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Packen wir es an...

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Rennsemmel
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Packen wir es an...

Beitrag von Rennsemmel » 13.04.2019, 06:43

Ich kopiere mal kurz aus meiner Vorstellung:
Hallo ihr Lieben,
lese hier schon eine ganze Zeitlang mit und möchte jetzt doch ganz gerne mal selber mich auch austauschen können.
Habe irgendwie seit meiner Kindheit mit Alkohol zu tun, mein Vater war Alkohliker und ich habe später mitbekommen, das er teils obdachlos und teils im Heim war und zeitig verstorben ist.Also ich dachte immer, das ich ihn hasse, den Alkohol.....und jetzt trinke ich ihn selber schon so lange. Was heißt trinken, ich saufe ihn. und sicher schon mehr als 20 Jahre. 2017 habe ich mal ein halbes Jahr abstinent gelebt und wollte es auch durchziehen, bin aber, ja, ich kann sagen, durch eigene Überheblichkeit wieder reingerutscht. Ich war sehr schnell wieder auf dem alten Level und höher.
Jetzt ist Schluß, habe seit 10 Tagen keinen Schluck angerührt und damit es so bleibt, bin ich jetzt hier.
Mein Mann ist übrigens Alkoholiker und sieht es nicht ein.
Ich gehe den ganzen Tag einer interessanten Arbeit nach, habe Hobbys und 2 erwachsene Kinder, die beide nicht mehr hier wohnen.
Warum also trinke ich soviel? Ich bin noch dabei so ganz nach den Anfängen zu suchen, habe Angst, das auch mein Gedächtnis mich schon im Stich gelassen hat.
Ich möchte den angefangenen Weg diesmal weiter gehen, ohne ihn jemals wieder zu verlassen, es ist mein Kampf um mein Überleben, es ist mir so wichtig. Und ich weiß auch, das ich es mit einem Mann, der trinkt, als gäbe es kein Morgen, nicht schaffen kann. Weiß bloß noch nicht, was ich da mache.
Bin jetzt Mitte 50 und habe es akzeptiert, das ich viel falsch gemacht habe, schon was meine Kinder so miterleben mußten, ich könnte heulen.
Lese jetzt abends viel im Forum bei einer Tasse Tee und mache mir viele Gedanken.

Aurora
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Re: Packen wir es an...

Beitrag von Aurora » 13.04.2019, 16:33

Liebe Rennsemmel,

ich sage dir mal herzlich willkommen hier in dieser Online-SHG!

Liebe Grüße
Aurora

Rennsemmel
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Re: Packen wir es an...

Beitrag von Rennsemmel » 13.04.2019, 17:51

Vielen lieben Dank, Aurora, ich geh dann mal hier etwas lesen, das beschäftigt mich.

kamarasow
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Re: Packen wir es an...

Beitrag von kamarasow » 15.04.2019, 08:17

Guten Morgen,
herzlich willkommen. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei deinem Weg zur Trockenheit. So wie du es beschreibst, ist dein Weg ein sehr schwerer. Ich weiß nicht, ob es schon jemand geschafft hat, dauerhaft neben einem Alkoholiker trocken zu werden. Alkohol sollte kurz- und langfristig aus deinem näheren Sicht und Geruchsfeld verschwinden.

Liebe Grüße
Karamasow

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Re: Packen wir es an...

Beitrag von Rennsemmel » 19.04.2019, 20:35

Hallo Karamasow,
ich sehe es selber als schwierig bis unmöglich an. Ich habe jetzt nicht getrunken seit dem 2.4. und dabei bleibt es auch. Das Umfeld werde ich ändern müssen, weiß noch nicht wie. Würde meinen Mann gerne mitnehmen auf meinem Weg, aber ich hab hier schon soviel gelesen um zu begreifen, das ich das nicht kann. Ich will und werde mich aber nicht wieder mit runterziehen lassen.
Ich werde heute nichts trinken, ich fühle mich gut, ich will mein Leben retten.
Liebe Grüße
Rennsemmel

Dante
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Re: Packen wir es an...

Beitrag von Dante » 20.04.2019, 21:17

Mir bleibt, dir ein trockenes Osterfest zu wünschen, liebe Rennsemmel. :)

HH48
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Re: Packen wir es an...

Beitrag von HH48 » 21.04.2019, 22:30

Hallo und herzlich willkommen im Forum Rennsemmel,

bin eben auf deine Vorstellung gestoßen.

Dein Beitrag hat mich grad etwas gerüttelt und geschüttelt.
In Bezug auf deinen trinkenden Mann.
Ich wünsche dir viel Stärke und Kraft.
Wie geht es dir denn heute?
Dein erster abstinenter Ostersonntag seit Jahren?

Beste Grüße
rowi

Rennsemmel
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Re: Packen wir es an...

Beitrag von Rennsemmel » 22.04.2019, 09:19

Hallo auch an euch,
mir geht es sehr gut, waren ein paar Tage verreist und ab morgen ist wieder Arbeit. Gestern war Tag 20 für mich, von meinem neuen Leben, es ist noch nicht viel, aber ein Schritt nach dem anderen.
Ich habe vom 1. Tag an gut geschlafen, himmlisch, kein Koma irgendwie, sondern tiefer, gesunder Schlaf. Ich weiß noch nicht, wie es hier zu Hause weitergehen soll. Das ist noch meine größte Angst und Sorge.
Wünsche allen hier einen traumhaften, sonnigen, trockenen Ostermontag

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