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Mein neues Leben

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Cadda
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Re: Mein neues Leben

Beitrag von Cadda » 07.12.2018, 04:22

Hallo Feldmaus,

tut mir leid, dass Du so eine traurige Zeit durch den Tod Deines Onkels erwischt hast :-(

Das mit der beruflichen Situation oder Lebenszielen. Ich denke auch viel mehr über solche Dinge nach, als zu Saufzeiten. Man ist jetzt insgesamt mehr mit der eigenen Zufriedenheit beschäftigt. Das ist auch gut so!

Lunki
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Re: Mein neues Leben

Beitrag von Lunki » 07.12.2018, 09:32

Feldmaus75 hat geschrieben:
06.12.2018, 21:56

Ansonsten macht mir die Situation auf Arbeit zu schaffen, ist gerade alles schwierig, unbefriedigend... vielleicht auch nicht nur "gerade", vielleicht ist es auch einfach nich der richtige Job für mich... weiß aber auch nicht, was "richtiger" wäre... :-| Hänge irgendwie in der Luft... mit meinen Lebenszielen allgemein... aber das ist ein Thema für sich...
mein Thema ist das auch gerade. Diese Unzufriedenheit im Job begleitet mich auch. Ich habe erkannt, ich bin kein Mensch der damit zufrieden ist Dienst nach Vorschrift zu machen und es einfach so zu ertragen. Ich kenne viele die das seit Jahren tun und nur am Meckern sind. Es hat in unserer GEsellschaft ja auch einen großen Raum, es ist geradezu komisch, wenn man einen Schritt zurück tritt uns sich das mit Abstand betrachtet. Man dreht sich um sich selbst, es gibt nur noch Arbeitsprobleme und manchmal vergisst man darüber das es eben "nur" Arbeit ist. Manchmal erdet einen dann eine persönliche Tragödie für eine gewisse Zeit, uns wird bewusst das es so viel wichtigeres im Leben gibt als Arbeit und Geld. Leider, (zumindest war es bei mir so) verliert sich diese Erdung im Zuge des Alltages allmählich wieder und man ist wieder in dem selben Hamsterrad. Ich habe für mich beschlossen mich beruflich umzuorientieren, auch wenn dies erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringt. Ich möchte etwas sinnvolles tun, überlege gerade sowas wie Alltagsbetreuung für alte Menschen. Ich denke das ich sehr viel zu geben hab und das ich darin vielleicht die Erfüllung finde, die ich in meinen bisherigen Jobs nicht hatte.

Feldmaus75
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Re: Mein neues Leben

Beitrag von Feldmaus75 » 07.12.2018, 09:58

... ich habe auch nach über 10 Jahren einen sicheren, gut bezahlten Job hingeschmissen... im neue Job verdiene ich zwar einiges weniger, aber im System der Sozialen Arbeit immer noch vergleichsweise okay... viel Luft nach unten ist jetzt aber nicht mehr und das hält mich gerade davon ab, mir wieder was Neues zu suchen... :(

Planst du eine Qualifizierung nach §87b? Kennst du Alltagsbegleiter? Ist sicherlich eine sinnvolle und oft befriedigende Arbeit, aber auch sehr anspruchsvoll (emotional). Ich gebe zu Bedenken: Jobs gibt es praktisch nur in Teilzeit... und sie sind meist in stationären Einrichtungen verortet, die unter dem Sparzwang des Sozialen Systems stehen... also u.U. wieder Zeitdruck und unzufriedene, überlastete Kollegen, die versuchen, ihre Aufgaben auf dich abzuwälzen (auch wenn es da eine klare Trennung gibt)... daher mein Tipp: in verschiedenen Einrichtungen hospitieren, mit den Alltagsbegleitern dort "unter vier Augen" sprechen, das System abklopfen... damit du nicht vom Regen in die Traufe kommst (so wie ich letztendlich :()

Lunki
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Re: Mein neues Leben

Beitrag von Lunki » 11.12.2018, 08:21

Hallo Feldmaus,

bin gerade in der Orientierungsphase. Die Situation in der Pflege ist mir bekannt, ich habe in der Familie Leute die in der Pflege arbeiten oder gearbeitet haben und meine Freundin ist Alltagsbetreuerin. Sie ist auch diejenige die mich drauf gebracht hat und schon länger. Sie findet das ich dafür geschaffen sei, aufgrund meiner großen Empathie. Das diese Jobs meistens Teilzeit sind ist mir bekannt, aber ich wollte ohnehin die Stunden reduzieren auf 25 - 30. Ich muss halt schauen wie ich dann finanziell über die Runden komme. Meine erste Ausbildung war übrigens im sozialen Bereich, auch wenn ich da nie wirklich gearbeitet hab. Zumindest wäre ich nicht "ungelernt" Ich kann mir derzeit auch alles vorstellen, mit Kindern, alten Leuten, im Krankenhaus. Hab auch überlegt im Fernstudium Sozialpädagogik zu studieren, eine Umschulung wird mir vom Arbeitsamt ja eher nicht bezahlt, denke ich mal. Auch beim DRK etc. will ich mich erkundigen, die bieten ja auch einige Kurse an. Untätig bin ich jedenfalls nicht.

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