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COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

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Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 01.06.2019, 13:14

alles scheint für die Außenwelt , Kollegen, Freunde wie früher , die Kinder sehen den Papa und jaben Kontakt, wenn die es wollen.
ind ich mache nach wie vor urlaube und sonntage mit denen, arbeite, mache haushalt.
aber reden können wir nicht mehr so frei.... über papa wollen sie nicht reden. und in meinem kopf und inneren ist nur das... alles andete erscheint so sinnlos, ich machte das um glücklich zu sein, und jab es so gesehen, immer das bessere, das schlechte ignoriert und weiter gemacht. mich über jede kleinigkeit, die gut war gefreut.
jetzt möchte ich nicht mal in den Urlaub, Kinder freien sich darauf... aber das wird zum ersten mal dass ich in unserem familien urlaubsort alleine mit kindern fahre.... meine mutter , die schon 20 jahre verwittwet ist, nehme ich auch mit.
die tage und wochen sind einfach nur endlos....

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 03.06.2019, 00:15

das wochenende ist überstanden....

ideja
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von ideja » 03.06.2019, 09:08

Guten Morgen Stern und eine gute Woche wünsche ich dir :)

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 06.06.2019, 10:28

Hallo Zusammen,
ich hoffe allen geht's gut,
ich bin gerade in einem tiefen Loch der Einsamkeit und Verlust der Lebensfreude...
Ich funktioniere, arbeite, mache Haushalt, fahre meine Tochter zum Training, gehe zu Elternsprechtag, helfe dem Sohn beim Bewerben, fahre einkaufen, gehe mit dem Hund, kuschele abends mit der Tochter auf dem Sofa und gucke mit ihr Serien...buche die Ferienwohnung für unseren Urlaub mit den Kindern.
Alles wie früher...und doch es wird nie mehr wie früher, der Mann den ich liebte ist nicht mehr erreichbar...und der Gedanke, dass ich Rest des Lebens Alles, was mich glücklich macht, das Familiare, nicht mehr mit dem Vater meiner Kinder teilen kann, das macht mich so unendlich traurig... so, dass ich auch an allen diesen Dingen die Freude verliere.
Für mich war alles ersetzbar, Wohnort, Job, Umgebung, sogar die Heimat (bin Aussiedlerin aus Kasachstan)... aber nicht meine Nächsten, der Mann und die Kinder...
Zu sehen wie ich ersetzt worden bin und damit der ganze gemeinsame Weg (30 Jahre) so entwertet...
Der blöde Selbstmitleid, ich weiß wie falsch es ist. Dankbar sein für das was man hatte, los lassen und dankbar sein für das was JETZT DA IST!!!! Das wäre das Richtige.
Seine Werte sind seine, die haben sich komplett verändert.
Ich muss ja meine nicht ändern, und möchte auch nicht, die sind meine und ich hielt mich mit meinen Werten und Zielen für einen guten und liebenswerten Menschen...
So... den Frust von der Seele geschrieben, nach Verständnis gesucht oder Suche nach Aufmerksamkeit befriedigt, keine Ahnung, vllt etwas von Allem.
Liebe Grüße und schönen Tag Ihr Lieben.
St

lütte69
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von lütte69 » 07.06.2019, 08:38

Hallo Stern,

das Gefühl, wenn ein Lebenstraum platzt kenne ich. Du darfst traurig, wütend sein und Selbstmitleid haben. Das sind Gefühle, die meiner Meinung nach dazu gehören.
Alles wie früher...und doch es wird nie mehr wie früher, der Mann den ich liebte ist nicht mehr erreichbar...und der Gedanke, dass ich Rest des Lebens Alles, was mich glücklich macht, das Familiare, nicht mehr mit dem Vater meiner Kinder teilen kann, das macht mich so unendlich traurig... so, dass ich auch an allen diesen Dingen die Freude verliere.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war es doch seine Entscheidung. Du hast dies alles doch nicht nur für ihn gemacht, sondern auch weil Du es so wolltest.
Dankbar sein für das was man hatte, los lassen und dankbar sein für das was JETZT DA IST!!!! Das wäre das Richtige.
Es wird bestimmt die Zeit kommen, wo Du das fühlen kannst. Bei mir hat das über ein Jahr gedauert. Das ganze ist ja ein Prozess - das geht nicht von heut auf morgen. Bei mir gehörten ganz viele Tränen, Wut, innere Zerrissenheit und so viel mehr Gefühle dazu. Wichtig ist, wieder sich selbst zu spüren, rauszufinden, was Du willst, was dich aufbaut und dir gut tut.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.

sonnige Grüße
Lütte

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 07.06.2019, 10:35

danke für die aufbauernde worte. bei mir ist es schon zwei jahre her, dass er sich für die andere frau entschieden hat.
mein problem ist, oder nicht problen, sondern mein empfinden, dass ich noch nie eine zweite glückliche ehe kenne gesehen oder davon gehört habe. und selbst nicht daran glaube... und mein traum war meine ehe mit dam alk. habe ich mich abgefunden und mehr gesehen was verbindet..
ich hab klar alles nicht für ihn gemacht.... für uns, für mich, für ihn, für die kinder gesamt und für je einen einzelnen nach bedarf... wie so immer im leben. für die Familie
so habe ich es gesehen.
LG
St

lütte69
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von lütte69 » 10.06.2019, 08:35

Guten Morgen Stern,
ich hab klar alles nicht für ihn gemacht.... für uns, für mich, für ihn, für die kinder gesamt und für je einen einzelnen nach bedarf... wie so immer im leben. für die Familie so habe ich es gesehen.
und jetzt fühlst Du Dich schlecht - höre ich zumindest raus. Für mich war dieses sich um andere kümmern, ständig da zu sein, immer dieser Drang helfen zu wollen meine Daseinsberechtigung. Ich darf aber auch da und sogar glücklich und zufrieden sein, wenn ich nicht helfe und mich für andere aufgebe. Das war eine wichtige Lektion für mich. Auch meine Gedanken kreisten in den ersten Monaten ständig um ihn und versperrten die Sicht auf mich und mein Leben.

Hier wird oft von "in Liebe loslassen" gesprochen. Dieses Gefühl durfte ich erleben. Es gab diesen Moment, wo ich gemerkt habe, dass ich ihn innerlich los gelassen habe und mein Herz wurde leicht. Ich höre aus Deinen Posts Traurigkeit, Wut und Eifersucht heraus, dass er jetzt mit der neuen Frau glücklich sein könnte und ihr es am Ende nicht mehr ward. Das kann ich verstehen, aber es bringt dich ja nicht weiter. Du weißt nicht, wie es wirklich ist zwischen den beiden, denn Du bist nicht dabei und am Ende kann es Dir auch piep egal sein. Wichtig ist Dein Leben. Du hast jetzt die Chance, es neu auszurichten so wie Du es möchtest. Ich denke, wenn Du mit dir und deinem Leben zufrieden bist, strahlst Du das auch aus und wer weiß, vielleicht gibt es jemanden, der diese Stern lieben möchte. Ich möchte Dir damit Mut machen, auf Dich und Deine Bedürfnisse zu schauen. Lass die anderen beiden machen - es sollte dich nicht kümmern.

Ich weiß, dass dies einfacher gesagt als getan ist, aber ich schicke Dir mal ein Kraftpaket und ganz viel Geduld für Dich
Lütte

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 10.06.2019, 10:00

Danke Dir, liebe Lütte, das isr so schön was du sagst.
ich werde die kraft finden und los lassen.
ich weiss wie schwer das ist, weil alles um mich herum, was ich nicht los lassen ( nicht hinter mir lassen) möchte, Kinder, Haus, Freunde, die wir gemeinsam hatten, so ziemlich alles, was mein Leben ist, errinnert an ihn. aber mit den jahren werden eeiter neue errierungen , ohne ihn, zustande kommen. Wir machen das schon so... es gibts imner noch Urlaub, Ausflüge und Familienfeste... ohne ihn. und die sind sehr schön. manchmal sehe ich die Kinder, wie sie miteinanfer sind, diskutieren, planen, brettspiele spielen und lachen und mir wird bewusst, fass ich in den moment die einzige bin, die ihn vermisst.
Deswegen es liegt nur an mir. und ausschließlich an mir.. mich glücklich zu fühlen.
LG
St

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