht um diesen speziellen, charakterschwachen Menschen...Punkt!

Sunny1976
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Sunny1976 » 14.09.2018, 19:49

Ich habe hier sehr lange nichts mehr geschrieben, die Gründe wissen die Personen, die im geschützten Bereich schreiben. Ich bin aber weiter stiller Mitleser, auch immer noch in der Hoffnung, hier das ein oder andere für mich mitzunehmen.

Jetzt möchte ich mich aber einfach einschalten, meine Meinung sagen. Ich möchte sagen, dass - wenn ich etwas aus dem Co-Abhängigenbereich lernen möchte - dann lese ich die ganz alten Beiträge. Dort nehme ich sehr viel für mich mit, denn dort habe ich auch das Gefühl, das ein Austausch unter Gleichgesinnten statt gefunden hat.

Es wurde über unterschiedliche Dinge diskutiert, Knöpfe die gedrückt werden, um einen wieder in die Co-Rolle rücken zu lassen, Selbstbewusstsein wurde versucht wieder aufzubauen, es wurde teilgenommen an den Leben der anderen Mitglieder. Mittlerweile habe ich das Gefühl, das es hier nur noch darum geht, das man ganz schnell lernt, dass man seinem xy nicht helfen kann, man sich möglichst sofort trennen muss, schöne Dinge für sich unternehmen soll und dann ist die Welt wieder heile. Und man aber bloß ja nicht seine wirklichen Gefühle äußern darf, denn sonst könnte man ja ggf. den Alkoholikern auf den Schlips treten.

Jeder ist anders in die Beziehung mit dem Alkoholiker rein gerutscht, manche von uns suchen sich immer jemanden, den sie retten wollen, bei einigen wird der Partner erst im Laufe der Beziehung abhängig, am Ende haben WIR aber so einiges mitgemacht, was tiefe Spuren hinterlässt. Klar kann man da ja auch wieder sagen - selbst Schuld, warum macht man das denn auch mit? Aber nochmal, es gibt den Bereich hier im Forum, der für die Co-Abhängigen ist. Aber nutzen darf man ihn nicht wirklich... mein Gefühl!

Mir wurde hier am Anfang gesagt, man darf wütend sein, man darf auch mal jammern... Nein, das Gefühl habe ich nicht. Wenn es zu sehr ins Detail geht, was xy mit unserem Leben und vor allem unserer Gefühlswelt angestellt hat, dann könnte es als Abwertung eines kranken Alkoholikers gewertet werden. Wenn WIR hier von unseren Gefühlen schreiben, dann doch nicht, um den Alkoholiker generell schlecht zu machen! Aber UNS ist nunmal etwas passiert, was wir aufarbeiten wollen.

@sunshine: ich finde es eine richtige Beleidigung wenn Du schreibst, das es wohl UNSEREN geistigen Horizont überschreitet, einzusehen, das es sich um eine anerkannte Krankheit bei Euch handelt. Außerdem frage ich mich auch, warum Du Dich dermaßen von uns Co's angegriffen fühlst? Du bist die einzige, die UNS hier sofort eine Uneinsichtigkeit und falsches denken mitteilst. Soweit ich weiß, war Dein xy nie CO - woher nimmst Du Dein Wissen, hier im Co-Bereich so ausführlich zu schreiben?

@Yvonne78: ich finde es toll, wie Du Deinen Weg jetzt gehst. Für mich ist die Wut, die Du am Anfang hattest mittlerweile in Lebenswillen und in eine Einsicht gewandert, das Du mehr verdient hast und Dir dies auch holen wirst! Und ich finde es super, das Du Dir nichts gefallen lässt und zu Deiner Meinung stehst!

@Ziele: ich hoffe, Du bist mir nicht böse, dass ich mich hier in Deinen Faden geschlichen habe um das alles mal los zu werden.

Yvonne78
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Yvonne78 » 14.09.2018, 20:04

danke Sunny :-)

Sunshine_33
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Re: Ich will da endlich raus

Beitrag von Sunshine_33 » 15.09.2018, 13:28

Hallo Sunny1976
Ich möchte sagen, dass - wenn ich etwas aus dem Co-Abhängigenbereich lernen möchte - dann lese ich die ganz alten Beiträge.
Dort nehme ich sehr viel für mich mit, denn dort habe ich auch das Gefühl, das ein Austausch unter Gleichgesinnten statt gefunden hat.
Ich kann mich dem nur anschließen. Denn dieses Gefühl habe ich ebenfalls !
Der momentane "Austausch" hat für mich nichts mehr mit Gemeinsamkeit zu tun, ich empfinde es momentan viel mehr als ein Gegeneinander als ein Miteinander.
Ein Austausch sieht für mich zumindest anders aus.
Gerade auch darum trauere ich dieser Zeit selbst hinterher.
Ich fühle mich hier momentan nicht mehr besonders wohl und ich werde auch nicht so tun, als wäre das anders.
ICH muss auch meine Gefühle nicht mehr überspielen und so tun, als sei für mich alles okay und ich mega-cool.
Denn das bin ich nicht.
Mich trifft es, wenn derart undifferenziert über Alkoholiker per se hergezogen wird wie es hier seit Wochen von einer Person der Fall ist.
Nun auch noch mit merkwürdigen Parolen untermauert.
Das ist SO auch nicht mehr "mein Forum" und ich fühle mich abgewertet, über einen Kamm geschert etc.
Im realen Leben würde ich in solchen Situationen einfach gehen, weil ich weiß, das jegliche weitere Konversation über das Thema keinen Sinn macht.
Und zwar dann auch nicht nur zu diesem Thema.
Ich mag mich nämlich überhaupt nicht mit Menschen unterhalten, die voller Vorurteile sind und für die Toleranz ein Fremdwort ist.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, das es hier nur noch darum geht, das man ganz schnell lernt, dass man seinem xy nicht helfen kann, man sich möglichst sofort trennen muss, schöne Dinge für sich unternehmen soll und dann ist die Welt wieder heile.
Darum ging es mir gar nicht, Sunny.
Sondern um diese undifferenzierte Um-sich-Schlagerei von Yvonne78, weil der Partner es gewagt hat, sich zu trennen.
Sorry, aber Trennungen gehören nun mal fast immer auch zum Leben, bei CO`s ebenso wie auch bei allen anderen Menschen.
Damit wird man früher oder später mal klar kommen müssen.
Und vielleicht auch mal, ohne den anderen dabei in Grund und Boden stampfen zu müssen?
Und im besten Fall schaut man sogar mal nach den eigenen Anteilen...

Das eine Trennung mitunter sehr lange dauern kann, ist mir bekannt, denn ich bin nicht erst seit gestern hier, dazu gleich noch.
Mir tut es dann nur für die Betoffenen leid, weil sie so wirklich Lebenszeit verschwenden, die sie viel schöner hätten gestalten können.
Auch das ist hier oftmal nachzulesen :wink: wenn diese Personen überhaupt noch mal wiederkommen.
Aber manchmal tun sie es und berichten ja erfreulicherweise nochmal, wie es positiver weiter ging nach einer Trennung.
Und man aber bloß ja nicht seine wirklichen Gefühle äußern darf, denn sonst könnte man ja ggf. den Alkoholikern auf den Schlips treten.
Ich denke, hier macht der Ton auch die Musik.
Ich habe kein Problem damit, das auch die CO`s ausführlich ihre Gefühle schildern. Und Du wirst es kaum glauben, ich verstehe das sogar recht gut. :wink:
Aber das geht eben nicht immer mit dem gesamten Aburteilen alkohlkranker Menschen einher.
Das ist es, was ich mittlerweile unterträglich finde.
ich finde es eine richtige Beleidigung wenn Du schreibst, das es wohl UNSEREN geistigen Horizont überschreitet, einzusehen, das es sich um eine anerkannte Krankheit bei Euch handelt. Außerdem frage ich mich auch, warum Du Dich dermaßen von uns Co's angegriffen fühlst? Du bist die einzige, die UNS hier sofort eine Uneinsichtigkeit und falsches denken mitteilst.
Wenn Du das als Beleidigung empfindest, kannst Du ja vielleicht nachvollziehen, wie es mir hier mitunter geht.
Es geht auch nicht darum, das ich mir nicht von CO`S eine Büßerkutte für den Rest meines Lebens überstülpen lasse, sondern ich würde
mir das auch von anderen Personen nicht gefallen lassen.
Ich habe auch ein Recht auf ein schönes Leben und möchte nicht nur auf meine Krankheit reduziert werden !
Und Vorurteile mag ich schon mal überhaupt nicht.
Soweit ich weiß, war Dein xy nie CO - woher nimmst Du Dein Wissen, hier im Co-Bereich so ausführlich zu schreiben?
Sunny, ich bin mit Unterbrechungen seit über 12 Jahren hier aktiv, und in den Unterbechungen oft als als stiller Leser anwesend gewesen.
Ich habe hier wohl viele Hundert Geschichten gelesen, vielleicht sogar Tausende in all den Jahren... ich weiß es nicht.
Auch die Wege der CO-Abhängigen habe ich dabei mitunter intensiv verfolgt, und vielleicht ist da ja irgendwas an Erkenntnissen in all den Jahren hängen geblieben? :wink:
Auch wenn ich selbst nicht betroffen bin und mein Mann ebenfalls nicht, wie Du schon richtig anmerktest.
Ich bin aber auch ne Frau und so kann ich auch einiges nachvollziehen, ohne dafür CO sein zu müssen.
Und ich weiß auch sehr genau, wie weh Trennungen tun können. Und auch, das man wütend ist, weil die eigenen Pläne damit ebenfalls zerplatzten.
Aber ich versuche trotzdem, dem anderen nicht hinterher noch sein Leben schwer zu machen.
Er hat ja auch ein Recht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Und die habe ich dann zu akzeptieren.
Und ich glaube, zu vielen häßlichen Sachen würde es erst gar nicht kommen, wenn man sich beizeiten getrennt hätte.
Aber hinterher is man ja immer schlauer... :roll:
Trennungen tun bei einem CO weh, aber bei anderen Menschen doch auch, oder nicht?

LG Sunshine

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