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Mutter Alkoholikerin - Zwangseinweisung ?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

Moderator: Moderatoren

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Karsten
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Beitrag von Karsten » 13.11.2006, 11:48

Hallo und Willkommen Romy,

eine Therapie auf Zwang bringt gar nichts.
Das wäre rausgeschmissenes Geld und der Therapieplatz kann auch besser für jemanden genutzt werden, der was gegen seine Alkoholsucht tun möchte.

Wenn ihr Euch selbst schützen wollt, gibt es sicherlich einen Weg über eine Betreuerin, die von Amtswegen bestellt werden müßte.
Dazu kann Euch der behandelnde Arzt sicherlich Auskunft geben.
Diese Betreuung kann sich auf das Aufenhaltsbestimmungsrecht und auch andere Bereiche des Lebens erstrecken.

Dazu müssen dann aber die Richter entscheiden, ob sie alleine Lebensfähig ist oder nicht.

dorothea
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Beitrag von dorothea » 13.11.2006, 13:43

hallo romy

deine mama ist im krankenhaus und da hast du die ärzte greifbar, macht einen termin mit dem oberarzt oder dem chefarzt der station, ( wie? fragt die schwestern) schildert ihm eure situation in aller deutlichkeit, ohne irgendwas zu verharmlosen oder zu beschönen, was man ja als co gerne mal tut. im normalfall wird er euch raten können welcher weg zu beschreiten ist.
habt ihr das exemplar "fachidiot" (gibts ja leider zur genüge)vor euch macht einen termin bei der suchtberatung, die können euch zumindest erzählen wer euch helfen kann.
nutzt die zeit die sie weg ist um euch etwas zu erholen, und euch zu informieren.
wenn eure mama geistige ausfälle hat dann würde das sehr schnell gehen mit der einweisung, weil sie dann sich und euch gefährdet, ist das nicht der fall wird das sehr viel komplizierter etwas gegen ihren willen zu tun.
informiert euch erst mal, und wenn du magst dann schreibe hier weiter ( bereich co-abhängige ) es hilft oft schon sich alles von der seele zu schreiben. du wirst da sicher sehr viele antworten auf deine fragen kriegen.

lg doro

Lilly12

Beitrag von Lilly12 » 13.11.2006, 13:43

Hallo romy

und Willkommen hier im Forum.

Eins versteh ich grad nicht so ganz, ist Deine Mutter noch im KH?
Wenn ja, habt ihr denn schon einmal mit dem Arzt dort gesprochen über das schwere Alkoholproblem Deiner Mutter? Das der nochmal mit ihr redet und zu einem Entzug rät. Denn so geht es ja nicht weiter, Deine Mutter wird so sterben, das dauert sicher nicht mehr lang bei dem Konsum.

Eine Therapie unter Zwang ist sinnlos, wie Karsten ja auch schon schrieb, das bringt gar nix.

Lieben Gruß an Dich
Lilly

dorothea
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Beitrag von dorothea » 14.11.2006, 11:26

hallo romy

zuerst möchte ich dir mal sagen das ich krankenschwester bin und mich daher doch etwas auskenne, weil ich aber seit jahren nicht mehr arbeite nicht auf dem letzten stand bin. wenn sie die narkose nicht mehr verträgt ist ihre leber wahrscheinlich schon stark geschädigt. da sie nun auch halozieniert wird man von seiten der ärzte sicher einen neurologen bzw psychiater konsultieren. das ist der mir bekannte weg. habt ihr den ärzten gesagt, und zwar ganz erhlich, das und wieviel deine mutter trinkt? das müßen die wissen! wenn sich ihr zustand nicht ändert wird sie wohl vom kh in die psychiatrie verlegt. das ist das was ich dir dazu sagen kann.

lg doro

Peter.Pan

Beitrag von Peter.Pan » 14.11.2006, 17:51

Hallo Romy,

herzlich willkommen auch von mir.

Ich drück Dir für den weiteren Verlauf die Daumen.

LG Peter Pan

henri
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Beitrag von henri » 14.11.2006, 18:51

Hallo Romy

Zu Situation im KH hat Doro bereits alles geschrieben.

Ich kann dir nachfühlen, dass du Schamgefühle hast, wenn du ins KH gehst, musst du aber nicht. Versuche dir bewusst zu machen, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Deine Mutter ist krank und sie kann sich nicht gegen die Sucht wehren. Daher kann auch nicht von Schuld, Versagen oder Charakterschwäche gesprochen werden. Am allerwenigsten aber hast du dir selbst etwas vorzuwerfen, das aber Voraussetzung wäre, um Schamgefühle aufkommen zu lassen.

Warte jetzt erst einmal ab, bis es deiner Mutter besser geht, bevor du mit einem Gespräch über Therapie anfängst. Zuerst muss sie aufnahmebereit sein und auch verstehen, was du ihr zu sagen hast. Dir muss nur von Anfang an klar sein, dass sie deine Ratschläge wahrscheinlich nicht für sich umsetzen kann, also nicht zu sehr enttäuscht sein, wenn’s nicht klappt. Aber mehr als mit ihr reden kannst du nicht, auch dir sind Grenzen gesetzt.

Lieben Gruß
Henri

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