Medikamente für den Alkoholentzug

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
bildlilli
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Beitrag von bildlilli » 20.12.2006, 12:45

Hallo an Alle,
bin neu hier und möchte mich gern vorstellen.
Ich bin 43 Jahre verheiratet und habe zwei wunderbare Söhne 16 Jahre und 7 Jahre.
Bin seit ca. 6 Jahren abhängig und habe zwei erfolglose stationäre Entgiftungen hinter mir.
Ich habe von einem Medikament Namens Antabus Dispergetten gehört der den Entzug positiv unterstützen soll.
Wer hat mit diesem Medikamet schon Erfahrungen gemacht???
Wäre schön von Euch zu hören!!!
Viele Grüße bildlilli

Karsten
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Beitrag von Karsten » 20.12.2006, 13:00

Hallo bildlilli,

ich habe DEine Frage mal von dem anderen Thread abgetrennt.
Ich denke, es wäre besser, sich mit den Gründen der erfolglosen Entgiftungen auseinanderzusetzen, als sich einem Selbstentzug mit Medikamenten hinzugeben, der gefährlich ist und auch die Gefahr einer neuen Abhängigkeit, der Medikamentenabhängigkeit, in sich trägt.

Gruß
Karsten
______________
Dauer vom Alkoholentzug
Alkoholentzug und Therapie
Zuletzt geändert von Karsten am 02.08.2008, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.

Annika
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re

Beitrag von Annika » 20.12.2006, 13:30

Hallo bildlilli

willkommen hier im Forum
Für mich ist es wichtig an dieser Stelle etwas niederzuschreiben, das Lesern, die sich hier über Antabus informieren möchten nicht vorenthalten werden sollte.
Nach meiner Lungenentzündung wurde ich Ende Mai/ Anfang April mit Guillain-Barré Syndrom diagnostiziert. Guilliain-Barré ist eine Autoimmunkrankheit. Aus einem noch nicht erforschten Grund greift das Immunsysthem nach einer Krankheit, wie zB einer Lungenentzündung, einer Darminfektion oder ähnlichem, die eigenen Nervenfasern an und zerstört sie. Folge sind Lähmungserscheinungen (normalerweise aufsteigende Lähmung) und starke Nervenschmerzen.
Es ist nicht bewiesen, aber in meinem Fall besteht der Verdacht dass der Einsatz von Antabus in den Monaten vor meinr Lungenentzündung dazu beigetragen haben könnte, dass es zu dieser Fehlleitung meines Immunsythems kam. Ich würde heute JEDEM stark von der Einnahme von Antabus ABRATEN. Es gibt zu wenig Forschungsergebnisse...kein Arzt kann mir sagen, ob ich nicht ohne meine Antabuskur heute ein gesunder Mensch wäre. Hätte ich noch einmal die Wahl, ich würde einen stationören Entzug machen (würde ich in Deutschland leben, wo das ja recht einfach geht) und daraufhin in eine Selbsthilfegruppe gehen und auf keinen Fall mehr Tabletten schlucken um mich am Trinken zu hindern. Bitte also sehr sehr genau darüber informieren und nachdenken und mit so vielen Ärzten wie nur möglich sprechen, bevor sich jemand zu einer Kur mit Antabus entschliesst.
chiara
Gruß von Annika

Whitewolf
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Beitrag von Whitewolf » 20.12.2006, 16:56

Hallo bildlilli,

mich würde jetzt mal interessieren wo Du das herhast mit den Antabus.

Du solltest da doch eher über eine längerdauernde stationäre Behandlung nachdenken. Das ist mit Sicherheit erfolgsversprechender....und gesünder.

Gruss

White

Georg
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Ein bequemer Weg führt zum Erfolg??

Beitrag von Georg » 21.12.2006, 00:17

Hallo bildlilli

Komischer Name, aber muß ja nicht leicht zu schreiben sein.

Dir sollte klar sein das Medikamente eine Gehhilfe sind!!!
Laufen musst Du selbst!!
Sucht spielt sich in erster Linie im Kopf ab.
Med. können Deinen Weg nur begleiten, um einen fachlich ausgeführten Entzug kommst Du nicht herum.
Nicht ein Medikament hilft Dir trocken zu werden, sondern die eigene Persönlichkeit.
Ich wünsche Dir auf Deinen weiteren schweren Weg Erfolg.

Gruß Georg

zhig
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Beitrag von zhig » 22.12.2006, 22:23

hallo!
antabus...ja ich kenn das aus eigener erfahrung...
hat mir damals mein hausarzt verschrieben...
ich dachte,so könnten meine probleme gelöst werden...
habe nur eine genommen,der rest liegt noch im schrank(sollte das entsorgen...fällt mir aber erst gerade ein...)
wenn du möchtest,such ich das raus und lese dir die nebenwirkungen vor...
ich denke,dann hat sich deine frage erübrigt...
ich lasse die finger davon...
eine lösung kann nur anders stattfinden...
das lerne ich gerade...
l.g
zhig

Oracle
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Beitrag von Oracle » 19.01.2007, 15:32

hallo forum,

mag keinen neuen thread aufmachen, deshalb hänge ich mich mal hier an. habe heute von meinem hausarzt antabus 0.1 verschrieben bekommen und soll nun täglich 1 zum abend nehmen.

ich trinke seit ca. 4 jahren unregelmäßig, aber wenn, dann viel (für mich) und über mehrere tage. dazwischen gibt es immer wieder phasen (12 wochen und länger) der abstinenz. auch gibt es phasen, in denen ich alkohol normal (ohne wunsch weiter zu trinken) konsumiere.

zu den "abstürzen" kommt es, wenn mir alles zu viel wird. daran arbeite ich schon, aber so ganz klappt das noch nicht. deshalb zur "unterstützung" nun die antabus, da es sich noch etwas hinziehen kann, bis ich alles in den griff bekommen habe.

aber nach dem, was ich hier im forum zu antabus gelesen habe, erscheint mir das wie mit kanonen auf spatzen schießen, auch wenn ich weiß, das ich zumindest stark gefährdet bin, wenn nicht schon in einer gewissen weise abhängig, wobei ich das mir gegenüber noch etwas verleugne, da das aufhören (noch) ohne entzugserscheinungen mit hilfe von freunden bisher immer problemlos geklappt hat.

freu mich auf antworten

oracle

Whitewolf
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Beitrag von Whitewolf » 19.01.2007, 16:27

Hallo Oracle,

herzlich Willkommen bei uns im Forum.

Ich möchte Dich ermutigen nochmal darüber nachzudenken ob Du nicht doch einen eigenen Thread eröffnest.
Was spricht dagegen? Du hast ein Alkoholproblem und willst das in den Griff bekommen. Mit Tabletten alleine kommst Du da nicht weit.
Mit speziellen Medikamentendosierungen und Anwendungsratschlägen können/dürfen wir Dir nicht helfen.

Da gilt was der Arzt sagt.

Aber es hat seinen Grund warum Du dieses Medikament verordnet bekommst und dabei können wir Dir helfen.

Lies Dich doch mal durch die Threads und überlege ob Du hier nicht richtig bist. Dann schreibst Du noch etwas mehr über Dich und Deine Trinkerfahrungen und schon wird ein Schuh draus.

Viele Grüsse

White

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