Nach Alkoholtherapie mit Kiffen angefangen.

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
Maylin
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Nach Alkoholtherapie mit Kiffen angefangen.

Beitrag von Maylin » 09.01.2007, 10:43

Guten Morgen,

ich hätte mal eine Frage: Mein Freund hat vor 3 Monaten seine Therapie gegen den Alkohol vollzogen und hat es auch bis jetzt geschafft trocken zu bleiben. Das Problem liegt nur darin, dass er vor kurzem wieder mit dem Kiffen angefangen hat! Habe jetzt Angst das er somit wieder in sein altes Suchverhalten zurück fällt und irgendwann wieder zur Flasche greift.
Er sagt jedoch das er überhaupt kein Verlangen mehr nach Alkohol hat und das er sich nur gerne Abends ein Tütchen raucht um besser schlafen zu können. Was soll ich davon halten?

Liebe Grüsse

Mayline

Karsten
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Beitrag von Karsten » 09.01.2007, 10:52

Hallo Mayline,

das jemand von einer Sucht auf eine andere Sucht umsteigt, ist nichts anderes, als seinen Suchtverhalten weiter nachzugehen.

Er ersetzt Alkohol durch andere Drogen, um seinen Rausch zu bekommen.
Da war wohl die ganze Therapie sinnlos.

Maylin
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Beitrag von Maylin » 09.01.2007, 11:02

Na ja ich muss nur erhlich sagen dann habe ich lieber das er kifft als das er säuft!

Also bist du der Meinung das es nicht ausgeschlossen ist, dass er irgendwann wieder komplett in sein altes Suchtverhalten zurück fällt. Somit heißt das, dass Menschen mit extremen Suchproblemen gar nichts mehr konsumieren dürfen egal welche Art von Drogen.

Annika
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re

Beitrag von Annika » 09.01.2007, 11:15

Hallo Maylin,

ich begrüße dich hier im Forum.

Eine Therapie sollte eigentlich dazu da sein, zu erkennen warum ich Drogen genommen habe, sie brauchte und dieses Verhalten abzulegen und neue Werte für sich zu finden.

Ich glaube das ist nicht gelungen. Er setzt eine andere Droge ein um einen Zustand herbei zu führen. Warum ?

Ich kann an die Luft gehen oder Sport betreiben, so wird man auch müde und hat einen gesunden Schlaf.

Es geht allgemein darum, dass er nicht verstanden hat was einem ein drogenfreies Leben zu bieten hat. Er hat sein Leben und seine Gedanken nicht verändert, nur verlagert.

LG Annika

dannilein
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alles das selbe

Beitrag von dannilein » 09.01.2007, 11:19

huhu maylin

also das habe ich auch gemacht entweder gekifft oder getrunken.
Beides eine sucht verstehst du.Beides eine flucht um genauer zu sagen,aus der realen welt,sag bitte nicht das es dir lieber so ist mit dem kiffen,es ist beides abhängig sein.

Francin
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Hasch macht lasch!

Beitrag von Francin » 09.01.2007, 12:48

Hallo ihr da draussen,

mein Name ist Francin, 46 Jahre, 7 Jahre trocken, 3 Entgiftungen und 2 Therapien hinter mir. Suchtverlagerung in Richtung Triathlon.

Ich würde vorsichtig sein, Alkohol und Haschisch zu vergleichen. Im ersten schwierigen Jahr der Trockenheit würde ich jedoch absolute Abstinenz empfehlen.

Ich kenne einige trockene Alkis, die ab und zu kiffen, ohne gleich wieder in das alte Elend abzurutschen. Würde ich aber nur denjenigen raten, die ihr Leben wieder geordnet haben. Ich kiffe auch ab und zu. Die Gefahr wieder mit dem Trinken anzufangen sehe ich nicht. Natürlich wäre das Leben nüchtern am Besten, doch was ist mit dem Recht auf Rausch?

Es ist schwer genug die trinkenden alten Kumpels nüchtern zu treffen! Dies soll aber auf keinen Fall ein Ratschlag sein, den Teufel mit dem Belzubub auszutreiben!

Schöne Tage, liebe Grüße,
Francin

dannilein
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DROGEN

Beitrag von dannilein » 09.01.2007, 12:55

Ich hoffe du weisst das wir hier über Drogen reden,das ist nicht zu verhamlosen.sucht ist sucht,ob nach einem jahr oder zehn jahren,völlig egal.

carnel
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Beitrag von carnel » 09.01.2007, 12:57

hallo maylin,

also ich frage mich weshalb er kifft!!! und das kiffen jetzt in irgendeiner form schön zu reden halte ich für sehr gewagt. auch aussagen wie: wenn man sein leben im griff hat könnte man schon mal...halte ich für äusserst gefährlich.
gefährlich im bezug darauf, dass es einen grund dafür gibt weshalb man sich die sinne vernebelt.

ob ich jetzt kiffe, saufe oder mir mit tabletten meinen rausch hole ist schlussendlich egal. was übrig bleibt ist das alte problem!!! nämlich das der abhängigkeit.

ich würde genau hinschauen was ich mir da antue in diesem moment und verdammt schnell handeln.

viele grüße
carnel

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