Alkoholiker und ihre Familie

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
Antworten
inaani
neuer Teilnehmer
Beiträge: 2
Registriert: 15.06.2005, 09:47

Alkoholiker und ihre Familie

Beitrag von inaani » 15.06.2005, 09:58

mein Schwager (mitte 40) ist seit fast 30 Jahren Alkoholabhänig. meine Schwägerin heiratete ihn trotzdem vor 8 Jahren. Durch die Trinkerei verlor er seinen Job bei der Bahn undwar lange Zeit Arbeitslos. Jetzt trägt er 7x die Woche Zeitungen aus und liegt dadurch seiner Frau nicht ganz so auf der Tasche, welche ihn ja auch die Trinkerei mitfinaziert, aus Liebe, wie sie sagt.
Kürzlich gab es den 1. massiven Zwischenfall, er sagte im Suff zu seiner fast 17 jährigen Tochter, zieh dich aus, zeig was du hast. Diese war ganz verzweifelt und ging. Sie hält sich nur noch im Beisein ihrer Muter oder jemanden anderen auss der Verwandschaft in der Wohnung auf. Er entschuldigte sich zwar später, aber das Vertrauen seiner Tochter ist verspielt. Seine Frau will e immer noch nicht wahr haben, was der Alk aus ihm, einen sonst fleißigen, hilfsbereiten, klugen Mann macht und schon gemacht hat.
Das ist zwar jetzt alles ziehmlich wirr, aber vielleicht könnt ihr mir mit Ratschlägen helfen wie ich/wir der Familie helfen können. Er sieht nicht ein das er Alki ist.
Danke Ina

Karsten
Administrator
Administrator
Beiträge: 31059
Registriert: 04.11.2004, 23:21
Geschlecht: Männlich

Beitrag von Karsten » 15.06.2005, 10:08

Hallo und willkommen hier im Forum,

als erstes möchte ich mal sagen, das ein solches Verhalten gegenüber Schutzbefohlenen strafbar ist. Ihr solltet Euch in dieser Angelegenheit Hilfe holen. Das kann ein unheilbares Trauma bei einem Kind auslösen.

Wenn er es nicht einsieht ein Alkoholiker bzw. abhängig zu sein, ist es schwer ihm zu helfen. Ohne einen eigenen Willen, etwas gegen die Sucht zu unternehmen, hat es wenn überhaupt nur kurze Zeit Erfolg.

Wenn seine Fru ihn noch in seiner Sucht unterstützt, warum auch immer, hast Du als Aussenstehende kaum die Möglichkeit. Eventuell helfen Gespräche mit Deiner Schwester. Versuche ihr die momentane Lage klar zu machen.
Dann solltet ihr euch alle zusammen setzen und über das Alkoholproblem aus Eurer Sicht mit ihm reden.

honda-daddy

Beitrag von honda-daddy » 15.06.2005, 15:06

hallo, aus liebe die trinkerei mitfinanzieren kann ja nicht richtig sein, ich denke hier ist HILFE durch NICHTHELFEN angesagt. ich denke auch das verhalten zu seiner tochter sollte anlaß sein , was zu unternehmen!!!! IHR könnt euch auch an eine beratungsstelle wenden wo IHR hilfe bekommt. den ersten schritt hast du ja bereits getan.

schafifi

Beitrag von schafifi » 15.06.2005, 15:16

Hi, Ina,

hier eine tolle Site, wo allerhand Interessantes drin steht.

Vielleicht hilft es Dir? Vielleicht auch Deiner Schwester, um Einsicht zu gewinnen?

http://www.aida-selbsthilfe.de/Mitbetroffene/Tipps1.htm

Lg - Manuela

inaani
neuer Teilnehmer
Beiträge: 2
Registriert: 15.06.2005, 09:47

Beitrag von inaani » 15.06.2005, 16:41

Danke für eure Antworten. Leider wird die Sucht von der gesamten Verwandschaft mehr oder weniger toleriert. Nur nicht einmischen. Ich denke ich werde über meine Nichte noch mal darüber sprechen, damit diese auch mit ihrer Mutter reden kann. Der Link ist übrigens sehr gut. Vielen Dank

henri
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1600
Registriert: 08.03.2005, 21:39

Beitrag von henri » 15.06.2005, 19:12

Hallo Ina

Herzlich willkommen im Forum.

Da dein Schwager, wie auch deine Schwägerin nichts gegen seine Abhängigkeit unternehmen wollen, könnt ihr sehr wenig tun. Deine Idee, mit deiner Nichte zu sprechen, halte ich für gut. Sie könnte einen gewissen Einfluss auf ihre Mutter haben. Ebenso könnte dein Mann, entweder ist deine Schwägerin seine Schwester, mit ihr oder dein Schwager ist sein Bruder, dann mit ihm reden. Sonst sehe ich keine Möglichkeit für euch, etwas zu tun.

Bleibt dann noch die Frage, wie deiner Nichte zu helfen ist, bzw. wie sie dieses Erlebnis verkraftet. Eventuell kannst du mal ein Gespräch mit ihr führen, aber nur dann, wenn sie will.

Leider habe ich keinen besseren Ratschlag für dich.

Gruß Henri

Antworten