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COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 21.06.2019, 14:45

wir können unsere erfahrungen nicht abschaffen.
ich begegne nach meiner jetzt jedem mit der angst verlassen zu wetden, oder vereinnahmt. oder mich in dem anderen auflösen, sollte ich es geschafft haben , mich von den alten gefühlen zu lösen.
ich denke so wie mir gehts sehr vielen menschen, wenn nicht fast allen....
man möchte einfach, dass es wieder so leicht und einfach wird, wie es mal war.... mlglich ist es nicht mehr, aber die errinnerung daran lebt noch.

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 21.06.2019, 15:09

eine neue partnerschaft und nicht nur die, sie muss nicht sein, sondern auch selbstliebe, kann man denke ich mit diesen änsten nicht vereinbaren.
Getafe schrieb der ältester in der Familiengruppe ob wir heute gemeinsam zum spanier essen gehen, alle haben frei.. das ist nicht alltäglich.
Meine kranke reaktion.... nichts zu antworten, damit sie nicht merken, wie meine Stimmung ist. ich möchte nicht sie mit... zu belasten.
deswegen schreibe ich hier.... auch wenn es krank und beschränkt bewertet wird.
Jedoch denke ich, hier finde ich menschen denen auch so geht wie mir.

Sunny1976
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Sunny1976 » 21.06.2019, 20:11

Liebe Stern,

ich weiß aus eigener Erfahrung selbst, wie schwer das loslassen ist... aber stell Dir mal eine Frage: Hätte er keine andere, würdest Du auch noch so an ihm hängen???

Du hast Dich damals getrennt von ihm, weil es zu schlimm mit seiner Alkoholsucht geworden ist. Dann seid ihr wieder zusammen gekommen, wieder getrennt, wieder zusammen... das alles kenne ich nur zu gut, habe das selbst mitgemacht:

"Und dann diese Ohnmacht, dieser unendliche Schmerz, als er eine Neue hatte. Die Gedanken, das jetzt alles bei ihm gut ist, nur ich es mit ihm nicht geschafft habe. Ich daran Schuld bin, das es nicht geklappt hat, weil ich zuviel gemeckert habe... Auf einmal sind da nur noch die Gedanken an die schönen Zeiten, die schlechten Vergessen. Dann ist es mit der Neuen vorbei... er kommt wieder an. Wieder Kontakt. Dann aber wieder die Gedanken, er hat sich kein bißchen geändert, trinkt noch genauso, das Verhalten hat sich nicht geändert. Ich will auf keinen Fall wieder mit diesem Menschen zusammen sein. Alles würde von Vorne losgehen, ich würde wieder krank werden in seiner Gegenwart. Also wieder etwas Abstand... längere Zeit keinen Kontakt, mir geht es gut. Dann höre ich, er ist jetzt mit einer ehemaligen Freundin von mir zusammen... und wieder bricht mein Herz und das Gedankenkarussell springt an... jetzt ist er glücklich, mit ihr wird bestimmt alles besser. Er trinkt bestimmt nicht so viel mehr... sie bekommt den Mann, den ich mir immer gewünscht habe"

Verrückt, oder?

Liebe Stern, ich erzähle Dir das alles nur, damit Du weißt, das Du mit Deinen Gedanken und Gefühlen nicht alleine bist. Vielleicht ist das auch mit ein Teil unserer Krankheit!? Ich weiß es nicht.

Es ist natürlich totaler Unsinn, das jetzt alles gut ist. Sie bekommt doch den gleichen Mann, den ich nicht mehr wollte! Und so solltest Du es auch sehen. Das sind Deine verklärten Erinnerungen, die Dich so sehr an ihn festhalten.

Vielleicht ist es - wenn man sich von einem Alkoholiker trennt - auch etwas andere als wenn man sich "unter normalen, anderen Umständen" sonst von seinem Ehemann trennt. Man trennt sich nicht, weil man diesen Menschen nicht mehr liebt, sondern weil es einfach mit der Krankheit so unerträglich ist. Eigentlich will man nicht gehen... muss es aber, um sich selbst oder die Kinder zu schützen. An sich schon mal keine gute Voraussetzung, loslassen zu können

Vielleicht solltest Du auch mal andere Gefühle zulassen. Du darfst auch wütend auf ihn sein, für das was er damals mit den Kindern und der Autofahrt gemacht hat, darfst Du ihn auch "hassen"... Versuche mal, Dir alle schlimmen Erinnerungen wieder hoch zu holen. Demütigungen, oder wo er Dir Schuldgefühle einredet hat, das er wegen Deiner Figur trinken musste... möchtest Du einen Mann an Deiner Seite, der Dich so behandelt???

Ich kann Dir ja nur sagen was mir geholfen hat oder auch gerade wieder hilft: Reden, reden und noch mal darüber reden. Entweder mit Freunden, die Dich verstehen können, oder mit professioneller Hilfe. Gerade wenn Du in so einem Tief steckst kann ein guter Therapeut Dir wirklich helfen, da wieder raus zu kommen. Bei mir hat es auf jeden Fall sehr geholfen! Und dann - geh raus! Du hast den Spanier abgesagt, weil Du nicht möchtest, das Deine Familie Deine schlechte Stimmung mitbekommt. Aber es sind doch Deine Liebsten, und wie ich raus gelesen habe sind zwei Deiner Kinder ja auch schon erwachsen. Sie hätten bestimmt Verständnis für Dich, wenn Du jetzt nicht auf den Tischen tanzt, dafür aber dabei bist. Ablenkung ist auch sehr gut. Jetzt bist du zuhause und hängst Deiner Vergangenheit nach. Wo würde es Dir jetzt wohl besser gehen?

Versuche doch einfach mal ein paar Sachen aus, die Du noch nie im Leben gemacht hast. Du hast z. B. einen Hund. Es gibt so viele Angebote wie z.B. Mantrailing, Agility etc. die Du ausprobieren könntest. So lernst Du ein paar neue Leute kennen, die auch nicht Deine Vergangenheit kennen. Da fragt dann auch keiner wo Dein EX-XY ist...

Und was mir hauptsächlich hilft ist: Kein Kontakt, nichts mitbekommen! Was Du nicht weißt, darüber musst Du auch nicht nachgrübeln. Deine kleine Tochter möchte ihren Vater nicht mehr bei Euch sehen, Dein Sohn weiß schon ganz genau Bescheid wie die Alkoholkrankheit tickt... schütze Dich selbst und versuche, ihn aus Deinem Leben zu verbannen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft
Alles Liebe
Sunny

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 21.06.2019, 21:05

Danke Dir liebe Sunny, das hilft wirklich.War nach der Arbeit mit dem Hund im Wald... dann kamen die Ki der, der ältester mit seinem Partner. Die sind nicht zum Spanier gegangen und wollten einfach mir hallo sagen und umarmen. wir saßen mit dem kaffe im Garten und haben einfach von dem Tag erzählt. Die Tochter, der gehts besser, sie hat und gezeigt was sie dem Hund heute beigebracjt hat... über eine stange spingen))))
was macht man nicht für ein srpck Käse)))
Ja... er wird immer trinken... er hat dadurch seine Befriedigung und Lustgewinn, solange es so ist wird er nie aufhören.
Das habe ich längst verstanden und wollte ihn mit allen guten hier die alternative bieten.
dass es auch anderes gibts. bewust und ohne alk.
Ich glaubte auch daran, dass das alles ihn gefallen hat.
Nun, habe ich mich entweder sehr getäuscht oder er selbst wusdte nucht wss er wirklich wollte. Jetzt weiss er es.
Ich gehe mit dem Verlust durch die Hölle, aber ich muss weiter gehen, sonst bin ich für immer da.
Kein Kontakt ist die einzig mlgluche Lösung. nur schwerig wenn man vier gemeinsame Kinder hat.
Habe Video gemacht wie die Tochter mit dem Hund spielt. Wollte es so sehr ihn senden. Hab nicht gemacht... weil es kein sinn hat. Hätte er es sehen wollen... wäre er da und trocken.
er war hier im haus das letzte jahr vor dem entgültigen gehen immer trocken. nicht getrunken hier... wochen. aber dafür ist er zu seiner wohnung gefahren und dort auch mit ihr getroffen und getrunken.
Jetzt sagt er den Kindern für sie ist er beteit. sie hölt ihn davon ab.
Die können das noch nicht glauben, weil wenn er mit denen redet idt er dicht... npchtern sucht er kein gespräch.
aber jetzt reden sie so selten, sie meinen er meldet sich fast nie... kann sein dass er doch einiges in trinkverhalten ändert und sich neu positioniert. auch den Kindern gegenüber.
Woe auch immer, mein Leben wird dadurch nicht ändern. Das kann ich nur selbst

und ob und wann ich es schaffe, das weiss ich nicht.
LG und schönen Sommerabend euch allen.

Sunny1976
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Sunny1976 » 21.06.2019, 21:31

Liebe Stern,

Du kannst natürlich einem Alkoholiker zeigen, was er alles Gutes haben kann. Oder wie schön ein Leben sein kann mit Familie und Haus etc. Vielleicht weiß er das auch, aber er kann eben einfach nicht anders.

Es ist immer einfacher für einen Alkoholiker mit jemand Neues etwas anzufangen, als die alten Probleme anzugehen. Die Neue kennt ihn doch noch nicht so, wie Du es tust. Sie kennt die Ausfälle nicht, die Versuche aufzuhören und das scheitern. Er wird wieder bewundert, hat wieder jemanden der ihn "erstmal" uneingeschränkt toll findet. Ob das ewig so bleibt ist fraglich. Ich habe zu meinem Ex-XY immer gesagt, das NIE ein Alkoholiker mit einem Nicht-Akhoholiker zusammen sein kann... Wenn sie auch ordentlich mit trinkt, dann fällt es erst einmal nicht so auf. Irgendwann aber wird es wieder Probleme geben, weil ein Alkoholiker selbst auch einfach nicht glücklich sein kann. Und die ewig gleiche Masche wieder abzieht. Schau Dir doch mal die ganzen Geschichten hier an - alle ähneln sich hier sehr. Die Wesenszüge sind bei allen nassen Alkoholikern gleich, obwohl doch trotzdem jeder einen unterschiedlichen Charakter hat.

Und noch etwas... dieses "Sie hält mich vom trinken ab" ... vergiss es. Das gleiche habe ich damals auch gehört. "Sie tut mir so gut, sie passt auf mich auf, durch sie muss ich nicht mehr so viel trinken"... alles Schwachsinn. Hat er selbst einmal zugegeben, als es aus war mit der Ersten. Er hat sich einfach die ganze Zeit zusammen gerissen, damit sie nicht merkt, das er ein Alki ist. Das wäre aber nicht mehr lange gut gegangen... Also, glaub diese Sachen bitte nicht, auch das ist nur nassen Geschwätz!

Ja, nur Du selbst kannst Dein Leben ändern. Das wichtigste ist erst einmal, das Du Dich selbst mehr liebst als ihn :lol:

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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 21.06.2019, 21:41

ja, das ist das wichtigste. und das muss ich lernen. das stimmt alles , was Du sagst... alles sind ähnliche Muster beim Alkoholikern und auch bei den COs...erstaunlich...

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 22.06.2019, 09:02

Guten morgen zusammen,
wie gehts bei euch dieser Weg " Kein Kontakt" auf dauer? wenn ich darüber nachdenke, dass irgendwann mal wird jemand von unseren Kindeen heiraten... vllt auch kinder bekommen... und unsere Kinder werde bei solchen ereignissen auch Papa dabei haben wollen. Bis er die neue hatte, warendie Kinder auch ihn sehr wichtig, er war immer bei jeder familienfeier dabei, bei der planung und Vorbereitung... ebein ein Elternteil.
zwei jahre ist er bei keinem Geburtstag der Kinder dabei und sagt den Kindern, dass es an mir liegt.... er bietet mir ja die " freundschaft" an.... und er würde auch wieder gerne zu allen festen und auch so kommen, wenn uch mich geändert habe, mein neuen weg gefunden habe, einen neuen partner habe und so weiter.... jetzt kann er nicht kommen aus Rücksicht auf meine Gefühle ( sehr edel).
Aber wenn man geht und für sich einen neuen weg bestimmt hat, darf man nicht von dem anderen erwarten, dass der andere auch einen neuen weg geht.
Ich gehe weiterhin unseren weg , für den ich mich entschieden habe, nur jetzt ohne ihn. so sehe ich das. Hat Vorteile die ich auch sehe, Alk ist einfach kein Thema im Haus...wir trinken sogar leichter und entspannten bei festen, weil er ist nicht im vordergrund, sondern mehr gemeinsam sein , spielen, feiern, reden. Früher haben wir alle beim feier auf alk verzichtet für ihn. ( na ja, wir dachten das wir das für ihn getan haben, vllt war es mehr für uns selbst, um ihn nicht betrunken zu erleben).
Einer der Söhne meinte, wenn er mal heiratet und ein Kind bekommt, wäre es schon schön, wenn die ELTERN an solchen Dingen teilhaben.

Wie funktioniert bei euch das ELTERN sein?
Bei uns eben keine Eltern, hier eine Mutter und irgendo da ein Vater....
Die Kinder haben Gruppe Familue für kommunizirren gemeinsam und eine Gruppe Familie Papa... da sind nicht alle dabei, die Tochter nicht und die Partner von den großen auch nicht.
Müssen die Kinder jetzt für immet wählen ?
Wie sind die Ergahrungen aud Dauer?

Cadda
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Cadda » 22.06.2019, 18:23

Ich finde, Kinder sollten überhaupt nicht wählen müssen. Als Eltern sollte man sich zumindest auf Familienfeiern, wo die Kinder gern beide Elternteile dabei haben möchten, zusammen reißen können. Da sollte niemand zu Hause bleiben müssen, um verletzte Gefühle des Ex oder der Ex zu schützen, denn es geht hier ja um die Kinder. Die Gefühle der Kinder sind auch zu schützen und es ist sicher kein schönes Gefühl, wenn die Kinder verzichten müssen, weil die Eltern sich nicht für eine gewisse Zeit zumindest oberflächlich ertragen können.

Ich habe mich damals von meinem Mann getrennt und bin mit unseren beiden, damals sehr kleinen Kindern, aus unserem Haus ausgezogen. Ich hatte definitiv zu 100 Prozent nachvollziehbare Gründe, die kein Zusammenbleiben mehr zuließen, aber dennoch waren seine Gefühle verletzt und er hat mich noch geliebt. Trotzdem hat er den Kontakt aufrecht erhalten, sogar als ich mit unseren Kindern bei meinem Freund eingezogen bin und dort Jahre lang gelebt habe. Ich ziehe heute noch den Hut vor ihm, dass er seine verletzten Gefühle zum Wohle der Kinder hinten angestellt hat.

Über all die Jahre haben wir es sogar geschafft, eine tiefe Freundschaft zu erhalten, die wir auch vor der Ehe hatten, aber das ist denke ich schon eher selten und auch nicht unbedingt nötig und nicht immer machbar.

Aber zumindest zu Geburtstagen oder Familienfeiern sollte man im Sinne der Kinder einen Weg finden. Sonst ist unter Umständen irgendwann sogar das Verständnis für den traurigen Elternteil seitens der Kinder aufgebraucht. Auch so ein Beispiel kenne ich aus meiner Familie.

Deshalb gebe ich Dir den Rat, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ohne schlechtes Gewissen (und das ist der springende Punkt) zu beiden Elternteilen einen guten Kontakt zu haben und das beinhaltet auch Geburtstage der Kinder oder ähnliches.

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