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Risiken im ersten Jahr meiden und dann?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

Moderator: Moderatoren

NNGNeo
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Beiträge: 1439
Registriert: 27.09.2012, 21:30

Re: Risiken im ersten Jahr meiden und dann?

Beitrag von NNGNeo » 09.06.2019, 00:57

hallo

ich finde risiken lauern nicht nur auf veranstaltungen, sondern auch im täglichem alltag.
ist mir erst vor ein paar tagen wieder passiert. war in einer anderen stadt unterwegs und bin dann mal eben in einen mir fremden supermarkt reingesprungen weil ich noch ein paar kleinigkeiten brauchte. auf dem weg zur kasse kam ich dann an einem kühlregal vorbei wo jede menge gekühlte flaschen bier gestanden haben. da ist mein suchtgedächtnis angesprungen. es war an diesem tag sehr warm gewesen und mein suchthirn wollte mir weiß machen wie schön es doch wäre mal wieder ein eiskaltes bier zu trinken. ich bin jetzt schon mehrere jahre trocken, trotzdem zeigt mir das immer wieder das das suchtgedächtnis niemals ruhe gibt, vielleicht eine zeit lang aber es kann jederzeit wieder zuschlagen.

nun weiß ich ja wie ich mit solchen situationen umgehen muss, bin einfach weiter gegangen und habe mir anstatt ein kaltes bier eine kalte cola gekauft. habe dann meine sachen bezahlt und bin dann raus zum auto. dann war es auch wieder gut gewesen und ich habe nicht mehr weiter dran gedacht.

ich will damit sagen, ich kann noch so jedes risiko meiden in dem ich keine saufveranstaltungen besuche, mit trinkenden menschen den kontakt meide, ein alkoholfreies zuhause habe, das alles nützt mir nichts wenn ich nicht auch in meinem alltag auf mich aufpasse. risiken können sich im täglichem leben einfach so ergeben auch wenn man es nicht drauf angelegt hat. das kann reichen um einen rückfall zu bauen, gerade dann wenn man erst seit kurzer zeit abstinent ist. aber auch alkoholiker die schon 10, 20 oder noch mehr jahre trocken sind sollten diese gefahr nicht unterschätzen. es spielt keine rolle wie lange ich trocken bin, das suchthirn vergisst nie was einmal gewesen ist. und es nutzt jede sich bietende gelegenheit dich wieder zum saufen zu verleiten.

natürlich hat in der regel ein alkoholiker mit mehreren jahren trockenheit mehr stabilität als jemand der erst kurze zeit trocken ist, ich möchte mich aber nicht nur auf meine stabiltät verlassen. würde ich das tun, ich glaube das würde wohl früher oder später unvermeidlich in einem rückfall enden.
hier im forum wird immer wieder geschrieben: nur nicht trinken reicht nicht. und so ist es, es reicht tatsächlich nicht.

ich passe weiter auf mich auf, vor allem in meinem alltag. das hat mich bis jetzt trocken gehalten und so führe ich ein leben in zufriedenheit ohne den alkohol.
grüße
NNGNeo

Step84
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Re: Risiken im ersten Jahr meiden und dann?

Beitrag von Step84 » 19.08.2019, 11:46

NNGNeo hat geschrieben:
09.06.2019, 00:57
h

auf dem weg zur kasse kam ich dann an einem kühlregal vorbei wo jede menge gekühlte flaschen bier gestanden haben. da ist mein suchtgedächtnis angesprungen. es war an diesem tag sehr warm gewesen und mein suchthirn wollte mir weiß machen wie schön es doch wäre mal wieder ein eiskaltes bier zu trinken. ich bin jetzt schon mehrere jahre trocken, trotzdem zeigt mir das immer wieder das das suchtgedächtnis niemals ruhe gibt, vielleicht eine zeit lang aber es kann jederzeit wieder zuschlagen..
grüße
NNGNeo
Ich glaube es ergeht vielen so! Mir jedenfalls. Ich habe es , wenn ich alleine einkaufen. Nicht immer, aber es kommt vor. Mit der Zeit in Sachen Abstinenz, hat sich bei mir aber so ne Art Routine eingestellt. Es ist schon komisch, fühlt man sich nicht beobachtet(Familie oder Freunde), kommen solche Gedanken. Ich weiß aber auch, wenn ich diese Routine einreißen lasse, kann ich von allem was mir lieb ist ein Foto machen...denn das ware das einzige was mir bleiben würde.
Ich frage mich dann immer sofort, warum mein Gehirn dann gerade sowas ausspuckt! Setzte mich also sofort damit auseinander. Wenn Bekannte mal ein Bier trinken, sag ich einfach das ich Trockener bin. Wird mir das denn zu viel, gehe ich einfach. Ekelig finde ich die Menschen, die genau wissen was ich alles im Suff erlebt habe, mir dann aber trotzdem etwas anbieten.

Aber auch wer Husten hat, sollte etwas genauer auf der Hustensaftflasche schauen. Ist mir nämlich im letzten Jahr passiert, als ich flach lag. War jetzt kein Weltuntergang, aber ich stell mir vor, dass sowas für einige ein Problem darstellen kann.

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