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Mein Partner trinkt

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Wiesenmeer
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Mein Partner trinkt

Beitrag von Wiesenmeer » 27.01.2019, 20:03

Hallo zusammen,
ich hatte mich im letzten Jahr hier angemeldet und immer mal wieder mitgelesen.
Dabei haben sich schon viele Fragen für mich geklärt.
Ich berichte nur kurz uns knapp von mir und der aktuellen Situation.
Ich lebe mit meinem Lebensgefährten nicht zusammen.
Wir kennen uns schon über 5 1/2 Jahre.
Bis ich herausgefunden hatte, dass er ein Alkoholproblem hatte vergingen Jahre.
Das liegt daran, dass ich Familie und hier einen geregelten Ablauf habe und er mal mehr mal weniger bei uns ist. Herausgefunden habe ich es, weil ich irgendwann wegen einer Verabredung vor seiner Haustür stand und er nicht geöffnet hatte. Da er am Telefon weinte, fuhr ich hin und ich besorgte mir einen Schlüssel von seinem Haus.
Ich fand ihn betrunken vor...das wiederholte sich. Er gab zu ein Alkoholproblem zu haben und er nur mich dazu brauchte um wieder ins Leben zurück zu kommen.

Die Situation ist aktuell auf dem Höhepunkt sozusagen.
Ich war bei seinem Hausarzt, habe eine Sucht - Beratung alleine aufgesucht ( er wollte nicht mit), Klinik für Süchte angerufen und mit Ärzten gesprochen, zuletzt waren wir dann endlich im KK, weil er starke Magenschmerzen hatte. Das war am 1.01.19.
Wir kamen nicht dran und er wollte dann nach über zwei Std, Wartezeit gehen. Logisch auch...
Er versprach mir sich einer Ärztin anzuvertrauen und verbrachte eine Woche bei uns ..nüchtern. Er hatte Schweis Ausbrüche in der Nacht, Magenschmerzen, rauchte wie ein Kettenraucher, in jeder Nacht hatte er Bein kribbeln und trat dabei unruhig aus, konnte nicht schlafen und trank in der Nacht die ganze Wasserflasche aus, wurde unruhig und am 5. Tag war der Streit vorprogrammiert...er hatte die Ärzten nicht wie versprochen angerufen...da bin ich blöderweise explodiert :-( Waren das die Entzugserscheinigungen?
Er verließ das Haus und legte den Schlüssel auf den Tisch.
Seitdem trinkt er und meint, es wäre gar nicht so schlimm ,wie ich es immer sage.
Vorgestern und Samstag habe ich ihn voll in seinem Haus vorgefunden..Kippen so weit das Auge reicht und sein Wein...
Komm zu mir und geh weg...hin und her...ich sterbe daran..
Gestern hat er mich beschimpft als böse Frau die untreu wäre und so einen Penner doch gar nicht möchte.
Ich soll endlich gehen und mir einen gesunden Mann suchen.
Ich bin gegangen.. heute Nachrichten, ob ich mit ihm alleine ohne Kinder ans Meer fahre.
Wir haben schon das ganze Programm durch...
Wie ich lesen konnte, ist das Problem wohl allgemein bekannt...hatte bei euch gelesen.
HILFE...
Rückzug ohne Kontakt oder sagen was ich nur noch will...
Danke fürs Lesen.
LG Wiesenmeer

Morgenrot
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Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von Morgenrot » 28.01.2019, 00:30

Hallo Wiesenmeer,

herzlich willkommen zurück.

Da steckst du aber momentan tief drin, wenn ich das mal so sagen darf.
Er weiß ganz genau, wie er deine CO - Knöpfe drücken kann und du machst mit, übernimmst seine Aufgaben, betreust ihn sogar im kalten Entzug, bist ganz die "brave" Co und dann explodierst du, und er ist sofort mit Schuldzuweisungen in deine Richtung dabei.
Gestern hat er mich beschimpft als böse Frau die untreu wäre und so einen Penner doch gar nicht möchte.
Ich soll endlich gehen und mir einen gesunden Mann suchen.
Nasse Alkoholiker sind so manipulativ, und als CO sieht man oft diese Manipulationen nicht, das habe ich auch erlebt.
Er macht dich verantwortlich für seinen Zustand, und setzt noch einen obendrauf in dem er sich in die Opferrolle flüchtet.
Damit hat er erst einmal das Thema Alkohol vom Tisch, denn jetzt mußt du ja wieder darüber nachdenken, was du noch tun kannst.
Das ist eine ewige Achterbahnfahrt, die nur du anhalten kannst.
Du bist nicht für ihn verantwortlich, wenn er trocken werden will, lass ihn seine Wege selbst gehen. Wenn er nicht zur Ärztin will, brauchst du es auch nicht, es sei denn für dich.
Gib ihm seine Verantwortung zurück, und tue etwas für dich.
Wenn du dir im klaren bist, was du willst, mach klare Ansagen und sei auch konsequent bei der Durchführung, denn sonst machst du dich unglaubwürdig, und glaub mir, das wird er gnadenlos ausnutzen.

lg Morgenrot

Wiesenmeer
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Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von Wiesenmeer » 28.01.2019, 11:10

Guten Morgen Morgenrot,
ich bin seit Dez. 2017 immer mal wieder in einer Selbsthilfegruppe für AAs. Also für Familienangehörige, die mit einem Alkoholiker zu tun hatten oder noch zu tun haben, wenn sie nicht schon bereits an den Folgen gestorben sind. Die Geschichten dort machen mir Angst.
An manchen Tagen erdrückt mich das Thema und ich setze auch schon mal phasenweise das Treffen aus, weil es Panik auslöst und ich meistens dort nur weine.
Es gibt Treffen an denen auch schon mal die trockenen Alkoholiker dazu kommen. Die haben mir schon ordentlich den Kopf gewaschen und gesagt, dass ich gehen muss. Darüber war ich auch froh keine Frage.
Das Problem ist, dass ich nicht gehen kann.
Das äußert sich so bei mir.
Ich sage meinem Partner was ich mir wünsche....dass er sich endlich Hilfe holen soll und wenn er dabei Unterstützung braucht, wäre ich auch da für ihn. Ansonsten lebe ich mein Leben, weil ich auch Familie habe und ich dabei drauf gehe...emotional gesehen.
Es gab Phasen da sagte er, dass er niemals Hilfe holen kann in welcher Form auch immer Entzug im KK, Ärztin , A- Gruppe, Suchtberatung ect.
Er sagte mir, wenn er das täte käme er nie mehr zu mir zurück. Was das bedeutet, weiß ich nicht und er sagt es mir auch nicht. Da er mich als schuldig hält, er trinkt ja nur wegen mir, könnte das ein Grund sein. Vielleicht redet man ihm in einer Therapie, dass er sich trennen soll von mir. Oder er meint es so, dass er dann nicht mehr aus der Klinik raus kommt. Dazu muss ich sagen, dass er zuletzt wegen einer Demenz seine Mutter in einer Suchtklinik war als Besucher und er dort auf anderen Stationen mit den Alkoholikern zusammen kam. Er sagte, dass er niemals in so eine Klinik gehen wird. Seine Mutter lag auf einer geschlossenen Abteilung.

Zurück zu meinem Problem.
Sobald ich im sage, dass ich mich zurück ziehe und abwarte bis er etwas tut reagiert er abweisend.
Wie oben beschrieben sagt er Dinge die abgrundtief beleidigend sind. Leider treffe ich ihn kaum nüchtern an und wenn doch, dann ist er hochgradig aggressiv mit Worten. Die Worte tun mehr weh als Schläge ins Gesicht. Sie sitzen so tief, dass ich zu Hause in einer Ecke sitze und weine ohne Ende.
Danach folgen Mails an mich gerichtet, die kannst du dir nicht vorstellen. Wo ich denn wäre, ob ich mich gerade rum treibe und mich f...lasse. Ich wäre eine H....ich soll ganz weit weg gehen und mich nie wieder blicken lassen. Er ruft mich mitten in der Nacht um 3 Uhr auf mein FN an und behauptet ich würde gerade mit einem anderen Mann rummachen. Er ruft mich zu Hause an und denkt ich sei bei einem anderen...setzten da bei ihm die Gehirnzellen aus? Wie kann ich zu Hause sein und zur selben Zeit bei einem anderen Mann? Wenn ich ihn das frage antwortet er nicht.
Ich ziehe mich dann immer zurück und antworte nicht mehr. Nach einer Woche meldet er sich dann wieder und entschuldigt sich oder kommt mit Einsicht zurück. Er wolle endlich etwas tun. Wenn ich frage was es ist, sagt er aufhören zu trinken, denn in eine Therapie würde er niemals einwilligen.
Du wirst mir jetzt sagen geh auf " Rückzug".
Das ist kaum möglich...denn es ist noch schlimmer, als ich hier mit Worten beschreiben kann...die Worte die er für mich benutzt in den Nachrichten wären mir viel zu peinlich hier aufzuschreiben......ich schäme mich dafür....er ist überall...um mich zu erreichen. Ich bin ein eher nachgiebiger Mensch und arbeite auch mit Menschen zusammen...sprich Helfersyndrom.

Ich habe ihm jetzt am We bei ihm zu Hause ganz klar gesagt, dass ich das nicht mehr will. Anschließend zum Nachlesen auch noch per Mail versendet, denn er war halbwegs betrunken als ich bei ihm war.

Ich finde meine Stärke nicht und habe Angst.
Es gab eine Situation um Weihnachten, da habe ich mich zwei Wochen komplett aus seinem Leben gelöscht. Keine Antworten auf seine Mails geschrieben bin nicht ans Telefon gegangen ect.
Er schrieb , dass er dabei fast drauf gegangen wäre..er hatte Urlaub und hat nur getrunken...es wäre noch nie so schlimm gewesen wie in dieser Zeit.
Fakt war ...ich bin zu ihm gefahren habe natürlich vorher das KK angerufen, weil er von starken Magenschmerzen geredet hatte. Er hat mir die Tür aufgemacht und ich sagte nur...zieh dich an wir fahren jetzt um endlich etwas dagegen zu tun..den Rest steht in meiner ersten Mail...wir sind nicht dran gekommen im KK und er hat 5 Tage bei uns verbracht...

Gerade kam wieder eine Mail...er hört die Glocken, weil in seiner Nähe ein Friedhof ist...da wird nun wieder jemand begraben...mehr steht nicht in der Nachricht. Daraus schließe ich, dass er zu Hause ist und nicht arbeiten geht.
Er schlägt mich mit Worten.....harten Worten und ist an manchen Tagen wie ein kleiner Junge, der nur getröstet werden will...
Wie gesagt...komm zu mir ich liebe dich und brauche dich ...und dann hau endlich ab du bist an allem Schuld....rauf und runter...und am Ende sagt er, ich kann nicht mehr ..bin müde von deinen Streitereien und ich soll gehen.... :-(

Warum habe ich eigentlich solche Angst?
Danke fürs Lesen...LG

lütte69
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Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von lütte69 » 28.01.2019, 11:32

Hallo Wiesenmeer,

das ist echt krass. Stell Dir mal vor, Deine Tochter, eine Freundin oder eine Bekannte kommt zu Dir und berichtet genau das, was Du bis hier her aufgeschrieben hast. Was würdest Du ihnen sagen? Kannst Du dich so behandeln wie Deine Tochter, deine Freundin oder deine Bekannte? Was ich ganz schnell lernen musste um meinen Weg gehen zu können, ist, dass wir nur für unser Leben Verantwortung tragen und nicht für das unserer trinkenden Partner. Meinem Kopf war das klar, aber mein Herz hat gelitten. Was könnte Dir denn im schlimmsten Fall bei einer Trennung passieren, dass Du Dich wieder frei fühlst, Spaß am Leben hast ohne Angst, was Dich bei ihm wieder erwartet?

Wovor hast Du Angst? Wie bereits gesagt, er muss sein Leben leben und nur er ist dafür verantwortlich. Wenn er sich zu Tode saufen will, dann darf er das, auch wenn wir das anders sehen.

Ich denke, dass Dir eine lange Auszeit ohne Kontakt gut tun würde. Du könntest Dich in Ruhe um Dich kümmern und Deine Lebensfreude wieder finden.

Dafür wünsche ich Dir viel Kraft und Geduld
sonnige Grüße
Lütte

Wiesenmeer
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Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von Wiesenmeer » 28.01.2019, 19:03

Hallo Lütte,
ja das hört sich logisch an wie du es beschreibst....
Er darf sich zu Tode saufen...und ich kann auch nichts dagegen tun..richtig.
Ich glaube, es liegt daran, dass wir unser Leben gemeinsam geplant hatten. Zusammen ziehen...und noch viele schöne Sachen mehr...
Das fällt nun alles weg aber ich hatte mich so gefreut darauf.
Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er dieses Problem hatte und somit hatte ich auch schon mein Haus zur Miete gekündigt.
Als es eskalierte konnte ich zum Glück meine Kündigung zurück ziehen...
Es lief dann schlechter und zwischen durch gab es wieder Lichtblicke. Nur ich scheine in seinem Leben der Pfeil in der Wunde zu sein und so zieht er ab in sein Haus und "bespuckt" mich in seinen Nachrichten.
Ich bin Familienmensch und muss mich um alles kümmern.
Er war nie verheiratet und hatte nur Lebensabschnittsgefährten ..keine Kinder ..keine Verpflichtungen.
Das Leben was ich lebe sagt er wäre zu stressig...Wir sind eine ruhige Familie...und er geht wenn es ihm zu viel ist.
Dann trinkt er zu Hause.
Als Grund bin ich schuld und das sagte er auch seiner Familie. Diese ist dann irgendwann Wut entbrandet zu mir gekommen und hat eine riesen Szene gemacht.
Vom Alkohol und Depressionen wollten sie nie etwas wissen...danach hat mich keiner mehr gegrüßt...
Er spielt mit mir...es kommen Nachrichten und darin steht, dass er am Ende ist. In einer Klinik hatte man mir gesagt Polizei und Ordnungsamt anrufen und ihn mitnehmen lassen...
Doch dazu kam es nicht..Sie kamen und konnten meine Besorgnis bestätigen aber es lag kein Suizid begründet vor.....
Das es zu Ende geht mit ihm schreibt er mir fast jede Woche.

Das macht es um so schwerer.....
Schwer da weg zu schauen und ihn nicht zu beachten...die Deko hatte er in seinem Haus schon mehrfach zerschmissen.....
So einfach kann ich das nicht...Gibt es dafür nicht Tipps?
Ich würde gerne unterscheiden können, ob seine Nachrichten dringlich und echt sind oder ob er mich nur hinhält...manipuliert..
Danke.....

Wiesenmeer
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Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von Wiesenmeer » 28.01.2019, 19:10

Hoffentlich habe ich mich richtig ausgedrückt...ich will für mich sein, nur würde ich auch gerne da sein für ihn wenn er am Boden liegt und es ehrlich meint.....versteht ihr was ich meine?
Was sagen die trockenen Alkoholiker dazu....würdet ihr sagen...wenn er trocken werden will meldet er sich auch......da er alleine lebt kann er auch mal im Haus liegen...das würde keiner merken....deshalb ist für mich die Kontaktsperre grenz wertig....Er sagt, dass er nur mich hat...seine Familie wohnt direkt neben ihm und keiner schaut bei ihm rein....Versteht ihr meine Sorge?
Danke nochmal ...über Tipps wäre ich wirklich froh.....LG

Mcfly
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Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von Mcfly » 28.01.2019, 19:48

Hallo liebe Wiesenmeer. Ich versuche das mal auseinanderzudrisseln. Seine Familie beschimpft dich weil du nicht funktionierst.....also so ganz alleine ist er da ja nicht. Du hast selber Kinder für die du da sein solltest und die du auch vor so einem Partner beschützen musst. Er hat Kraft und Ausdauer genug,dich zu traktieren und zu erniedrigen..... Ich kann deine Sorge um ihn gut verstehen aber objektiv betrachtet.......du kannst ihn nicht retten. Wenn er sich zu Tode saufen will tut er das und darf er ja auch. Wenn du noch etwas tun willst,gib seiner Familie und ihm ganz klar die Auskunft,dass du nun gar nichts mehr tust und auch nicht mehr ansprechbar sein wirst. Dann sperre ihn auf dem Handy und kümmer dich so gut es geht um dich selber. So hilfst du allen am Meisten. Wenn er wirklich Hilfe will wird er die finden, bei Menschen die da professionell unterwegs sind. Sprich: Ärzte,Suchtberatungsstellen,Notaufnahmen,Therapeuten.......etc. DU KANNST DA NICHTS TUN!!!!!!!! Ganz liebe Grüße ,viel Kraft und noch mehr klare Gedanken Mcfly

Sunny1976
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Registriert: 03.10.2017, 10:58

Re: Mein Partner trinkt

Beitrag von Sunny1976 » 28.01.2019, 20:28

Liebe Wiesenmeer,

wenn ich mir Deine beiden letzten Beiträge durchlese kommen mir folgende Gedanken: einerseits hast Du Dir Eure gemeinsame Zukunft schon so schön ausgemalt - das wird nun leider nix da er Alkoholiker ist und keine Zukunft möglich ist. Du bist enttäuscht, möchte aber den Traum eigentlich noch nicht aufgeben. Ich habe selbst auch lange nicht wahrhaben wollen, das mein Mann Alkoholiker ist, aber das Du es jahrelang nicht wahrgenommen hast fällt mir schon etwas schwer zu glauben. Oder wolltest Du es nicht sehen?

Dann die schon sehr argen Beleidigungen... er scheint komplett den Respekt vor Dir verloren zu haben. So behandelt man doch keinen Menschen, den man mag, oder? Ich habe mir auch sehr viel gefallen lassen, aber soweit ist es nie gegangen. Da wäre selbst ich schon vorher weg gewesen, und das soll was heißen :lol:

Du schreibst, Du willst für Dich sein - das kommt mir aber anders vor. Du willst unbedingt da sein, wenn er ganz am Boden liegt - schön um ihn retten zu können. Das er dann vielleicht merkt, das Du doch die Beste bist und Deine gewünschte Zukunft in Erfüllung geht. Bis es aber soweit - vielleicht irgendwann mal - ist, bist Du aber schon längst dabei zugrunde gegangen! Tut mir leid, wenn ich etwas hart schreibe, aber mir kommt es eher so vor, als würdest Du geradezu hoffen, bald die Retterin für ihn zu spielen. Dieses ewige hin und her wird Dich aber immer mehr in Deinen Abgrund treiben.

Du möchtest lernen zu unterscheiden, ob Nachrichten dringlich sind oder nicht... hmm, das kann Dir bestimmt auch kein trockener Alkoholiker erklären. Denn jeder Mensch ist doch anders. Auch nicht Deine Aufgabe, das zu lernen. Er hat Dich so fest im Griff, das Du schon gar nicht mehr siehst, das es auch andere Wege gibt. Wenn es ihm so schlecht geht kann er auch immer noch die 110 rufen, oder seine Familie die direkt nebenan wohnt.

Du beschreibst Dich selbst als Familienmensch. Ruhig, verantwortungsbewusst! Was zieht Dich denn so sehr zu ihm???

Alles Liebe
Sunny

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