Delirium oder auch Delir

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.

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vanillivi
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Delirium oder auch Delir

Beitrag von vanillivi » 12.06.2005, 18:01

Delirium; was bedeutet das eigentlich?!
Ihr habt sicher schon oft das Wort "Delir" oder "Delirium" hier gelesen.
Ich weiß leider nur zu gut aus eigener Erfahrung was es bedeutet.
Wenn ich früher mal etwas von "weißen Mäusen sehen" gelesen oder gehört habe, habe ich sicherlich aus darüber "gegrinst", aber zum Lachen ist es weiß Gott nicht!!

soul42
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Beitrag von soul42 » 12.06.2005, 22:44

hallo,

DIESER artikel ist schon mal EINE sache, die mich vom trinken mehr als abhält, ich bin heilfroh, in kein delirium gekommen zu sein..

lg soul

lydia

Entzug alleine zuhause ???

Beitrag von lydia » 15.01.2006, 11:09

Hallo, guten morgen,

habe einen Quartalstrinker, der gerade seit 5 Tagen
trinkt. Ich habe das bereits Mal bei ihm erlebt. Es
dauerte zw. 5 u.8 Tagen in denen er Literweise "Markennamen entfernt" und Wein trank.
Jetzt kommen die nächsten 2, 3 oder vier Tage in denen ich sehe wie sein Zustand sich verschlechtert
insgesamt verschlechtert.
Er bat mich heute morgen ihn zu Tankstelle zu fahren, er schaffe es nicht mehr. Ich habe gelernt dies nicht zu tun. Daraufhin sagte er: ich könnte auch sterben...-Ich habe gesagt ich helfe Dir weg vom Alkohol nicht aber diesen zu besorgen.
Ich habe Angst das ihm was passiert, denn er formuliert es so:ertrinkt sich herunter um der Gefahr des Delirs zu entgehen.
Wenn er nun (dies ist das erste Mal seit wir zusammen wohnen -1 Jahr - erlebe es also direkt mit) wirklich nicht mehr zum kaufen laufen kann,
mach ich dann etwas falsch wenn ihn nicht fahre,
könnte der Entzug zumTode führen. Und wie schnell geht das, hat man noch Zeit einen Arzt zu rufen und schließlich wie kann ich die Ernsthaftigkeit der Situation einschätzen?

Bitte schreibt mir,denn jetzt weiß ich nicht wie ich
mit der Situation die noch kommt umgehen kann.

Gruß Lydia

Karsten
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Beitrag von Karsten » 15.01.2006, 11:19

Hallo lydia,

wenn man regelmäßig viel Alkohol trinkt, kann es passieren, dass man in ein Delir kommt oder einen Krampfanfall bekommen kann, was auch tödlich verlaufen kann.

Das kann aber ebenso passieren, wenn der Körper nicht genug Alkohol bekommt, also beim runtertrinken.

Einen Arzt zu rufen, wäre das Richtige, weil ein Alkoholiker diese Angst der Angehörigen auch gerne ausnutzt, um so an seinen Alkohol zu kommen.
Wenn er jetzt aufhören will, kann sich das schnell ändern, wenn er wieder eine Flasche vor sich hat.

Leider kann man es auch nicht sehen, ob jemand in ein Delir fällt oder einen Krampfanfall bekommt. Wenn man, wie Du es scheinbar, unerfahren in solchen Dingen ist, hat man keine Reaktionzeit. Der Arzt ist ja dann auch nicht gleich da.

Ich würde mit ihm reden, ob er denn aufhören möchte und dann einen Arzt rufen.
Dann hast Du für ihm das getan, was Du tun konntest.

Überdenke bitte auch mal Dein Leben, wenn Du weißt, dass er Alkoholiker ist.
Willst Du so mit ihm leben?

chrissyta
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Beitrag von chrissyta » 15.01.2006, 11:23

hallo lydia,

ein delir tritt ganz plötzlich auf, das kündigt sich vorher nicht an. es ist richtig, dass man an einem delir sterben kann, aber nciht muss. wenn dein freund derart schlimme entzugserscheinungen hat solltest du ihn nicht zur nächsten tanke fahren sonder gleich ins krankenhaus. wenn man diese möglichkeit nicht hat ist bei schlimmen entzugserscheinungen ein schluck alkohol eine möglichkeit dem delir vorzubeugen, allerdings nur als notmassnahme.

da du ein auto zur verfügung hast sage ihm du bringst ihn nicht zur tanke sondern zum arzt oder ins krankenhaus damit ihm geholfen werden kann. wenn er das nicht will, dann will er nicht aufhören mit trinken. hier musst du dann selbst entscheiden was du tust.

lg
chrissyta

lydia

Beitrag von lydia » 15.01.2006, 12:03

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Ein Arzt oder Krankenhaus ist für ihn der Teufel. Er würde sich
mit letzter Kraft wehren.
Dasweiß ich aus Erzählungen von ihm und seinem
Umfeld.
Er hatte wohl vor mir eine Freundin die sich mit diesem Thema besstens auskannte und ihm beim
runtertrinken half.
Auf die Frage ob ich weiter mit ihm zusammenbleiben möchte kann ich nur sagen, ja schon, aber nicht so. Ich hatte blöderweise geglaubt, nachdem er seit einem Jahr nichts getrunken hat, er hätte das im Griff. Das hab ich aber bereits 5 mal gedacht........
Obwohl ich jetzt gelesen habe, das wenn man jemand vor die Konsequenz stellt ich oder der Alkohol (Therapie oder Hilfe) und er dann was unternimmt, es nichts nützt, weil er dies nicht freiwillig tun, also auch nicht einsieht.
Dies genau aber hatte ich vor. Ich wollte ihm, wenn
er wieder trocken ist sagen, das ich ausziehen werde, wenn er sich keine Hilfe sucht.
Im übrigen habe heute morgen das Umfeld seines Bettes fotografiert und auch ihn, als er die von der Tankstelle kam. Er wollte darauf bestehen, das ich
die Bilder sofort wieder lösche. Als ich ihm sagte das ich möchte er das was ich jetzt sehe später auch einmal trocken sehen soll, wollte er die Kamera haben. Hatte ich versteckt und ging wieder zu Alkohol ins Bett.

Gruß Lydia

Karsten
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Beitrag von Karsten » 15.01.2006, 12:13

Hallo Lydia,

Du kannst nur was machen, also ihm helfen, wenn er das will.
Wenn er keinen Arzt und kein Krankenhaus will, geht es ihm noch nicht schlecht genug.
Damit Du Dir keine Vorwürfe machen mußt, würde ich dennoch einen Arzt rufen und danch zusammen mit dem Arzt die Wohnung verlassen.

Erst wenn er an einem Punkt angekommen ist, wo er wirklich Hilfe annehmen möchte, hat es Aussicht auf Erolg.

Alles Andere, vom runtertrinken oder sonstige Ausreden, zögern die Sache nur unnötig hinaus und zwar für Dich.

Er hat das Alkoholproblem, nicht Du.
Wenn er Hilfe zu trocken werden haben möchte, ist das ja in Ordnung. Aber Hilfe, um weiter trinken zu können, ist die falsche Richtung.

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