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Er entzieht immer alleine

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

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Jscky
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Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 18.07.2020, 09:21

Hallo,

Vorgestellt hatte ich mich im Vorstellungsbereich. Mein Ehemann ist ein Trinker der seine Sucht verheimlicht und sich sehr dafür schämt. Immer wenn ich einen starken Willen gezeigt habe und es zu einer sehr großen Auseinandersetzung zwischen mir und meinem Mann kam, dann hat er sich in den Entzug begeben, ohne mich darüber zu informieren das er entziehen will. So stand ich oft vor vollendeten Tatsachen und war völlig überfordert mit seinen, leise damit es niemand hört, aggressiven Verhalten. Ein Beispiel. Er hasst Besuch zu Hause, ich wollte Weihnachten hier in der Wohnung mit Kindern feiern, was wir sonst nie gemacht hatten, weil wir immer Rücksicht nahmen. Ich versuchte Kompromisse mit ihm zu finden, doch ein Gespräch war nicht möglich. Als er davon hörte bekam er schon Panik, er wollte pertu nicht mit uns heilig Abend feiern. Er wollte sofort die Trennung und zog sich monatelang ins Schlafzimmer zurück. Das gemeinsame Konto hat er auflösen lassen und ich sah zu wie die Kontokarte schmerzlich vor meinen Augen zerrissen wurde. Ich sah ihn sehr leiden, die Gardinen waren zugezogen. Als meine Mutter verstarb, war es ähnlich er hat alle Verträge der Wohnung gekündigt und auf meinem Namen musste ich alle ummelden.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat er zu Hause am Tag 8 Bier getrunken. Dann bekam er eine Arbeitsstelle und hat den Alkohol mit *bitte keine Medikamentennamen* Schmerztabletten ausgetauscht. Freitags aber hat er noch Bier getrunken, bis er eben volltrunken war. Also so 7 Bier. Donnerstags kam er schon Nervös von der Arbeit und ich bekam das alles ab. Er sagte nie warum oder weshalb, hat mich ja nie informiert wenn er in den Entzug ging. Nun ist der Streit aufgrund seiner Tramalgit Tabletten sehr eskaliert und die Polizei war da. Erneut begibt er sich in den Entzug. Diesmal hat er die Scheidung eingereicht. Die Ehe ist das letzte was uns noch verbindet. Alles ging immer von ihm aus. Ich bin immer ein sehr geduldiger Mensch im Umgang mit meinen Mitmenschen und habe eine hohe Belastbarkeitsgrenze. Ich war oft wütend auf ihn, weil er die Arbeit angefangen hatte und dort Frauen arbeiteten, waren viele Probleme für mich vorhanden. Er war der Hahn im Korb dort, zwischen lauter jungen Mädchen. Auch mit den *keine Medikamentennamen* Tabletten und seinem neuen Handy gab es Probleme. Immer wieder Angst er schreibt mit anderen Frauen. ( Andere Frauen kenne ich nicht in seinem Leben, da er 10 Jahre nur zu Hause war und wir Arbeitslosgengeld II bezogen ging er nie raus).

Er hatte plötzlich ein überzogenes Selbstbewußtsein, sah mich überhaupt nicht mit den ganzen Problemen obwohl ich sie ihm erzählte. Ich versuchte mit ihm zu sprechen, aber er kam meist von oben herab und ich fühlte mich von Tag zu Tag schlechter an seiner Seite. Ich zog mich immer mehr von ihm zurück doch es störte ihn überhaupt nicht, er wurde mir gegenüber immer Abweisender. Meine Angst das er mit Kolleginnen was hat wurde dadurch immer größer. Ich verstand nicht woher das kam, vielleicht von den *keine Medikamentennamen*. Ich machte ihn oft Szenen und fühlte mich an seiner Seite immer kleiner. Hatte auch am 28.02.2020 meine Arbeit verloren. Da ich nicht mit ihm sprechen konnte, fing ich an die Tabletten zu kontrollieren. Denn er arbeitete in einer Apotheke und ich bekam Angst das die Kollegin ihm die Tabletten einfach gibt. Das zog sich lange so hin. Bis eben zum besagten Freitag. Er kam Freitags von der Arbeit, wieder hatte sich die Situation auf der Arbeit geändert und er war in anderen Büro wegen Umzug. Es stellte sich heraus, das sich nichts positives für mich geändert hatte. Sprach mit ihm über Arbeitswechsel, doch er antwortete mir das er glücklich dort ist und sich nichts anderes suchen wird. Aber ich war es ja überhaupt nicht mehr mit seiner Arbeit glücklich, weil er Macht mit Gehalt ausübte. Das interessierte ihn nicht. So gab es Streit, er wusste das ich mir eine Therapie suchte. Am Abend war er betrunken, kam und wollte reden. Doch er sprach mit mir als wäre ich eine Irre, weil ich mir Therapie suchte, er sagte das er tolle Ausbildung gemacht hatte und ich ja das alles nicht hatte. Er machte mich klein und ich war verletzt und weinte. Ich dachte aber das kam vom *keine Medikamentennamen* und hatte Angst das er Alk darauf getrunken hatte. Also sah ich nach im Rucksack morgens um 07 Uhr und wurde schrecklich wütend, obwohl er schlief. Ich wollte ihn zur Rede stellen, die Tabletten behalten und er nahm mir dafür das Handy weg. Dann hatte ich es in der Hand und weil ich Angst bekam drohte ich mit der Polizei und wählte die Nummer. Da würgte er mich und die Polizei war plötzlich am Aparat, während er mich würgte muss ich sie verständigt haben. Ich war aus der Puste und telefonierte mit dem Beamten, der sofort die Mannschaftswagen los geschickt hatte. So ist das alles eskaliert und es läuft eine Anzeige auf Körperverletzung gegen ihn und mich. Am 27.07 soll ich aussagen. Angeblich hat der Beamte meinen Mann eine Scheidung angeraten, deshalb hat er sie eingereicht.

Seit die Polizei hier war, stellte ich dann fest das ich die ganze Zeit seinen Entzug abbekommen hatte. Weil er bei der Arbeitsaufnahme ohne es mit mir abzusprechen in den Entzug gegangen ist. Aber wenn ich ihm das so sage, dann stimmt das alles ja nicht. Er hat den Alkohol mit den Tabletten nur ausgetauscht. Deshalb bin ich so gegen seine Arbeit gewesen und viele andere Faktoren kamen dazu. Ich sagte ihm oft das ich überfordert bin mit der Situation, das ich keine Krankenschwester bin oder Psychologin. Das ich seinen Entzug nicht alleine abfangen kann usw. Das ist ihm alles egal, er macht das immer alleine ohne Hilfe anzunehmen. Die ignoranz, seine Missachtung für mich weil er nie reden wollte und dann auch nicht kann, all das kommen jetzt hoch. die ganzen Verletzungen, wie ich mich gefühlt habe in der Zeit. Das keine Rücksicht genommen hatte als ich Eifersüchtig war, sondern sie noch triggerte. Das ich nicht wahr genommen wurde und er einfach auch nicht reagiert hatte. Das ihm die Partnerschaft zu mir so egal war. Hat er den Urlaub unterbrochen weil der Chef angerufen hatte, wurde das nicht mit mir abgesprochen. Er ging einfach wieder los, hatte zu Hause auch keine Tabletten, die fehlten ihm dann plötzlich, so glaubte ich. Angeblich hat er ja so viele nicht genommen. Aber wie viele er nimmt, das habe ich auch nie mitbekommen. Er ist mir so fremd geworden, seit er die Arbeit hat.

Freitags wollte ich von der Alkoholsucht nichts wissen und ging immer früh schlafen. So bekam ich seinen Trunkenden Zustand nicht mehr mit. Am Samstag dann fühlte er sich meist schlecht. Mein Mann sagt er habe Morbus Cron, eine Magenkrankheit, deshalb braucht er das *keine Medikamentennamen*. Immer bevor er aus dem Hause geht, nimmt er eine Tablette . Er sagt das hilft gegen die Magenschmerzen und den Durchfall. Mein Mann ist großer, ängstlicher Mensch und hatte Jahrelang Sozialphobie. Aber mit den Tabletten ist plötzlich alles möglich.

Mit seinem Wunsch der Scheidung lebe ich jetzt und ich nehme das Ernst. Auf das Schreiben vom Anwalt musste ich reagieren und der Brief ist gestern fertig geworden. Wie es weiter geht weiß ich nicht. In meinem Leben sind so viele Verluste Vor 2. Jahren Sohn ausgezogen, dann 3. Monate später Mama gestorben und der Arbeitsplatzverlust und nun wieder das. Wie es weiter geht weiss ich nicht. Ich liebe ihn noch und versuche die ganze Zeit schon einen Weg zu finden wieder mit ihm zusammen zu kommen. Doch was ich auch versuchte es will einfach nicht werden. Seit der Sohn ausgezogen ist, sind wir mehr getrennt gewesen, als wie zusammen. Verbinden tun uns die Erinnerung an 25. Jahre und die Vergangenheit.
Es fühlt sich alles zerüttet an und mein Leben ist nur noch ein Scherbenhaufen. Meine Kinder sehen mich leiden seit der Sohn auszog und diese Lücke schliesst sich nicht. Was ich auch versuchte, immer wieder erhielt ich Rückschläge. Kündigung, wieder erneute Arbeitsaufnahme, 3. Monate später wieder Kündigung usw. Nun die Kriese mit dem Ehepartner dazu.

Morgenrot
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Morgenrot » 18.07.2020, 10:37

Hallo Jacky,
Ich habe mal bei dir die Medikamentennamen editiert.
Das sind ja schon Hämmer die er da nimmt, gehört immerhin in die Opiatreihe, da liegt dein Verdacht vom Suchtstoffwechsel schon nahe.

Ich erkenne bei dir, ähnlich wie bei mir damals eine gewisse Opferhaltung. Ich habe auch immer gedacht, keiner hilft dir, keiner sieht deinen Rucksack den du mit rum trägst.
Solange solche Gedanken in deinem Kopf sind, kommt niemand. Das habe ich schmerzlich fest gestellt.
Ich habe angefangen nichts mehr zu vertuschen, habe mir für mich Hilfe gesucht.
Ab da hat sich vieles verändert.
Zusätzlich zu einer Therapie kannst du dich auch mal bei der Suchtberatung nach Angehörigengesprächen erkundigen.
Ich liebe ihn noch und versuche die ganze Zeit schon einen Weg zu finden wieder mit ihm zusammen zu kommen.
was liebst du an ihm , und was tust du für ihn um gebraucht zu werden und um deine Lücken zu füllen?
Dein Sohn ist ausgezogen, meiner auch. Er lebt fast 800km entfernt und ich war entsetzlich traurig, ja ich habe getrauert.
Die Lücke die dadurch entstanden ist, mußte ich mir ganz alleine füllen.
Ich saß damals zuhause mit meinem saufenden xy, und habe mich Schritt für Schritt wieder ins Leben geboxt.
Meinem xy konnte ich nicht helfen, Tochter mit Familie lebt auch nicht um die Ecke.
Fang mit Kleinigkeiten an, tu dir was gutes, deinem Mann kannst du nicht helfen.
Der macht jetzt schon deine Therapie nieder und stellt dich als "irre " hin, weil er sehr genau weiß, das es während einer Therapie auch eng für ihn werden kann. Du wirst dich dadurch sicherlich auch verändern. Davor hat er Angst, das du nicht mehr die gut funktionierende CO bist.


lg Morgenrot

lütte69
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von lütte69 » 18.07.2020, 10:40

Hallo Jschky,

willkommen im Forum.
Doch was ich auch versuchte es will einfach nicht werden
ich glaube, dazu passt dieser Spruch:
wenn nichts mehr sein kann wie es war, nichts ist, wie du es dir wünschst, und nichts sein wird, wie du es dir erträumst, ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.

Kannst Du die Scheidung als Chance sehen? Kannst Du ihn los lassen und für dich sorgen, dich umsorgen, so wie du ihn umsorgt hast? Wenn du dir vorstellst, dass Deine beste Freundin deinen Text geschrieben hat, was würdest Du ihr raten?

Schau auf Dich, sorge dafür, dass es Dir wieder besser geht. Alles was ihn betrifft, liegt nicht in Deiner Macht. Das hast Du ja schmerzlich erfahren.

Ich wünsche Dir für Deinen Weg viel Kraft und Geduld.

sonnige Grüße
Lütte

Jscky
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 18.07.2020, 23:21

Naja, mein Exmann ist im Alter von 47 Jahren am Alkohol einsam in einem Obdachlosenasyl gestorben. Ich habe von ihm zwei Kinder und die Trennung nach 10 Jahren Ehe geschafft. Aber meine Kinder aus der ersten Ehe waren so super traurig. Ich sah in Ihre verzweifelten Gesichter und es hat mein Herz so verdammt weh getan. Sie trauerten und liebten Ihren Vater und hatten jeden Tag die Hoffnung im Herzen das er aufhört zu trinken. Bis eines Tages die Polizei vor der Türe meiner Tochter stand und die traurige Mitteilung gab.

Ich wollte das so gerne meinem Sohn ersparen, auch wenn er Erwachsen ist und er lebt im Bayern, wollte ich nicht das er mit ansehen muß wie sein Vater zu Grunde geht an diesen Dingen. Ich kämpfte um jedes Bier das er weniger trinkt und dann plötzlich fängt er mit Tabletten an. Wenn ich gewußt hätte das sich das mit seiner neuen Arbeit alles so entwickelt, dann hätte ich niemals so viel Druck auf den Ehemann der immer nur auf dem Sofa lag ausgeübt. Ich wollte das es ihm gut geht, aber mir sollte es dabei auch gut gehen. Er war plötzlich den ganzen Tag aus dem Hause und ich übernahm all seine Aufgaben im Haushalt. Mein Therapeut sagte mir das er seit dem er die Arbeit angefangen hatte nicht mehr zugänglich war, Wodurch auch immer, er reagierte nicht darauf das ich weinte usw. Das ich mit der Situation unglücklich war das er so lange Zeit aus dem Hause war. Ich bin schwerbehindert mit 50 Prozent und kümmerte mich ganz alleine um eine 4. Raumwohnung. Dazu kam das er mit der Arbeitsaufnahme krank wurde. Er lässt mich jetzt auch mit allem alleine hängen und ich will auch seine Hilfe nicht annehmen. In der momentanen Situation wirkt alles auf mich viel und überfordernd. Aber normal denke ich. Ich habe noch 2 große Papageien um die ich mich kümmere.

Er bekam eine chronische Nasenschleimhautentzündung und chronische akute Rachenentzündung. Ich habe aber immer noch das Gefühl, das es vom Alkoholentzug kam. Jedes Wochenende lag er flach und ließ sich von mir gesund pflegen. Am Montag ging er wieder zur Arbeit und alles war gut. So kam ich auch nicht dazu mich mal am Wochenende zu erholen. Ich kümmerte mich um die Enkelkinder und Familie. Pflege den Vater und habe eine kleine Putzstelle. Das alles wollte ich nicht aufgeben, merkte aber das es oft zu viel war. Der Mann reagierte nicht auf mein bitten kürzer zu treten oder sich eine Arbeit in der Nähe zu suchen. Ich war plötzlich das heimchen am Herd, das ich nie sein wollte. Aber da wurde ich nicht nach gefragt und er übernahme keine Aufgaben mehr hier zu hause. Jede Kleinigkeit blieb an mir hängen. Ich suchte nach Arbeit verzweifelt und brauchte Zeit dafür und merkte wie mir an manchen Tagen alles über den Kopf gewachsen ist. Mein Mann wollte nicht das ich mir Arbeit suchte.

Die einzigen Kontakte die er immer hatte, waren ich und seine Mutter. Alle anderen haben ihn schon verlassen. Das Alkoholproblem liegt in seiner Familie, die Brüder treffen sich schon lange nicht mehr weil sie sich immer gegenseitig unter den Tisch getrunken hatten. Er wird ganz alleine sein und bleiben

Den Brief an den Rechtsanwalt habe ich heute abgesendet und ich weinte stunden. Ich lasse doch schon so lange los, aber der Schmerz will nicht weniger werden. Freitags wollte ich von seinem Alkohexzessen nix wissen. Ging sehr früh schlafen und suchte immer Lösungen nicht damit konfrontiert zu werden. Ich zählte schon lange nicht mehr seinen Konsum und auch mit den Tabletten versuchte ich mich heraus zu halten. Ich kannte ihn nicht seinen Konsum. Er sprach nicht mit mir darüber, aber ich merkte das er eben nicht mehr mein Ehemann war. Unsere Ehe erkläre ich als gescheiter und zerüttet an. Da gibt es kein zurück für mich mehr. Er hat seine Entscheidung getroffen und ich ziehe nach. Ich denke nicht das er bereit sein wird etwas zu verändern.Er wird den Entzug niemals schaffen, ich wollte am 18.08.2020 in die Reha fahren für 3. Wochen. Da bin ich dann erstmal ganz weg von hier.

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Jscky
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 18.07.2020, 23:31

Ich liebe an ihn, seine Fürsorgliche Art. Er hat alle immer bekocht und für das leibliche Wohl gesorgt und das war ihm immer wichtig. Seine Aufgabe länger als 10 Jahre lang. Er bewirtete wenn er es konnte die Gäste. Meist zog er sich zurück, denn Menschen und Besuch waren nie sein. Seine Eltern hatten ihn vor Besuch immer weg gesperrt und wie ein kleiner Junge, sperrt er sich selbst immer noch selbst weg.

Er hatte ja immer alleine entzogen und ich sah in leiden, dann dachte ich manchmal das er eigentlich ja auch einen starken Willen hatte. Aber eben nie ausreichend um es wirklich zu lassen, weil der Weg es ganz alleine auf meinem Rücken zu entziehen der falsche war. Ich steckte ihm Prospekte zu und bot jede Hilfe an von Ananonymen Alkoholiker usw. Er nahm die Hilfe nie an.

Loslassen tut weh, seit er die Arbeit angefangen hatte, weine ich viel. Das loslassen fällt mir sehr schwer, ich bin ein Klammeraffe und gebe nie so leicht auf. Aber mit Tabletten usw. will ich nix zu tun haben. Ich weiß nicht ob er seit dem Streit noch welche nimmt, ich sehe nicht ob er weiter den Alkohol entzieht. Geht mich seit der Scheidung auch nix mehr an. Ich distanziere mich von ihm, obwohl das schwer hier in der Wohnung ist, weil er im Wohnzimmer als Durchgangszimmer ist. Ich bin im Büro und Schlafzimmer. Mein Sohn wohnt auch 800 km weit weg. Ich sehe ihn nicht oft und wir telefonieren nur selten. Er will das nicht so und hat aber jetzt eine neue Freundin und zieht bald näher an mich heran.

Jscky
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 18.07.2020, 23:47

Jscky hat geschrieben:
18.07.2020, 23:31
Ich liebe an ihn, seine Fürsorgliche Art. Er hat alle immer bekocht und für das leibliche Wohl gesorgt und das war ihm immer wichtig. Seine Aufgabe länger als 10 Jahre lang. Er bewirtete wenn er es konnte die Gäste. Meist zog er sich zurück, denn Menschen und Besuch waren nie sein. Seine Eltern hatten ihn vor Besuch immer weg gesperrt und wie ein kleiner Junge, sperrt er sich selbst immer noch selbst weg.

Er hatte ja immer alleine entzogen und ich sah in leiden, dann dachte ich manchmal das er eigentlich ja auch einen starken Willen hatte. Aber eben nie ausreichend um es wirklich zu lassen, weil der Weg es ganz alleine auf meinem Rücken zu entziehen der falsche war. Ich steckte ihm Prospekte zu und bot jede Hilfe an von Ananonymen Alkoholiker usw. Er nahm die Hilfe nie an.

Loslassen tut weh, seit er die Arbeit angefangen hatte, weine ich viel. Das loslassen fällt mir sehr schwer, ich bin ein Klammeraffe und gebe nie so leicht auf. Aber mit Tabletten usw. will ich nix zu tun haben. Ich weiß nicht ob er seit dem Streit noch welche nimmt, ich sehe nicht ob er weiter den Alkohol entzieht. Geht mich seit der Scheidung auch nix mehr an. Ich distanziere mich von ihm, obwohl das schwer hier in der Wohnung ist, weil er im Wohnzimmer als Durchgangszimmer ist. Ich bin im Büro und Schlafzimmer. Mein Sohn wohnt auch 800 km weit weg. Ich sehe ihn nicht oft und wir telefonieren nur selten. Er will das nicht so und hat aber jetzt eine neue Freundin und zieht bald näher an mich heran.
Dazu kommt, das ich seit meinem 17 Lebensjahr nix anderes gemacht hatte als wie Kinder erzogen. Ich war nie ganz alleine, so einsam wie ich mich jetzt im Moment fühle, war ich nie in der Wohnung. Klar ich habe die Kinder die anrufen, aber am Tage ist und war hier niemand. Ich spreche manchmal den ganzen -Tag mit niemanden ein Wort. Kenne das so auch gar nicht, es war immer jemand da und um mich herum.

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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von ideja » 19.07.2020, 00:07

Hallo Jacky,

wie wäre es wenn du dir einen Hund anschaffen würdest? Magst du Hunde?
So wärest du nicht allein, musstest du auch hinaus gehen, spazieren mit Hund...Für den Anfang des Alleinseins ;)

lG ideja

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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 19.07.2020, 09:04

Hallo Ideja,

Danke für den Tip. Nein, das wäre mir zu gefährlich, weil ich Papageien habe geht das nicht. Sollte man jedenfalls nicht machen. Ich fahre in die Reha und dann gehen Kurse für mich los. Mit der Selbständigkeit soll es voran gehen.

Ich habe die Selbständigkeit, einen Büro- und Schreibservice im Mai eröffnet als Gewerbe. Ich habe eine Beratungsstelle die mich dabei unterstützen will. Ich bete zu Gott das ich hier vielleicht etwas Glück habe. Meine Töchter wollten gerne dabei sein und man könnte ein Familienunternehmen später draus machen. Ich fahre Mitte August in die Reha und im Anschluß habe ich Kurse belegt, die mich unterstzützen bei Werbung und Marketing. Ich habe schon viele Vorbereitungen getroffen. Einen Businessplan erstellt und die Beratungsstelle hilft dabei einen Finanzplan zu erstellen. Wenn ich auf dem ersten Arbeitsmarkt kein Glück gehabt habe dann vielleicht dort. Ich wünsche mir so sehr eine Arbeit, das wollte ich schon immer. Aber ich hatte nie Glück auf dem ersten Arbeitsmarkt. Mein Ehepartner schon, die Arbeit hat ihm immer vom trinken abgehalten, er trank dann in der Woche nur 3. Bier früher und am Wochenende dann aber viel mehr. Er wurde dann immer aggressiv und stenkerte herum. Das ist heute noch so geblieben.

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