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Er entzieht immer alleine

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

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Jscky
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 25.07.2020, 14:56

Hallo,

was ich mir bezüglich seiner Arbeit von ihm gewünscht hatte war die Stundenanzahl zu reduzieren. Weil ich das hier mit der Wohnung und dem alleine sein nicht so schaffe. Ich bin stark Sehbeeinträchtigt und das macht sich im Alltag bemerkbar. Ich habe mir gewünscht das er mich fragt ob ich das schaffen kann oder mir was zu viel wird. Die Frage was zu viel wird, das man da hätte mal Abhilfe schaffen können. Doch immer wenn ich was nicht so gemacht hatte wie er wollte oder schon ein falsches Wort gesagt habe, dann hat er mich alleine gelassen. Noch mehr, einfach alles hin geworfen und gebockt. Seine Mutter fand das richtig so. Sie sagte du weist doch das er nichts mehr macht wenn du was sagst. Also so gehts aber nicht, ich fühlte mich erpresst. Machst du was ich sage helfe ich dir, wenn nicht dann lasse ich alles liegen. Auf Deutsch halte die Fresse und gehorche. Er wusste das ich eh schon überfordert war und lässt mich dann erstrecht im Stich. So habe ich es empfunden. Natürlich bin ich zum Schluss auf dem Zahnfleisch gegangen. Meine Batterie ist genau deshalb lehr.

Ich habe mir gewünscht das er die Arbeit schafft ohne diese Tabletten und wenn er sie nimmt das er zu mindest mal irgendwas mit mir bespricht damit ich etwas vorbereitet bin auf die Schübe oder sonst was da kommt. Er hat mich platt gemacht mit überzogenem Selbstbewußtsein überollt und überfahren und übergangen. Nichts mehr wahr genommen von mir. Nur er zählte und war präsent. Über seine 'Arbeit haben wir stundenlang geplaudert. Über meine Probleme mit ihm nie.

Ich habe mir gewünscht, dass er in Home Office geht. Doch er sagte mir er wollte das nicht. Dann wären viele Probleme aus der Welt geschafft. Er hätte keine Tabletten gebraucht und müsste nicht mit der bei uns ständig überfüllten Bahn fahren. Das ist sein Problem, das schafft er auch nicht und deshalb die Tabletten auch schon am frühen Morgen. Ich habe mir gewünscht das er sich eine Arbeit hier in der Nähe sucht. Doch als ich das fragte sagte er nur ich suche mir nix neues. Er wollte mir einfach mit nix entgegen kommen und bemühte sich einfach nicht darum. Fotos von der Arbeit nix durfte ich sehen. Wegen Datenschutz, alles wurde mir verheimlicht. Ich durfte ihn nicht abholen von der Arbeit nix. Am Anfang drohte er mir er sucht sich da ne neue im Streit. So habe ich da schon jedes Vertrauen verloren. Er bemüht sich um nix, aber alles soll sich um ihn drehen.

Ja und er hat ein großes Problem mit Verantwortung. Er übernimmt sie für die Vögel nicht, für die Kinder nicht. Er wollte sie nicht haben sagt er immer wenn ich sage er hat da seine Pflichten. Davon will er nix wissen.

Ich habe mir gewünscht das er mich einfach mal fragt ob ich das Leben noch so will mit der neuen Arbeit. Ich hätte irgendwie gespürt das ich ihm noch wichtig gewesen wäre. Früher als er zu Hause war, durfte ich keinen Arztbesuch ohne ihn machen. Jetzt vermisste ich ihn überall dort und er kam dann mal mit zum Zahnarzt dann hat er gleich ein Fass aufgemacht, als hätte er sonstwas für mich getan. Er wollte mit zum Beratungsgespräch, ich sagte gleich, wenn er Tabletten nimmt, dann will ich mit ihm nicht da hin. Also musste er den ganzen Tag frei nehmen, weil es auf der Arbeit ohne Tabletten nicht geht. Die Beraterin vom der Selbständigkeit lernte er kennen, Am Abend als er mich so runter putzte im besoffenen Kopf wollt er mir die Beraterin schlecht reden. Von wegen sie hätte ja sehr die Augen verdreht weil ich von den Kindern erzählte. Sowas eben alles, also Unterstützend war seine Anwesenheit nicht dabei.

Ich schreibe so viel von ihm, weil ich viel verarbeite einerseits und es mir den Stress raus nimmt, dem ich mich gerade hier etwas ausgeliefert fühle. Verlustangst macht mir Stress, immer wieder geht es noch darum das ich mich verlassen und zurück gesetzt fühle wenn er zur Arbeit geht. Ich mich gezwungen fühle mit seiner Arbeit zu leben, weil ich eben nicht gefragt werde oder er mir nicht das Gefühl gibt noch wichtig zu sein für ihn. Immer wieder die Angst das er in eine Kollegin verliebt ist, seit er dort überhaupt angefangen hatte. Denn so benimmt er sich. Aber wenn ich ihn frage, kommt auch keine Antwort und er lässt mich im Unwissen oder es kommen aggressive Antworten die nicht ehrlich klingen.

Ich habe nicht gewußt das sich das so entwickelte als er dort angefangen hatte zu Arbeiten ja und oft wünschte ich mir er wäre zu Hause geblieben. Dann wäre er nicht so krank mit seinen Atemwegen und ich müsste nicht so hilflos zu sehen. Doch wer will nicht reden oder hören was ich dazu zu sagen habe. Meine Meinung ist hier unwichtig. Das ist nicht nur jetzt so, sondern schon immer so. Aber jetzt habe ich das Gefühl nicht mehr damit leben zu können.

Ich war heute auf dem Sportplatz und Einkaufen, versuche den Tag gut für mich zu gestalten, denn morgen kommt der Papa, dem muß ich die Haare schneiden und mit ihm zur Bank, weil er die Karte verloren hat.

Mein Ex versuchte gestern mit mir zu sprechen. Doch betrunken wollte ich nicht mit ihm reden. Er wollte über Scheidung sprechen und der Aussage der Polizei am Montag. Ich habe klar gesagt das können wir am Sonntag machen. Da muss er wieder nüchtern sein wegen der Arbeit. Ich schrieb ihm stattdessen eine Mail und sagte das ich unglücklich darüber bin das er am Freitag sich immer betrinkt, das ich deshalb früh ins Bett gehe. Ich sagte ihm auch das ich Angst habe mit ihm zu sprechen, weil er mein Schreiben provoziert und dann mir vorhält das ich schreie. Immer dann wenn ich mit ihm reden will reagiert er so. Ich schrieb das eine Ehe ohne sein dazu tun nicht funktionieren kann und wenn er nicht gewillt ist an sich zu arbeiten, das sie dann nicht funktionieren kann. In der Hoffnung noch damit meine Ehe zu retten schrieb ich das. Ich bekam auf Schreiben nie antworten und heute wirkt er nervös und läuft an mir unruhig vorbei. Ich weiß nicht ob er diese Zeilen gelesen hat. Wenn ich sonst in Whatsapp schrieb, dann war er noch zugänglicher. Vielleicht mit den Mails auch.

Egal, es ist am Sonntag der letzte Versuch was zu regeln von meiner Seite aus. Ich denke nicht das wir irgendwann noch ein mal zusammen finden werden. Er fühlt sich zu wohl mit all diesen Dingen so um ihn herum. Das ich an seiner Seite, mit der neuen Arbeit so viel um ihn weinte, hat ihn nichts ausgemacht. Er will sich keinen anderen Job suchen, mit dem ich vielleicht besser klar gekommen wäre. Das sagt doch schon alles aus. Da brauche ich nicht mehr herum zu Eiern. Er mußte sich auch ein neues Handy zulegen mit der neuen Arbeit. Er hatte nun eins, wo alles funktionierte und er hatte das erste mal Whatsapp. Er ließ mich immer im ungewissen was er da macht und wenn ich fragte wurde alles geheim gehalten. Ich hatte immer mehr Angst das er mit anderen Frauen da schreibt oder sich verliebt hatte. Weil ich ja keine Antwort bekam. Nur ich würde ja spinnen oder so. Wenn er mich sah Whatsapp schreiben, fragte er oft mit wem ich schrieb. Ich war immer offen und ehrlich und zeigte ihm was er sehen wollte. Mit dieser Ungerechtigkeit, das er es nicht tat, kam ich schon nicht klar. Egal, ich war ihm gegenüber immer fäir und kann mir nix vorwerfen.

Es hilft mir schon das so aufzuschreiben. Ich bin dadurch sehr ruhig und auch nicht mehr wütend, aber meine Allergie fing an. Am Montag muß ich zum Arzt udn die Reha will ich für mich ganz alleine nutzen. Ich will spaß und Freude mit anderen Menschen haben und freue mich auf Gesellschaft beim Essen und auf den Sport und die vielen guten Behandlungen. Natürlich will ich auch versuchen mit Psychologen was zu klären.

Aurora
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Aurora » 25.07.2020, 20:07

Hallo Jacky,

egal ob mit Alkohol, Pillen oder gar nix von allem - dein Mann benimmt sich wie die Axt im Wald. Und er ist schwer krank, abhängig von Suchtstoffen und körperlich ein Wrack. Aber - du kannst nichts dafür und du kannst ihm da nicht helfen. Ja, du kannst ihm Sauerstoff geben oder so. Aber mehr auch nicht! Er braucht professionelle Hilfe, von Ärzten. Aber - er will das nicht! Und das ist das schwerste überhaupt! Sowas zu akzeptieren. Also dass er eben keine Hilfe haben will. Er will nicht zu Ärzten und er will saufen und Pillen nehmen. Wie er arbeiten kann ist mir ein Rätsel... vielleicht ist das ja auch nur alles eine Lüge, mit seiner Arbeit... sorry, das ist jetzt reines Hirngespinnst von mir. :oops: aber er tut ja so geheimnisvoll :roll: . Ich lehn mich damit weit aus dem Fenster und kann weder hellsehen noch sonstwas. Es kommt mir nur so unheimlich komisch vor alles.

Das, was du über eure Ehe schreibst, hört sich von Anfang an nicht wie eine schöne Beziehung an.

Ich finde es echt gut, dass du dein eigenes Leben in die Hand nimmst. Das ist nicht einfach und es ist mutig, dass du es trotzdem machst!

Lieber Gruß
Aurora

Jscky
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 25.07.2020, 23:04

Hallo Aurora,

da hast du vollkommen Recht. Die Trennung vom ersten Ehemann, der im Alter von jungen 47 Jahren jämmerlich am Alkohol gestorben ist. Die Trennung von ihm war der Horror für mich. Überall stalkte er mich und es kam zu sehr schlimmen Exzessen. Die Angst das es erneut so eskalieren würde hat mich oft davor zurück gehalten mich zu trennen.

Ich war heute sporteln, dann einkaufen für die Papageien gab es Seile im Angebot. Dann habe ich mich mit einem guten Frühstück verwöhnt so richtig mit gekochten Ei und so. Aber es viel mir nicht leicht im Entdefekt alleine am Tisch zu sitzen ist noch schwierig. Ich zockte ne Runde Switch und kümmerte mich nicht weiter um den Ehemann, den ich ab und zu mal durchs Zimmer huschen sah. Plötzlich war es 16 Uhr. Ich versorgte meine Papageien und mich mit einem schönen Mittagessen und Kaffee im Anschluß. Die Vögel bekamen Freiflug und ich versuchte mich mit ihnen zu beschäftigen. In meiner momentanen Situation echt schwer mich auf sie zu konzentrieren. Das merken die Vögel auch, es sind Blaustirnamazonen. Sie machen viel Arbeit und es war ja auch nie gedacht das ich das alles mit ihnen alleine Stämme.

Meine Enkelin hatte heute Geburtstag, sie ist aber vereist. Da habe ich ihr heute das Kinderzimmer pikobello mit ganz viel Liebe aufgeräumt. Weil ich in der Wohnung meiner Tochter nach dem rechten sehen musste Post und -Blumen versorgte. Ich duschte dann und es gab Abendessen. Vögelei ins Bett gebracht usw. Jetzt schreibe ich hier.

Ich habe das zwar alles gemacht, aber es begleitete mich viel Traurigkeit und Antriebslosigkeit. Der Enkelin das Zimmer aufzuräumen machte mir Freude, denn sie ist 12. Jahre alt und die Ordnung halten fällt ihr schwer. Ich bin die einzige die ihr Zimmer aufräumen darf.

Ich überlegte die ganze Zeit was mir jetzt spaß´machen würde. Aber da gab es einfach nix was mir einfallen wollte. So alleine ist doof den ganzen Tag. Switsch spiele ich ja gerne, aber immer alleine macht auch keinen Fun wenn man das Hobby nicht so teilen kann. Egal, hauptsache man macht was und hängt nicht nur herum. Egal wie es sich erstmal anfühlt.

Jscky
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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 26.07.2020, 17:56

Hallo,

ich habe schon seit längerer Zeit ein Schwächegühl in den Beinen. So negative Gedanken, wie ich breche gleich zusammen oder so und das fühlt sich dann gleich so an. Heute war es wieder ähnlich.

Mein Papa war da, er sorgte so ziemlich für einen Stressigen Tag. Erst wollte er gar nicht kommen, dann doch aber wollte dann auch sofort los. Ich hatte gesagt das ich ihn zum Mittagessen einplante. Er kam früher als erwartet und ich war gerade dabei die Papageien zu duschen. Er schälte die Kartoffeln und meckerte und ich die Schmorgurken. Er machte Druck und sagte er will gleich wieder weg. Seinem Hund gehts nicht gut. Also kochte ich ihm Kaffee brachte ihm die Zeitung und machte das Essen fertig. Er hatte seine Kontokarte verloren, nach dem Essen also gleich onlinebanking abgecheckt das ging nicht. Nach dem Essen dann zur Bank gegangen und wir verabschiedeten uns. Ich habe gedacht na machst nen Spaziergang nach Hause holst dir erstmal noch ein Eis. Dann lief ich gemütlich nach Hause. Aber die ganze Zeit über qüälte mich dieses Schwächegefühl im Bein und wie verspannte Muskeln am Knie so in der Art.

Mein Ex war freundlich zum Papa. Das ist ja mal eine Seltenheit, sonst sprechen wir nicht miteinander. Er suchtet nur am Handy herum. Ich legte mich schlafen, wollte Kraft tanken und dann probierte ich kurz eine Sportapp aus. Werde nun Fotos sortieren und mich mit Hobbys befassen. Ich hatte mir ein video angesehen über Ex zurück gewinnen. Es war ein sehr gutes Video und ich weiß schon was zu tun ist. Genau das habe ich heute gemacht. Ob zurück erobern oder nicht, hängt eh nicht von mir alleine ab wie es endet. Ob mit oder ohne ihn irgendwie wird man wieder glücklich werden. Morgen müssen wir zusammen zur Polizei aussagen wegen der Körperverletzung. Wir gehen zusammen da hin, damit ich mir sicher sein kann, das er auch wirklich zurück zieht und ich gemeinsam im gegenseitigen Einvernehmen oder so. Ich vertraure ihm da nicht, ich ziehe meine Anzeige zurück und er lässt sie gegen mich laufen. Ne, ein Schriftstück kann er mir nicht geben und das würde mir glaube ich nix nutzen. Dann besser so, etwas aufgeregt bin ich und Angst habe ich. Gleichzeitig kommt der Elektriker weil der Lichtschalter defekt ist. Ich komme unter Zeitdruck. Ich werde auf dem Weg dorthin nicht mit ihm sprechen. Warum sollte ich noch reden mit ihm. Er wird schon von selbst kommen müssen wenn er reden wollte.

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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von Jscky » 29.07.2020, 21:24

Hallo,

vorgestern waren wir bei der Polizei, im Gegenseitigen Einvernehmen haben wir die Aussage verweigert und die Anzeigen auf Körperverletzung wurde zurück gezogen. Was ich nicht verstanden habe war, das der Partner vorher seinen Rucksack auf dem Tisch ausgepackt hatte. Die Tablettenpackungen waren lehr. Er ließ sie dort auch noch lange liegen, während wir am Tisch gemeinsam zum Frühstücken gesessen hatte. Es war als ob er mir sagen wollte das er sie nun nicht mehr nehmen will. Er hatte sich Urlaub genommen und reparierte einige Dinge. Am Abend liefen wir sogar spazieren zusammen. Gestern ging er wieder arbeiten und wir redeten kein Wort miteinander. Alles war getrennt wie die Tage zuvor auch.

Heute kam ein Brief vom Anwalt und ich fragte ihn was der Anwalt denn wollte. Er sagte mir der Anwalt wollte Geld und es wäre ja meine Schuld, weil ich immer so keifen würde. Ich sagte ihm das es nicht alleine meine Schuld wäre, alles andere blockte er weg, wollte er wieder nicht hören. Ich sagte vorgestern haben wir nur über seine Sorgen geredet und wenn ich über meine mit ihm sprechen wollte, dann soll ich immer die Schnauze halten. OK, ich habe alles sacken lassen, ging dann erneut hin, sagte das es mir leid tut das der Anwalt so viel Geld wollte. Er antwortete dann ja da wird auch noch mehr Geld fordern, was ich denn denken würde was ich getan hätte. Ich sagte das die Entscheidung die Scheidung einzureichen seine war und er das nicht auf mich abwälzen bräuchte. Er kann sie immer noch zurück ziehen und bestimmt was der Anwalt bekommt. Ich hatte 3. mal in gebeten damals schon sie zurück zu ziehen. Er wollte das ja nicht.

Verdammt er ist verbal so sehr aggressiv und noch schlimmer Abweisend als wie sonst. Ich sagte ihm das ich zu ihm freundlich bin die ganze Zeit, aber er sieht mich als Feindin. Ich glaube er reduziert die Tabletten oder irgend etwas ist da im Busch, das er so aufbrausend und gereizt ist. OK; die Rechnung kränkt ihn. Er übernimmt die ganze Zeit schon einfach nicht die Verantwortung für sich, wie kann er die Verantwortung für eine Partnerschaft als Suchtkranker tragen? Er sieht mich immer noch nicht und ich sagte ihm das ich mich ungeliebt von ihm fühle. Das er mich immer weg schickt von sich. Dafür kann ich nicht. Ich sagte du siehst in mir seit langer Zeit nur eine Feindin, die die Arbeitsstelle weg nehmen will. Ich aber seine Ehefrau gerne gewesen wäre. Naja, ein Wort ergibt da das andere. Die Situation hat sich nicht entspannt hier.

Ich habe aber morgen einen ersten Arbeitstag in einem Kaffee. Verdiene nicht viel dort, aber es ist ein kleiner Anfang. Probearbeit ich habe - edit, bitte keine realen Namen - davon erzählt. Etwas Ablenkung und ich komme raus und freue mich auf die neue Aufgabe. In einem Kaffee habe ich noch nie gearbeitet. Der Chef ist nett. Ich darf da auch mit der Gitarre spielen und singen. Das wollte ich schon immer machen, aber da mein Mann - edit - das nie wollte, habe ich es auch nicht gemacht. Ich habe auch die Antwort erhalten das ich mit einem Taxi zur Reha fahren kann. So bin ich da auch sorgenfreier. Ich versuche mein Leben in den Griff zu bekommen. Jeden Tag schreibe ich Bewerbungen auf dem ersten Arbeitsmarkt und mache trotzdem noch das mit der Selbständigkeit. Suche eine Wohnung, meine Kinder haben mir heute geschrieben, das sie sehr stolz auf mich sind. Das hat mich sehr gefreut, obwohl mein Herz so traurig ist und ich heute an mir selbst zweifelte, weil ich zu dumm bin diese Partnerschaft zu führen oder zu halten wie auch immer. Ich weiß ich habe keine Schuld, ich spüre das mein Selbstwert am Boden ist und all das.

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Re: Er entzieht immer alleine

Beitrag von lütte69 » 30.07.2020, 08:52

Hallo Jacky,

ich weiß, dass Loslassen nicht leicht ist, aber wenn ich Dich so lese, ist das Deine einzige Alternative, wenn Du nicht untergehen willst. Er will diese Partnerschaft/Ehe nicht mehr. Ich glaube, es macht Dein Leben leichter, wenn Du das akzeptieren kannst. Vielleicht kannst Du es ja auch als Chance für Dich sehen. Du hast diese elenden Diskussionen nicht mehr, Du musst Dich nicht mehr um ihn kümmern, sorgen, Du bist nicht mehr Schuld an irgendwas...... Du kannst für Dich neu durchstarten und wieder frei atmen. Da sind doch einige Lichtpunkte in Deinem Leben, die nichts mit ihm zu tun haben und daran kannst Du Dich doch festhalten.

sonnige Grüße
Lütte

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