Jugendlicher durch Alkohol gestorben

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Karsten
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Jugendlicher durch Alkohol gestorben

Beitrag von Karsten » 29.03.2007, 17:56

Ein Jugendlicher ist in Berlin durch übermäßigen Alkoholkonsum ins Koma gefallen und nun gestorben.
Leider gibt es immer mehr Jugendliche, die sich der Folgen des Alkoholkonsums nicht bewusst sind.
Die EU prüft ein Alkoholverbot für Jugendliche unter 18 Jahren, was auch von vielen Politikern befürwortet wird.

Mußte es erst soweit kommen, dass ein Jugendlicher stirbt oder hätte man dies durch entsprechende Gesetze verhindern können?
Meiner Meinung wird auch dieser gute Ansatz der Drogenbeauftragten verpuffen, wenn sich die Lage wieder beruhigt hat.
Es gab schon viele Anläufe, wo es angeblich um den Schutz der Kinder und Jugendlichen ging, aber keiner hat einen wirklichen Schutz für die jungen Menschen gebracht.
Was sagt ihr dazu?

speedy53

Beitrag von speedy53 » 29.03.2007, 18:46

Hallo Karsten,

als ich den Bericht zum Tode des 16jährigen in Berlin gelesen habe, war ich total geschockt.

Wie ist es denn möglich, dass ein Jugendlicher in der "Öffentlichkeit" 50 (in Worten: fünfzig) Tequialla trinkt?

Haben sich nicht alle, die zugeschaut haben, mitschuldig gemacht?

Im gleichen Bericht stand von einem 15jährigen Mädchen, welches mit 4,1 o/oo aufgegriffen wurde!

Meines Wissens ist es doch verboten "Hochprozentiges" an Jugendliche unter 18 Jahre, und Bier an Jugendliche unter 16 Jahren zu verkaufen!

Was passiert eigentlich den Menschen, die es trotzdem tun?

Also, ich finde es schon sehr erschreckend, dass so wenig zum Schutz unserer Kinder getan wird!

Jetzt wird wieder diskutiert und debattiert und bleiben wird wieder nur "heisse Luft"!!!

Meiner Meinung nach sollte viel mehr Präventionsarbeit geleistet werden, an Schulen und überall dort, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten!

Aber das ist wohl leider nur Wunschdenken!

Das waren jetzt nur meine Gedanken zu diesem Thema!

Bin schon sehr gespannt auf andere Meinungen!

Lieben Gruß
Speedy

Karsten
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Beitrag von Karsten » 29.03.2007, 18:56

Hallo Speedy,

da haste wohl recht.
Wenn keiner mehr drüber spricht, werden die Medien schweigen und die Politiker hüllen sich dann auch in schweigen.

Aufklärung ist das wirksamste Mittel, aber leider erreicht man die Jugendlichen nicht, wenn man ihnen die Gefahren des Alkoholkonsums vor Augen hält.
Wir können hier aber kleinen Teil dazu beitragen, dass wenigsten die Besucher unseres Forum Hilfe bekommen.

vanillivi
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Beitrag von vanillivi » 29.03.2007, 19:00

Ich weiß gar nicht so richtig was ich an der ganzen Sachen am traurigsten finde; daß die Jugendlichen sich der Sache nicht bewußt sind, (mein 19 jähriger Sohn fand es lustig; vielleicht sogar "cool", daß jemand 50 Tequiallas trinkt), oder daß es in der Öffentlichkeit passieren konnte!
Wir wissen ja leider auch nur zu gut, daß Jugendliche (auch unter 18 Jahre) problemlos an harte Getränke kommen!
Aber in der Öffentlichkeit soll und darf so etwas einfach nicht passieren!
Ich meine jeder der da zugesehen und oder ausgeschenkt hat sollte zur Verantwortung gezogen werden.

Whitewolf
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Beitrag von Whitewolf » 29.03.2007, 19:13

Hallo,

es ist erschütternd.

Das Thema liegt auf dem Tisch und das schon länger. Und nun können wir wieder beobachten wie alles bagatellisiert und schöngeredet wird.

Solange die Verkaufszahlen stimmen wird sich nicht viel tun. Ein heisses Eisen für jeden Politiker und ein guter Weg in den Ruhestand.
Immernoch kommt die Werbung für Alkohol cool und entspannend rüber, Events werden nur besucht wenn es genug Dröhnung gibt.

Niemand hat wirklich schuld, der Wirt, der das zugelassen hat ist nur das Ende vom Glied.

Aufklärung und gutes Beispiel vom Kleinkindalter an
könnte etwas bewirken, am wirkungsvollsten wäre jedoch den hochprozentigen Alkohol von der Liste der legalen Drogen zu nehmen.

Was dann passiert hat die USA schon erlebt mit der Prohibition.

Solange die Bevölkerung saufen WILL ist keine Änderung in Sicht.

White

Martin

Beitrag von Martin » 29.03.2007, 20:39

Hallo,

ja es ist erschütternd. Aber solange es solche Pauschalangebote gibt wird es immerwieder passieren.

Ob man dem Wirt eine Schuld geben kann?

Was soll er machen wenn ein 18 oder 21 jähriger bestellt und es dann weitergibt?

Man müßte den Zutritt für Minderjährige an solchen Veranstaltungen ganz verbieten.

Unsere Poliker werden da aber nicht viel erreichen, man sieht es ja wie es mit dem Nichtraucherschutz läuft.

LG Maddin

Rosamunde

re.

Beitrag von Rosamunde » 29.03.2007, 21:12

Hallo,

ich bin auch sehr erschüttert darüber, das ist wohl nun die Spitze des Eisberges, dieses "Koma-saufen", und keiner unternimmt wirklich etwas.

Von den Politikern kann man doch nichts mehr erwarten, da kommt nur heiße Luft, die Werbebranche boomt auf dem Alkoholiker Markt, und die Industrie freut sich.

Wo bleibt unsere Verantwortung unseren Kindern gegenüber ?

Wieso kann man nicht wenigstens dieses "Gift" aus den Supermärkten und Kiosken vertreiben ?
In den USA geht das doch auch, dort wird NUR in ganz speziellen Liquer-Shops Alkohol verkauft, und nur mit Ausweis.

Ich höre auch immer wieder Gespräche unter Jugendlichen im Supermarkt, die es cool finden, 1-2 Flaschen Wodka zu trinken, NUR die blöden Eltern verstehen das nicht. :oops: :roll:

Das ist aber auch immer wieder dasselbe Problem, nur Selbstbetroffene können nachvollziehen, wie gefährlich Alkohol ist.

Da hilft nach meiner Ansicht nur immer und immer wieder, Aufklärung so früh wie möglich, in Kindergarten und Schule, möglichst von Betroffenen selbst.

L.Gr. Rose

Spedi

Beitrag von Spedi » 30.03.2007, 07:22

Nicht der Alkohol ist Schuld am Tod dieses Buben, sondern die Gesellschaft, die schon Kindern/Jugendlichen einen Konsum "nahelegt" und diesen Alkoholkonsum auch noch fleissig bewerben darf, quer durch alle Medien.

Unsere Gesellschaft misst mit zweierlei Maß: Der "zünftige Rausch" z.B. auf dem Oktoberfest wird geradezu heroisiert, die mögliche Folge Suchtkrankheit hingegen geächtet und tabuisiert.

So lange diese gesellschaftliche Akzeptanz (oder dieses Missverhältnis) sich nicht ändert, werden auch Gesetzte zum Schutz der Jugend kaum Aussicht auf Erfolg haben. Wir sehen das ja auch am Einstiegsalter in die Droge Nikotin, welches deutlich unter der Altersgrenze liegt, ab welcher Nikotin legal erhältlich wäre.

Was bleibt, ist (trotz unserer Vergangenheit oder gerade deswegen) ein Vorbild im eigenen Umfeld zu sein. Ein Vorbild, dass ein Leben ohne Alkohol erstrebenswert und schön ist.

LG
Spedi

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