Therapiegespräch beim Psychologe

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Franklin
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Therapiegespräch beim Psychologe

Beitrag von Franklin » 07.07.2005, 12:34

Hallo, bin neu hier und will mich kurz vorstellen bevor ich ne kleine Hilfe brauche.

Ich bin 37 Jahre alt, Familievater mit 2 Kindern und trinke regelmäßig jeden Abend meine 3 - 6 Bier. Letzte Woche hatte ich eine eine nicht nur verbale Auseinandersetzung mit meiner Frau, für welche ich mich abgrundtief schäme. Kurz gesagt, ich bin ausgerastet und habe Ihr ein Paar Ohrfeigen gegeben, wollte mich dann selbst bei der Polizei anzeigen, eigentlich damit ich endlich irgendwie aus dem Alkoholismus rauskomme, sprich, das jeder weiß, was ich da getan habe.

Eine Selbstanzeige habe ich nicht gestartet aber dafür am nächsten Abend ein sehr langes Gespräch mit meiner Frau gehabt, und seit dem ist mir endlich klargeworden, das mich jemand 100 % beherscht hat. :evil:

Seit dem Trinke ich keinen Schluck mehr (letzter Mittwoch) und komischerweise habe ich keinerlei körperliche Entzugserscheinungen "toitoitoi" und eigentlich fällt es mir auch relativ leicht trocken zu bleiben.

Nun habe ich auch mit guten Freunden über meine Probleme geredet und mir wurde geraten eine gute Psychologin zu kontaktieren die meinen Weg begleiten soll.

Zuerst wurde mir telefonisch abgesagt (1/2 Jahr Wartezeit, etc.) aber nach genauerer Schilderung wurde mir morgen ein Termin gewährt, allerdings erst mal zum "Kennenlernen".

Nun meine Frage, was erwartet mich, bzw. ich will das diese Psychologin mich behandelt, da ich schon sehr viel positives von Ihr gehört habe und leider lebe ich in der Provinz und gute Ärzte sind verdammt rar gesät hier.

Vieleicht gibts ein paar kleine Kniffe, ich habe schon etwas Bammel vor dem Termin.

Liebe Grüße
Frank

Käthe
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Beitrag von Käthe » 07.07.2005, 12:54

Hallo Franklin,

Nur ein Rat, sei ehrlich. Lügen und "rumeiern" erkennt ein guter Therapeut schnell. Geh lieber nervös und unvorbereitet dahin, als vorher einzustudieren was Du sagen willst. Da sitzt ein Profi, wenn Du nicht weiter weisst wird sie Dich schon auf den Weg bringen.

Vor allem versteif Dich nicht zusehr auf eine Person (Therapeut). Ihr müsst doch erstmal feststellen, ob ihr etwas miteinander anfangen könnt.

Was erwartet Dich...... kein Therapeut wird Dir eine Gebrauchsanweisung für Dein Leben liefern. Er/sie wird Dich auf den Weg bringen Dir diese selbst zu schreiben.

Viel Erfolg und sie frisst Dich schon nicht :wink:

Käthe

henri
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Beitrag von henri » 07.07.2005, 12:57

Hallo Franklin

Herzlich willkommen hier im Forum.

Nach dem plötzlichen absetzen von Alkohol, muss es nicht zwangsläufig zu Entzugserscheinungen kommen. Wenn keine Entzugserscheinungen auftreten, kann dennoch eine Abhängigkeit vorliegen. Dass es dir leicht fällt, ohne Alkohol auszukommen, ist erfreulich für dich.

Bei der Psychologin gibt es nur den Trick, nämlich offen und ehrlich über deine Probleme reden. Wie soll sie dir sonst helfen, wenn sie nicht das Hintergrundwissen hat, das zu deinen Problemen geführt hat.

Henri

Franklin
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Beitrag von Franklin » 07.07.2005, 13:57

Hallo Henri und Käthe,

danke für die Antworten.

Ist schon klar, irgendeine Story wollte ich ja auch nicht bringen, aber mir fehlt halt etwas der Mut. Vor allem, weil es hier bei uns echt keine vernünftigen Alternativen gibt.

Aber stimmt schon, sie wird mich bestimmt nicht fressen. :wink:

Liebe Grüße
Frank

honda-daddy

Beitrag von honda-daddy » 07.07.2005, 13:57

Hallo Franklin
Eine psychologe/in ist wie ein arzt, nur mit dem unterschied deine wunde ist von außen nicht sichtbar. Je offener du bist umso mehr kann geholfen werden. Es gibt keine "Kniffe " es gibt HILFE
Alles gute

vanillivi
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Beitrag von vanillivi » 07.07.2005, 14:34

Franklin hat geschrieben:Hallo Henri und Käthe,

danke für die Antworten.

Ist schon klar, irgendeine Story wollte ich ja auch nicht bringen, aber mir fehlt halt etwas der Mut. Vor allem, weil es hier bei uns echt keine vernünftigen Alternativen gibt.

Aber stimmt schon, sie wird mich bestimmt nicht fressen. :wink:

Liebe Grüße
Frank
Ich würde auf jeden Fall bei der Wahrheit bleiben.
Sei mir nicht böse aber; wenn Du Deine Frau georfeigt hast sollten sie Dich zwar nicht auffressen, aber auf jeden Fall "anknabbern!" :roll:

Franklin
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Beitrag von Franklin » 07.07.2005, 15:50

Hallo,

erstmal danke für die Hilfe.

Alles klar, habe soweit verstanden:

So offen und ehrlich wie möglich sein, ansonsten kann man mir auch schlecht helfen.

Wenn es euch interessiert kann ich ja morgen mal nach dem Termin darüber schreiben.

@vanillive
Ich weiß, fühle mich auch echt sch...... deswegen, hab mich selbst nicht mehr erkannt, aber wahrscheinlich mußte sowas in der Art passieren, damit ich mich mal aufraffe und mich erkenne.

Liebe Grüße
Frank

kay
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Beitrag von kay » 07.07.2005, 16:27

hi frank


als ich mein problem erkannt habe bin ich auch zu ner psychologin gegangen, wie bei dir, nent therapieplatz frühestens in 7 monaten ,aber mal nen kennenlerngespräch.

wir wurden in dem gespräch nicht warm.... bei meiner hausärztin war ich offener,und ich hatte das gefühl das sie mich als "KASSENPAZIENTEN" nicht nötig hat und hat mich nach 15 min zur caritas verwiesen da es ihrer meinung "nicht so schlimm "bei mir is.......

war eigentlich ne gute idee bei der caritas fühle ich mich sehr gut aufgehoben

was ich aber sagen will

es kommt auch sehr darauf an ob die sympathie stimmt ,darauf entwickelt sich das gespräch

brauchst dich nicht vorzubereiten.......

noch was..... sei froh das du soeine frau hast.......jede andere hätte................................................................

viel erfolg

kay

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