Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Abholen wo einer steht.

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Hartmut
Moderator
Moderator
Beiträge: 15132
Registriert: 13.02.2007, 22:21

Re: Abholen wo einer steht.

Beitrag von Hartmut » 06.02.2020, 10:28

Hallo,

es geht ja hier ums Abholen. Deswegen ein paar Gedanken dazu.
Manche benötigen halt einen oder mehrere Rückfälle, bis sie es doch schaffen.
Nicht jeder Rückfällige säuft sich zu Tode, sondern benötigt halt einen oder mehrere Anläufe.
Stimmt nur was hat das mit einem Selbst zu tun?

Wenn ich einem "Frischling" solche Sätze mit auf dem Weg gebe, öffne ich Tür und Tor, um sein nasses Denken weiter zu leben. Es suggeriert „Ich versuche es mal“ Es ist nun mal so das ein „nasser Alkoholiker“ der trocken werden will, sich meist einen„nassen Weg“ aussucht um trocken zu werden. Im nassen Denken werden alle notwendige Veränderung ausgeblendet, da ein trockenes Verständnis noch gar nicht vorhanden ist.
Trocken denken muss ja erlernt werden.

Und dann frage ich mal in die Runde.
Was passiert eigentlich, wenn er nicht zu Denen gehört die es schaffen? Pech gehabt? Kann passieren? Läuft in Statistik ein? Ich muss zwar keine Panik verbreiten jedoch wird da nicht die Ernsthaftigkeit unterwandert?



@Ela

schön das du dich beteiligst nur wäre es am Thread Thema vorbei. Könntest du nicht dafür einen Thread im Co Bereich aufmachen ?
Da wäre er richtig und du bekommst die Antworten.
ch weiß, bin hier als Co-Abhängige und doch betrifft es auch mich, weil es in mir starkes Unbehagen auslöst und weil ich "vorbereitet" sein möchte, falls es zu einem Rückfall kommt. Wie reagiere ich als Angehörige? Verständnis für einen Rückfall?
Braucht ein Alkoholiker, der trocken werden möchte, dieses Hintertürchen?
Nimmt es den Druck?Ist es vielleicht gar kein Hintertürchen? (ich sehe es so)
Das wäre Off Topic ;-) Danke

Gruß Hartmut

Elly
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1318
Registriert: 25.01.2007, 16:23
Geschlecht: Weiblich
Alkoholiker/in oder Angehörige/EKA: Alkoholikerin

Re: Abholen wo einer steht.

Beitrag von Elly » 06.02.2020, 11:40

Hallo alle!

Man sollte die Rückfälle nicht verniedlichen. Denn jeder, der wieder zum Glas greift, der nimmt sich selbst
den Glauben an sich, es zu schaffen abstinent oder trocken zu werden.

Und bis man wieder durchstartet, kann eine lange Zeit vergehen. Ich schreibe da aus Erfahrung. Jeder
Rückfall hat mich damals derart runter gezogen...

Vielleicht habe ich es am Anfang auch nicht ganz ernst gemeint, mit der Einstellung das wird schon...
Aber jedes kleinste Problem wird dann zum Anlass genommen, wieder zum vermeintlichen Problemlöser
zu greifen.

Man muss sich selbst klar machen, dass man Probleme anders lösen kann. Einen Weg für sich finden
und keine Ausreden mehr.

Mich fragte vor kurzem eine Arbeitskollegin, wie ich es geschafft habe. Meine Antwort verblüffte mich
selbst... "Weil ich unglaublich stur sein kann!"

Und Beharrlichkeit gehört zur Trockenheit einfach dazu!

Und das versuchen wir ja im Grunde hier im Forum zu vermitteln.

LG Elly

Antworten