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Meine Mutter zerstört das zusammenleben meiner Familie

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern

Moderator: Moderatoren

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StefanB
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Registriert: 19.03.2006, 17:18

Beitrag von StefanB » 07.01.2007, 20:29

Hallo Bjoern,

auch ich kenne das, wenn die Mutter trinkt. Zum Glück war es bei uns nicht ganz so krass wie bei Dir. Ohne die notwendige Einsicht und dem Willen Deiner Mutter, wirst Du Ihr auch nicht helfen können. Da was da auch Deinen Schultern abgeladen wird, kannst Du allein gar nicht tragen. Du musst Deinen Vater - den vor allem! - und den Rest Deiner Familie mit in die Pflicht nehmen. Mit Deiner Ausbildung und den Problemen zuhause bist Du allein überfordert. Es tut weh, zusehen zu müssen wie die eigene Mutter ( oder auch Vater ) sich nicht helfen lassen wollen. Vieleicht kann Dir eine öffentliche Einrichtung ( Jugendamt o.ä. ) weiterhelfen. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft.

Gruß

Stefan.

Dante
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Beitrag von Dante » 07.01.2007, 23:32

Hallo Björn & willkommen hier im Forum,

auch ich möchte am liebsten zuallererst auf die üblichen öffentlichen Institutionen verweisen. Aber hilft dir das?
Ganz am Anfang sollte ein ruhiger & sachlicher Austausch mit deinem Vater stehen. Versuche, eine einheitliche Sichtlinie zu ermitteln. Wenn er schon seit 2 Jahren lieber im Keller schläft als seine Frau neben sich zu erdulden, ist ziemlich klar, dass er sie eigentlich schon aufgegeben hat. Im Kern ist der ganze Haushalt mit allen Beziehungen & Einrichtungen nur noch Last, nichts mehr da, woran man etwas neues dran wachsen lassen könnte.
Hauptproblem ist die Uneinsichtigkeit deiner Mutter. Ganz wichtig: Wenn sie etwas getrunken hat, darf man sie in keinem Fall ins Gespräch ziehen. (Das macht nicht nur nach deiner Beschreibung keinen Sinn, das gilt in allen Fällen mit Betrunkenen).
Einige dich mit deinem Vater auf eine gemeinsame Vorgehensweise. Im nüchternen Zustand ist sie vielleicht unter Druck zu setzen, dann muss man sich allerdings vorher darüber einig sein, was dieser Druck bezwecken soll. Sie ist nämlich so aggressiv, weil sie genau diesen Druck fürchtet.

Puh, nun habe ich alles ziemlich durcheinander geschrieben. Also noch mal geordnet:
1. Sprich dich gründlich mit Vater ab (zeig ihm doch diesen Thread!)
2. versuche, Hilfe von außen zu erhalten (Pro Familia, Caritas oder Diakonie, zur Not auch Behörden)
3. gemeinsam abgesprochene Vorgehensweise im Umgang mit deiner Mutter

Bei all dem gerät etwas in Vergessenheit: deine Zwischenprüfung. Die hat oberste Priorität. Zur Not gehst du für diese Zeit erstmal aus der Bude. Den Beruf brauchst du für DEIN Leben. Da steht alles andere hintenan.

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