Alkohol und Angst vor Menschen ( Sozialphobie ? )

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Dona
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Alkohol und Angst vor Menschen ( Sozialphobie ? )

Beitrag von Dona » 27.08.2006, 20:45

Hallo ich bin die Marianne,
und wollte fragen, ob einer von Euch auch ziehmliche Angst vor Menschen und vor dem Versagen hat und außerdem alkoholkrank ist.

Habt Ihr das irgendwie in den Griff gekriegt?

Marianne

dorothea
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angst vor menschen

Beitrag von dorothea » 28.08.2006, 16:57

hallo marianne

ich denke das sind ganz normale begleiterscheinungen der sucht. wenn du dir die berichte in den einzelnen foren durchliest wirst du viele berichte finden die zu deiner frage passe.
lg dorothea

walf

Beitrag von walf » 30.08.2006, 19:08

Hi Marianne,
ich kenn das gut.
Als ich meinen Alk und Drogenkonsum eingestellt habe, war ich sehr überrascht, was alles ich plötzlich nicht mehr konnte. Ich bin unter Alk/Drogeneinfluß 10tausende von Kilometern quer durch Europa getrampt, trocken konnte ich plötzlich keine Leute mehr anquatschen. Ich konnte auch keine Festivals mehr besuchen.
Bis heute verkrafte ich größere Menschenansammlungen nur äußerst schwer. Ich bin immer bemüht mir einen Rückzugsraum einzurichten bzw. schnell weg zu können.
Was sich diesbezüglich bei mir geändert hat ist meine Einstellung zu diesem Thema.
Früher, am Anfang meiner Trockenheit dachte ich, ich wäre nicht ganz normal, heute weiß ich dass das meine Normalität ist. Ich akzeptiere meine Grenzen und freue mich darüber dass ich sie, anders als damals als ich noch nass war, überhaupt wahrnehme.
Ansonsten sehe ich das genauso wie dorothea.
Wir sind klar "etwas" verschoben. :D

................
Soziale Phobie

Lichti
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Beitrag von Lichti » 05.09.2006, 14:00

hi, das ist bei mir etwas anders.seit ich trocken bin,kann ich wesentlich leichter auf andere zugehen und mich auch gelassener problemen stellen.
ich denke, trockenheit ist ein guter weg zur offenheit.

Annika
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re

Beitrag von Annika » 05.09.2006, 14:11

Hallo Marianne,
Hallo ich bin die Marianne,
und wollte fragen, ob einer von Euch auch ziehmliche Angst vor Menschen und vor dem Versagen hat und außerdem alkoholkrank ist.
Ich habe das auch gehabt, aber nicht weil ich außerdem alkoholkrank war.
Sondern weil ich alkoholkrank war.

Mir geht es heute so wie Lichti, irgendwie ist mit der Alkohol Schleier Entfernung eine neue Annika entstanden.

Offener, gelassener, mir meiner selbst mehr bewußt und dadurch nicht mehr ängstlich.

Vielleicht liegt bei dir auch "nur " dort der Schlüssel.
Ich wünsche es dir.

Gruß Annika

Michael1969
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Beitrag von Michael1969 » 18.09.2006, 17:22

Naja so lange ich trinke verlasse ich das Haus eigentlich nur um Nachschub zu holen. Ich komme mir beobachtet vor und habe ständig Angst irgendwas "dummes" zu machen. Beispielsweise beim Einkaufen habe ich dann ständig das Gefühl gleich irgenwas umzustossen und dergleichen.

Wenn ich in userem Garten und aussen am Haus z.B. den Rasen mähen muss, dann versuche ich das in einer Zeit zu tun wo die Gefahr auf Nachbarn zu treffen eher gering ist.

Das legt sich aber nach einiger Zeit ohne Alkohol. Dabei hat mir vor 3 Jahren die ambulante Therapie sehr geholfen wieder ins Leben unter Menschen zurück zu kommen.

Heute nach 22 Tagen ohne Alkohol kann ich auch wieder in Ruhe einkaufen gehen. Natürlich nur gesunde Dinge :)

Gautama
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Beitrag von Gautama » 24.09.2006, 18:06

Hallo Marianne,

das Gefühl Angst vor Menschen zu haben, hatte ich schon immer. Deshalb habe ich mir unter anderem einen Beruf gesucht der mir eben diese Angst nahm.

Seit ich regelmäßig Alkohol getrunken habe verstärkte sich die Angst, da ich zudem unsicher wurde. Eine thypische Begleiterscheinung des Alkoholismus sind paranoide Zustände bis hin zum Beziehungswahn.

Ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden ständig. Ganz schlimm war es an der Kasse im Supermarkt, was sich extrem steigerte wenn die Schlange lang war.
Hatte ich dann noch Alkohol auf dem Band fing ich an zu zittern. Nicht wegen Entzugserscheinungen, sondern weil ich mich beobachtet und ertappt fühlte.

An Tagen in denen ich nüchtern war, war diese extreme Angst weg. D.h. sie verschlimmerte sich unter Alkohol.

Das was am Anfang die Angst linderte, nämlich Alkohol, verstärkt sie in der Sucht. Das ist bei jeder Droge, die das Bewußtsein beeinflusst ähnlich.


Alles Gute Ari

Glückskatze
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Beitrag von Glückskatze » 26.09.2006, 11:05

iIch habe eine Sozialphobie und fühle mich daher leider immer beobachtet und das wo ich paradoxer Weise sogar im Einzelhandel arbeite.........

Mit dem Alkoholkonsum wurde immer alles leichter, einfacher und unkomplizierter, aber mittlerweile habe ich erkannt das dies der falsch Weg ist und das ich leider zu tief drin hänge.

ich möchte endlich wieder normal leben, glücklich sein und auf Menschen zugehen können, ohne dichtgedröhnt zu sein.

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