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Vater gestorben,ich fühle mich schuldig

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
Mullemaus1989
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Re: Vater gestorben,ich fühle mich schuldig

Beitrag von Mullemaus1989 » 09.10.2018, 13:02

Heute gehts mir nicht ganz so gut,die letzten 2 nächte hab ich von meinem vater und seiner beerdigung geträumt,sowas geht mir immer nach.deshalb denk ich auch wieder vermehrt dran.liegt wohl daran das die beerdigung immer näher rückt

Cadda
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Re: Vater gestorben,ich fühle mich schuldig

Beitrag von Cadda » 09.10.2018, 19:32

Hallo Mullemaus,
ich denke, das ist ganz normal. Eben weil etwas näher rückt, was einem bevor steht. Man kann das Thema schwer loslassen und hat irgendwie keinen richtigen Abschluss. Das Wort hört sich in dem Zusammenhang doof an, denn nur weil jemand beerdigt ist, verschwindet er ja nicht aus den Gedanken. Aber dieser Schwebezustand ist nicht schön. Man ist einfach froh, wenn man eine Beerdigung hinter sich hat. Dann kann man ein bisschen mehr selbst bestimmen, wann und wie man sich mit den Gedanken auseinander setzt.

Aurora
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Re: Vater gestorben,ich fühle mich schuldig

Beitrag von Aurora » 10.10.2018, 08:42

Hallo Mullemaus,

eine Beerdigung ist ein gutes Ritual um Trauer leben zu können. Aber sie macht auch Angst, ganz klar.
Denn da wird dann ganz deutlich sichtbar, dass ein Leben zu Ende gegangen ist, es ist endgültig. Und das ist für die Verarbeitung sehr wichtig! Aber es tut unglaublich weh.

Auch wenn es sich gerade sehr unangenehm anfühlt, da ja eine ganze Geschichte dazwischen steht, die Erlebnisse und Erfahrungen mit deinem Vater. Wenn ich mich richtig erinnere wolltest du ihm einen Brief schreiben? Hast du schon damit angefangen? Wie fühlt sich das an, ich hoffe, es ist auch Erleichterung für dich.

Ich habe die Erfahrung gemacht dass, wenn ich Dinge aufschreibe, ich zum Einen noch mal die Gedanken sortiere dabei. Da kommen plötzlich noch mal ganz andere Blickpunkte und auch Gefühle hoch. Und zum Anderen ist das Geschehen dann aus mir heraus, also es steht dann da auf dem Papier. Das macht den Kopf einfach leichter und dann ist da Platz für schöne Dinge und Gedanken.

Liebe Grüße
Aurora

Mullemaus1989
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Re: Vater gestorben,ich fühle mich schuldig

Beitrag von Mullemaus1989 » 10.10.2018, 19:05

Nein bis jetzt bin ich leider noch nicht dazu gekommen..aber ich denke viel darüber nach was ich ihm schreiben soll .
Ich denke jetzt am wochende finde ich etwas Zeit um endlich mal damit anzufangen

Mullemaus1989
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Re: Vater gestorben,ich fühle mich schuldig

Beitrag von Mullemaus1989 » 10.11.2018, 08:58

So die beerdigung ist nun 3 wochen her,es war schön (wenn man eine beerdigung denn so nennen kann)
Aber nochmals sehr schmerzhaft. Ob ich abschliessen konnte? Ich weiss es nicht,ich liege noch oft abends im bett und weine,wie auch jetzt,ich höre "Sound of silence" das Lied lief bei der beisetzung.
Ich frage mich immer noch "was wäre gewesen wenn ich ihn vorher angerufen hätte" ein letztes mal gesagg das ich ihn trotz allem lieb habe" ich hab ein schlechtes gewissen ,das ich mich dazu nicht überwinden konnte. Ja icj weiss,er hätte auch gekonnt,hat er aber nicht,was nichts an meinen gedanken ändert.ich wünsche mir so oft das alles anders gelaufen wäre.seine lebensgefährtin erzählte mir danach noch,das er ,hätte er 3 jahr3 vorher aufgehört,wieder gesund werden können.
Es fühlt sich jetzt alles so entgültig an,als wir keinen kontakt hatten,wusste ich ,er lebt ...aber jetzt weiss ich das es vorbei ist..das er nicht mehr in seinem garten schläft,mit seinem hund gassi geht usw....seine lebensgefährtin hat mir sachen von ihm gegeben..sein lieblingsarmband,meinen Bauchnabel Piercing,der aussieht wie ich schwangerer Frosch,den er mir damals in meiner ersten schwangerschaft schenkte..(ich gab ihm den zurück ,er wollte ihn gern als andenkeden hatte er noch immer. Ich hab ihn wieder ubd trage ihn auch wieder.
Es macht mich teilweise immer noch so traurig..ich hätte das einfach nie geglaubt ,vor allem da ich als kind und Jugendliche immer froh war wenn er nicht in der nähe war.egal ob nüchtern oder besoffen.

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