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Fast ein Jahr nüchtern

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Ohrenbär
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Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 17.05.2020, 15:38

Ohrenbär hat geschrieben:
14.05.2020, 22:06
Hallo zusammen.
Sehr lange lese ich schon hier. Ich bin trocken seit fast einem Jahr. Ich habe eine alkohollastige Ehe verlassen. Mein ex hat mit der Geburt unseres Sohnes vor 14 1-2 Jahren angefangen zu trinken. Vor drei Jahren hab ich mitgemacht. Entzug vor 2 Jahren. Bei der Heimkehr wartete er schon mit seiner Flasche Wodka. 4 Wochen später beendete ich diese Beziehung. Er fuhr mit Hund und Wohnwagen alleine in Urlaub. Ich trank auch wieder. Leider. Bin dann im Oktober 2018 ausgezogen mit Sohn und habe 2019 das erste halbe Jahr hat er mich fertig gemacht. Jugendamt Arbeit Schule vom kind usw. Habe die Hose runtergelassen und im Mai eine ambulante Therapie begonnen. Mit diesem Schritt ging es für mich und meinen Sohn,der auch eine Therapie gemacht hat, aufwärts. Bin seit Dezember wieder im Dienst. Mein Sohn verweigert jeden Kontakt zum Vater. Der zahlt keinen Unterhalt. Kümmert sich nicht. Versucht nach wie vor egoistisch und gemein zu sein. Wir wohnen nicht weit auseinander. Ob er trinkt, weiß ich nicht. November 2018 hat er im Delirium mit grande mal verbracht. Aber er hat kein Problem mit Alkohol.
Ich auch nicht. Nur das er nicht zahlt und sein Kind echt mies behandelt. Das hab ich als Kind nicht gehabt. Meiner war gar nicht da und zahlte auch nicht. Traurig das sich das wiederholt.

Mir fehlt dank Corona die shg. Deswegen suche ich hier den Austausch. Habe auch die Gruppe wegen der Arbeit gewechselt. Nun sind dort überwiegend depressive Frauen. Das ist nicht wirklich meins.

Ich würde mich über einen Austausch freuen.

Gruss der Ohrenbär oder besser Bärin

Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 17.05.2020, 15:41

Ohrenbär hat geschrieben:
16.05.2020, 14:24
Hallo zusammen,



Uns geht's gut. Nur zahlen will er nicht. Ist jetzt schon halbes Jahr krank. Geht schwarz arbeiten nebenbei.
Ich könnte nen Roman füllen. Es macht mich wütend ihn zu sehen. Aber ich trinke nicht. Ich schaffe das auch ohne ihn. Mich ärgert mehr dieses charakterlose Verhalten. Aber auch da bin ich nicht die einzige. Traurig aber war.
Ich bin froh, mich angemeldet zu haben. Das Lesen hat mir schon gut getan. Ich habe auch eine tolle Klinik. Ich habe die helfenden Hände annehmen können und danke jeden Tag.

Da der kv nicht zahlt, werde ich Vollzeit arbeiten so schnell wie möglich. Dann fallen die Gruppen in der Klinik weg.
Da ich von dem geschlossenen Bereich weiß, denke ich das das eine sehr gute Alternative für mich ist.

Ich möchte mein Leben frei und ohne Alkohol verbringen. Und es fühlt sich gut an. All den Druck loszulassen.

Es ist viel passiert. Viel zu lange hab ich meinem Kind weh getan. Und er ist ein toller Junge.

Da ich die erweiterte Pfändung laufen habe und bald scheidungstermin ist, denke ich, dass ich noch einiges fragen und erzählen werde.

Ich würde nur gerne wissen, nach 3 epeleptischen Anfällen und dem Delirium, behauptet er nichts mehr zu trinken. Ich kann mir das nicht vorstellen ohne Klinik und einfach so.

Lieben Gruß die Ohrenbärin

Linde66
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Linde66 » 17.05.2020, 21:00

Hallo liebe Ohrenbärin (toller Name! :) )
Jetzt hat es ja perfekt geklappt mit deinem Thread hier im offenen Bereich!

Lieber Gruß, Linde

Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 17.05.2020, 21:15

Hallo liebe Linde,
Ja hab ein bisschen gebastelt. Aber danke für Deine Hilfe.
Ich lese mal wieder hier. Manchmal schwirren mir viele Fragen im Kopf rum. Warum das alles so kommen musste. Stimmt mich traurig.
Aber ich lese hier, das es fast allen so geht.
Wir waren 17 Jahre zusammen und als das Kind unterwegs war getrennt, weil er es nicht wollte. Vielleicht hätte ich da an der wegeskreuzung schon die Richtung wechseln sollen. Unser Sohn konnte ihm nie was recht machen. Darüber gab es viel Streit. Aber das nachtrauern nützt ja nichts.
Einerseits glücklich, dass ich das alles erreicht habe, manchmal aber auch traurig allein zu sein. Mit 49 ist schon komisch. Auch ein bisschen Angst vor einer neuen Partnerschaft. Bei mir kein Alkohol. Halte mich an die Bausteine.
Gruss Ohrenbärin

Dante
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Dante » 19.05.2020, 11:19

Wahrscheinlich sorgt der näher rückende Scheidungstermin für das Gedankenkarussell.
Schließlich habt ihr ja ein solides Stück gemeinsamen Lebens miteinander verbracht, auch wenn sein Unbehagen in der Kinderfrage deutlich aufzeigt, dass ihr, oder zumindest du, da einer Traumvorstellung hinterher gelaufen seid.

Das ändert aber nichts, die Trennung ist für alle Beteiligten besser, ganz unabhängig von der Sauferei.

Ohrenbär
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Re: Fast ein Jahr nüchtern

Beitrag von Ohrenbär » 19.05.2020, 14:49

Hallo Dante.
Ja das stimmt. Das zeigt sich jetzt sehr deutlich in dem Umgang und der Zahlung Sohn.

Aber auch da ist jetzt die Krankenkasse gefordert. Sie hat Zahlungsverbot bekommen an ihn. Läuft.

Ich denke, wenn die Scheidung ausgesprochen wurde, werde ich abschließen können. Ob er zahlt oder nicht. Ich hab einen vollstreckungstitel und gut.

Auch wenn manches mit runterzieht,denke ich, was hab ich alles geschafft. Das hätte ich vor einem Jahr nicht gedacht. Und heute...

Lieben Gruß ohrenbärin

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