Trockener Entzug

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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wanderer
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Trockener Entzug

Beitrag von wanderer » 02.01.2007, 13:10

Erst mal ein gesundes neues Jahr an alle hier im Forum :) :) :)

Ich hätte da mal ein Frage - was versteht man unter einem " trockenem Entzug " - gemeint sind hier wohl die Entzugserscheiningen, die nach Aussage des Arztes wohl schubweise auch noch nach Monaten auftreten könnten.

Allerdings denke ich das dies nur ein Vorwand meines Mannes ist um eventl. über Rückschläge die ich nicht mitbekommen soll abzulenken.

Vieleicht kann mir ja jemand einen Rat geben - möchte ja meinen Mann nicht falsch verdächtigen .

Liebe Grüsse

Astrid 2
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Beitrag von Astrid 2 » 02.01.2007, 13:23

Hallo wanderer,

leider bin ich noch viel zu neu hier, um etwas zu sagen, was Hand und Fuß hat.

Ich weiß aber schon vom Lesen hier, dass man vom trockenen Entzug abrät.

Bei mir klappt es bis jetzt, aber ich hab auch schon mehrmals Alkohol für längere Zeit gelassen (schlechte Leberwerte, Schwangerschaft, Fortbildung etc...).

Der richtige Weg ist wohl der zum Arzt. Meiner hat mir damals einfach so vor den Kopf geknallt: Hören Sie für 6 Monate auf mit der Flasche Sekt am Abend und kommen dann wieder. Ich fragte noch, ob ich schon Leberzirrhose haben könnte. Da meinte er lapidar: Das kann ich Ihnen nicht sagen.

War ein Schock. Aber seit ich hier lese, denke ich, er hätte mich auf die Gefahren eines kalten/trockenen Enzuges hinweisen müssen.

Sicher werden Dir die Profis gleich professionellere Antworten geben.

Alles Gute für Euch und ein lieber Gruß von Astrid

Karsten
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Beitrag von Karsten » 02.01.2007, 13:38

Hallo und Willkommen wanderer,

ein trockener oder auch kalter Entzug ist ein plötzliches Absetzen von Alkohol nach regelmäßigem Alkoholkonsum ohne ärztlicher Aufsicht und Medikamenten.
Dabei kommt es zu Entzugserscheinungen, weil der Körper den Alkohol vermisst.
Diese sind in der Regel nach ca.10 Tagen aber vorbei. Im Krankenhaus können nach Bedarf Medikamente verabreicht werden, die diese Entzugserscheinungen lindern.
In manchen Fällen können auch im Nachhinein noch Entzugserscheinungen auftreten, vor allem auch Unruhe oder Schwitzen. Der richtige Weg sollte immer über einen Arzt gehen.

Ob Dein Verdacht, Dein Mann trinke heimlich und hat deswegen dauernde Entzugserscheinungen, stimmt, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Möglich ist Beides. Er trinkt oder er hat in gewissen Situationen, in denen er früher vermehrt Alkohol konsumiert hat, diese Unruhe, weil der Druck nach Alkohol sehr groß wird.
Ein Merkmal für zitternde Hände, zum Beispiel beim Kaffe trinken, könnte auch fehlendes Selbstbewußtsein und Unsicherheit sein.

In jedem Fall wäre es gut, wenn Du mit Deinem Mann über Deine Sorgen reden würdest. Fehlendes Vertrauen kan keine Grundlage für eine gemeinsame Zukunft sein.

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