Psychosomatische Erkrankung wegen Co-Abhängigkeit?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
Ayki79

Beitrag von Ayki79 » 11.04.2007, 18:00

Was soll ich bloß tun?
Du sollst gar nichts für ihn tun! Sondern einzig und alleine für dich! Das mit dem Raussuchen der Nummern usw., das kenne ich zur Genüge. Wenn er Kontakt zu den AA aufnehmen möchte, dann wird er das auch alleine schaffen. Setzt dich mir DIR auseinander. Und geh gar nicht darauf ein, was er dir für einen Schwachsinn erzählt! Ich glaube ihm kein Wort, und er will nur wieder, dass du weich wirst!

Ayki79

Beitrag von Ayki79 » 11.04.2007, 18:02

Hab noch was vergessen:
Andererseits spüre ich, das er es diesmal scheinbar wirklich gelernt hat
Gar nichts hat er gelernt - fall nicht da drauf rein!! Er will dich nur wieder um den Finger wickeln... und dann geht das ganze Spielchen von vorne los! Also, halte durch! Das ist jetzt eine Probe, die du überstehen musst, damit es dir wieder gut geht!

klaro
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Beitrag von klaro » 11.04.2007, 20:55

Hallo lady kim!
Dein mann versucht doch nur dich wieder auf seine schiene zu kriegen.glaube mir, ich weiss wovon ich schreibe. Als ich noch gesoffen habe, habe ich mit allen mitteln versucht in meiner frau schuldgefühle aufkommen zu lassen. Man nennt uns spritköpfe nicht umsonst den mann mit den 1000 masken. Ich hatte für jede situation eine parat und es hat meistens auch hingehauen, das meine frau glaubte jetzt ändert er was. Hatte ich sie wieder fest in meiner hand soff ich wieder weiter.
Das selbe spielchen macht dein mann mit dir. Sage ihm klipp und klar,das er für dich nichts machen braucht,denn das kannst du allein. Wenn er was machen möchte, so nur für sich.
Wenn es ihm ernst ist so holt er sich hilfe und wenn er nicht will so muss er eben noch weitersaufen bis er tief genug in der sch***e liegt und hilfe annimmt.
Als meine frau mich saufen lies, ging es mir genauso wie dein mann, aber meine bettelei nutzte mir nichts mehr, da meine frau nicht mehr darauf hereinfiel. Ich soff noch einige zeit weiter und wurde immer einsamer dabei. Ich fühlte mich von allen allein gelassen und kam mir als armes schw***n vor. Damit hatte ich meinen tiefpunkt erreicht und war bereit was für mich zu tun. ich sagte es meiner frau aber die sagte mir das es nicht ihre sache sei. Ich suchte mir hilfe in einer beratungsstelle und dort besprachen wir die weiteren schritte die ich machen kann. Auch da sagte meine frau das es nicht ihre sache sei. Erst als ich einen therapieplatz hatte und ich mich dort meldete und dann meine thera antrat, war sie bereit mich dabei zu unterstützen.
Alkoholismus ist eine familienkrankheit, bei dem die ganze familie im käfig der sucht gefangen sind. Erst wenn der leidensdruck gross genug ist, macht man was dagegen. Du siehst doch an dir wie weit dich die sucht gebracht hat. Um aus diesem tief herauszukommen musst du was für DICH machen und kein anderer. Für deine zufriedenheit bist DU verantwortlich und nicht dein mann. Du musst was für deine gesundheit machen und nicht dein mann. Umgekehrt ist es genauso. Dein mann muss saufen um überhauft funktionsfähig zu sein,denn ohne den stoff kann er nicht überleben wenn er nicht für sich macht.
Ich als alk und co kenne die gefühle deines mannes und auch deine. Man steht den dingen hilflos gegenüber und weiss nicht wie man es richtig macht, weil man es nicht kennt.
Als meine tochter anfing zu saufen war ich froh das ich mich mit alkoholismus auskannte und wusste wie ich mich ihr gegenüber verhalten musste. Ich sagte ihr das sie soff und wenn sie meine hilfe wolle würde ich sie unterstützen um vom alk wegzukommen.sie wollte meine hilfe nicht und sagte mir das es ihre sache wäre. Ich wusste auch das ich als familienanghöriger keine chance hatte sie vom stoff wegzubringen. Ich sagte ihr wenn sie meine hilfe nicht wolle so müsse sich sich eben totsaufen, was ihre entscheidung wäre.
Ich musste mir ihr gegenüber grenzen setzen um nicht auch wieder krank zu werden. Ich hatte aber genug gesprächspartner mit denen ich darüber reden konnte. Das schlimme dabei ist eben das ertragen und aushalten weil man sich hilflos vorkommt. Sie warf mir dinge an den kopf die mich heute noch schmerzen aber ich musste lernen es auszuhalten. Meine tochter hatte auch noch meine frau auf ihre seite der sie erzählte,der geruch käme von ihrem asthmaspray. Ich holte aus ihrem auto tetrapacks mit wein und stellte sie meiner frau auf den tisch ohne ein wort zu sagen. Erst als es meiner tochter so dreckig ging das sie mit einer schweren bauchspeicheldrüsenentzündung ins krankenhaus kam glaubte mir meine frau.
Ein spritkopf muss erst seinen tiefpunkt haben um was zu machen und als angehöriger hast du keine chance ihn vom alk wegzukriegen. Man muss eben loslassen von den gedanken ihn helfen zu wollen. Reichst du ihn den kleinen finger zur hilfe so will er deine ganze hand und schon hängst du wieder mittendrin in den verstrickungen. Lass ihn seinen weg allein gehen auch wenn es dich noch so schmerzt, aber halte auch ein was du machst.

Du bist eine starke frau und wirst es schon schaffen wieder ein zufriedenes leben zu führen ob mit oder ohne mann wird sich mit der zeit herausstellen.

Es grüsst dich recht herzlich heinrichA

ellie
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Beitrag von ellie » 12.04.2007, 08:42

Hallo Lady Kim,

du hast die Frage in den Raum gestellt, ob es schon mal jemand ohne Medikamente und ohne Ärzte geschafft hat, aus diesem Horror "Panikattacke" herauszukommen. Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten und ich würde dir dringend raten zum Neurologen zu gehen. Mein Weg war ein ähnlicher wie deiner. Schon als ich das erste Mal in der Notaufnahme im Krankenhaus gelandet bin, weil ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall gleichzeitig, nahm mich eine ganz nette Ärztin unter ihre Fittiche und erklärte mir, daß das ganze psychische Ursachen hätte und von Überbelastung herrühren würde. Ich solle dringend zum Neurologen gehen. Das hab ich lange Zeit allerdings nicht gemacht. Erstens war ich der Meinung, daß das ganze organische Ursachen hat und bin lieber von Arzt zu Arzt gerannt und zweitens war Therapiemachen u.ä. damals eine Horrorvorstellung für mich. Irgendwann nach langer Zeit (2 Jahre) bin ich doch hin und der Neurologe verschrieb mir erst mal Antidepressiva mit beruhigendem Wirkstoff. Depressionen hatte ich zwar keine (ganz im Gegenteil. Ich war den ganzen Tag auf 180), aber diese Antidepressiva helfen auch gegen Panikattacken. Natürlich hab ich sie dann erst mal nicht genommen. Ich hasse Medikamente. Ich nehm nicht mal ne Aspirin, wenn ich Kopfschmerzen habe und dann Psychopharmaka? Für mich unvorstellbar! Irgendwann kam ich dann aber an meinen absoluten Tiefpunkt, wo garnichts mehr ging. Ich konnte mich nicht mehr um die Kinder kümmern, hab 3 Tage und Nächte nicht mehr geschlafen, konnte in dieser Zeit nicht sitzen und liegen, bin nur umhergewandert und das war der Moment, wo ich angefangen habe umzudenken. Ich glaube, ich hab dir die Geschichte schon geschrieben. Ich habe eine Zeitlang diese Medikamente genommen, hab 2 Jahre lang Therapie gemacht und heute geht es mir, zumindest was die Panikattacken angeht, wieder gut. Ich war wie ein Alkoholiker, der erst seinen Tiefpunkt erreichen mußte um zu handeln. Heute mit Abstand habe ich eine riesen Wut auf mich, daß ich diese Hilfe nicht schon früher angenommen habe. Ich hätte mir und meinen Kindern, die in dieser Zeit mit mir auch viel aushalten mußten, viel Leid erspart. In der Zeit, in der ich dachte, ich schaff das schon alleine, hat sich alles so ganz, ganz langsam immer weiter hochgeschaukelt. Die Angst vor der Angst wurde nämlich immer größer.
Und je weiter ich in die Tiefe fiel, um so weiter mußte ich mich später auch wieder herausarbeiten. Ich denke oft, wenn ich damals gleich zum Arzt gegangen wäre und hätte seine Ratschläge angenommen, wäre es wahrscheinlich erst garnicht so weit mit mir gekommen. Die Medikamente halfen mir, wieder ruhig schlafen zu können. Ich konnte wieder raus gehen, meine normalen Aktivitäten ohne Angst bewältigen. Es gab kein Herzrasen, keinen Schwindel, keine Angst zu sterben mehr. Langfristig gesehen hat mir natürlich am meisten die Verhaltenstherapie geholfen. Da hab ich gelernt mit der Panik umzugehen und hab dann langsam die Medikamente wieder abgesetzt.

Was ich damit sagen will ist, beobachte dich. Natürlich braucht es Zeit, bis dein Körper sich erholt. Aber wenn du das alleine schaffen willst, ist das wie wenn ein Alkoholiker sich gegen jede Hilfe wehrt und sich einbildet, es alleine zu schaffen trocken zu werden. Wenn du keine Medikamente nehmen willst, ist das absolut o.k. Aber mach eine Verhaltenstherapie! Nur da lernst du, mit der Sache umzugehen. Selbst wenn du es jetzt schaffst durch die Ruhe deine Symptome etwas einzudämmen, wird dich dieses Problem dein ganzes Leben lang nicht mehr los lassen. Das ist eben nun mal deine Schwachstelle im Körper. Die Panik wird immer wieder in Streßsituationen auftreten und Streß hat man immer mal wieder im Leben, auch wenn man keinen alkoholkranken Mann hat. Machst du Therapie, dann machst du Nägel mit Köpfen und das Thema ist ein für alle Mal vom Tisch. Es würde dir sicher helfen, zumal du während dieser Therapie nicht nur lernen würdest, deine Panik zu überwinden. Du hättest auch die Gelegenheit, mit einem anderen Menschen über deine Probleme zu reden und reden tut immer gut.

Viele liebe Grüße
Ellie

Smilla
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Beitrag von Smilla » 12.04.2007, 21:40

Hallo Lady Kim,

zu den Panikattacken kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen,dass mir
ein Fernsehbericht sehr weitergeholfen hat. Meine Panikattacken hielten
sich am hartnäckigsten beim Autofahren und in diesem Bericht wurde
erklärt das die körperlichen Symptome der Attacke durch extreme Adrenalinausschüttung zustande kommt und dass wenn es verbraucht ist
nach wenigen Minuten die Symptome abklingen. Das hat mir etwas die Angst davor genommen ich könnte gleich ohnmächtig werden oder irgendetwas noch schrecklicheres könnte passieren. Das hat mir jedenfalls weitergeholfen.

Eine Therapie habe ich auch gemacht, dafür habe ich bei der kassenärztlichen Vereinigung meines Wohnortes angerufen und nach einem Therapeuten für Alkoholsucht und Co-Abhängigkeit gefragt.

Zu dem Mitleid mit deinem Mann kann ich dir erzählen,dass ich von meinem 1 Jahr getrennt war, bis er in eine 3 monatige LZ-Therapie gegangen ist. Voraussetzung dafür war dass ich beschlossen hatte,dass
unser zuhause keine Trinkeranstalt ist und auch keine Entzugsanstalt und dass unsere Kinder und ich ein RECHT darauf haben nach Hause zu kommen ohne Angstgrummeln im Bauch.
Ich habe ihm gesagt er muss nicht aufhören zu trinken,aber wenn er nicht in eine LZ geht werde ich nicht mehr mit ihm leben.Punkt.

An dieser Stelle waren wir schon 13 Jahre zusammen, aber endlich hatte ich aufgehört zu versuchen ihn zu überzeugen, sondern hatte mich überzeugt.

Bleib eisern, du schaffst das! :D

LadyKim
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Beitrag von LadyKim » 13.04.2007, 16:05

Hallo ihr Lieben,

ich kann Euch gar nicht sagen, wie froh ich bin, das ich mir ein Herz gefasst habe und bei euch im Forum meine Probleme geschildert habe.
Dank Euch, ist es nicht passiert, das ich beinahe wieder schwach geworden wäre. Wenn auch beinahe nur zum Teil, aber wer weiß, was daraus geworden wäre.....
Nachdem er angeblich meinen Brief mit den Adressen der AA´s, Guttempler etc. nach 2 Tagen immer noch nicht erhalten habe, rief er mich heute wieder an um sich von mir die Telefonnummer durchgeben zu lassen.
Das machte ich natürlich gerne, denn ich dachte ja, das er es ernst meint. Ich ging auch auf sein "normales" Gerede ein und als er fragte, ob den die Chance bestehe, das wir uns, wenn er heute zu den Guttemplern gehen würde, mal wieder sehen könnten, meinte ich das ich nichts dagegen hätte.
PUUUUH :twisted:
2 Stunden später rief er wieder an, weil angeblich die Telefonnummer nicht stimme.Tja wer zu dusselig ist zu zuhören!!!
Jedenfalls rief er gleich darauf wieder an und meinte, bei dem Herren von den Guttemplern ginge nur der Anrufbeantworter an und man könne ihn ja schließlich nicht zurückrufen, da er ja kein Telefon habe.
Ich suchte also nochmals im Internet die Liste und sagte ihm die Adresse, wo heute Abend das Treffen stattfindet. Sagte ihm, er könne ja direkt dahin gehen.
Da er nicht wußte, wo die Straße war, gab ich ihm alternativ noch eine Adresse der AA´s, wo ich wußte, das dort ebenfalls heute ein Treffen ist und er die Adresse kennt.
Daraufhin sagte er, das er da nicht so gerne hin will.
Ich kapierte zuerst nicht und sagte, gut, wenn du lieber zu den Templern willst, musst halt nochmal versuchen ihn zu erreichen.
Plötzlich quäkte er durch´s Telefon, das er eigentlich zu niemand wolle, da ich ihm aber die Pistole auf die Brust setze, bleibe ihm ja nichts anderes übrig.Ich hätte ja so entschieden. Er würde das auch alleine schaffen. Schließlich trinkt er schonseit 2 Tagen nichts mehr und wüßte jetzt, wie viel besser ein Leben ohne Alkohol sei. ( was für ein Hohn!!!)
Ich solle mein Herzem einen Ruck geben und ihm noch einmal vertrauen, er würde es mir diesmal endgültig beweisen.
Ich sagte ihm, das er es, wenn er es nur für mich tun will, doch lieber ans nächste Kiosk gehen soll um sich wieder eine Flasche zu holen.Denn so bringe es doch überhaupt nichts. Seiner Meinung nach sind das alles "schwache Menschen", die es nicht alleine schaffen!!!(wer hier wohl schwach ist?? oder feige???)
Außerdem sagte ich ihm, das ich ihm keine Pistole auf die Brust setzte, und ihn zu keiner Entscheidung zwinge.Ich hättel ediglich für mich selber eine Entscheidung getroffen.Nämlich auf seine Versprechen nicht mehr herein zu fallen!!!
Wenn mir AlkiCo nicht von dem "Alkoholiker mit den 1000 Gesichtern" geschrieben hätte, wäre die Geschichte wahrscheinlich für mich anders ausgegangen.
Danke an alle hier, die mir so fleißig schreiben und mir Mut machen und mich unterstützen. *knuddel*
Was meinen Schwindel und die Panik angeht....
Liebe Smilla:
Auch wenn Du mich jetzt für Hinterwäldlerisch hälst, aber wo finde ich den eine kassenärztliche Vereinigung? Habe schon das Telefonbuch komplett durch *lach*
Liebe Elli:
Hast Du einen Verhaltenstherapeuten gefunden, der Anfangs zu Dir nach Hause kam?
Denn erstens finde ich hier im Umkreis keinen Verhaltenstherapeuten und die Psychotherapeuten haben Wartelisten von bis zu 3 Monaten und man muss die Praxis aufsuchen.
Aber genau da liegt mein Problem!!!
Ich schaffe es noch nicht, soweit das Haus zu verlassen.
Ja ich übe fleißig jeden Tag und manchmal komme ich auch wieder ein Stück weiter.MeineTöchter meinten, ich hätte schon riesen Fortschritte gemacht und ich solle mir das doch mal vor Augen führen und nicht so ungeduldig sein.
Aber was hilft es, wenn ich Hilfe möchte und sie nicht annehmen kann, weil ich in keine Praxis komme?I(m Moment kommt mein Hausarzt 1* die Woche und spritzt mir Flusby, das gut für die Nerven sein soll. Ich muss sagen, das nervöse hat sich auch schon etwas gelegt.)
Genau dann fängt mein Adrenalin nämlich an, verrückt zu spielen, und das ist nicht so angenehm, wenn man hinterm Steuer sitzt. Auch mit einemTaxi wird es nicht besser.
Solange ich einfach nur so durch die Gegend fahre, geht es einigermaßen, darf halt nicht zu weit fahren (noch nicht) aber wehe ich will ein bestimmtes Ziel erreichen. Panik hurra !!! :oops:
Wenn ich beim spazierengehen übe, ist das nicht ganz so schlimm.Ist zwar auch nicht angenehm, aber da kann ich stehen bleiben und warten, bis es wieder vorbei ist. Wie heute morgen im Wald. Wollte ein Stück weiter und als ich mich umdrehte und sah,wie weit ich eigentlich schon gelaufen bin, kam die Panik mit voller Wucht. Aber ich kam wieder heil an. :D
Bloß mitten auf der Straße mit dem Auto anhalten geht wohl etwas schlecht.
Wie komme ich also an einen Therapeuten, der mir erst mal von Zuhause aus hilft?
Im Fernsehen zeigen sie doch immer so tolle Therapeuten, die mit einem die verschiedensten Situationen übt. Bloß, wo stecken diese Exemplare???
Na, ich übe erstmal weiter und ansonsten bin ich mal gespannt, wann sich mein Mann wieder meldet und was er für Neuigkeiten hat.
Eins weiß ich:
Weich bekommt er mich dank Euch nicht mehr so schnell.Erst nach erfolgreicher Teilnahme bei den AA´s oder ähnlichen SHG.

LG
LadyKim

klaro
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Beitrag von klaro » 13.04.2007, 20:26

Hallo lady kim

Zeige ihm wie weit er bei dir gehen kann und lasse dich nicht einlullen.
Ich kann deine panikattacken verstehen und das es seine zeit braucht, bis
man bereit ist hilfe anzunehmen.
Deine töchter haben recht wenn sie dir sagen das du fortschritte machst, weil du es selbst nicht merkst. Nehme es für dich an und lobe dich mal selbst dafür.
Du hast deine panikattacken ja auch nicht von heute auf morgen bekommen sondern es hat sich doch über viele jahre soviel frust angesammelt das du sie dann bekommen hast.
Setze dir weiter grenzen gegenüber deinem mann und rede nicht mit ihm über seine probleme,denn dadurch versucht er dich immer wieder auf seine schiene zu kriegen.
Spreche mit ihm auch nicht über seine probleme,denn es sind nicht deine. Solange er noch an dir versucht dich auf seine seite zu ziehen wird er nie bereit sein was gegen seine sucht zu machen. sage ihm auch nicht wie es dir geht,denn das ist allein dein problem und nicht seins.
So sehr es dich schmerzen wird aber du musst bereit sein dich ihm gegenüber standhaft zu bleiben sonst bist du wieder gefangener seiner probleme.
Ich habe ein befreundetes ehepaar wo er auch schon lange säuft und sie schon mehrere mal von ihm weg ist und durch seine versprechungen immer wieder zurück ist. bei denen ist es fast dasselbe wie bei dir. Sie hat auch depressionen und panikattacken. Wenn diese schlimm wurden zog sie aus. Ich sagte ihr das sie vor sich selbst fliehe. Bei ihrem letzten auszug vor 14 tagen habe ich ihr geholfen und habe auch ihn meine hilfe angeboten.
Er wollte mit mir zu einem gespräch bei einen therapeuten welches ich vermittelte.
Habe mit beiden ausgemacht,das sie einige regeln einhalten sollten. Sie hatte angst vor ihm sass aber nach 4tagen mit ihm an einen tisch um zu reden. Als ich ihm sagte wann ich ihn abholen wollte um zum thera zu fahren hatte er keine teit da er auf seinen sohn aufpassen müsse.
Weil sie zusammen nach 4tagen wieder zusammen redeten machte er sich hoffnug das sie wieder zurückkäme,was auch beinahe der fall war,da sie wieder auf seine versprechungen hereinfiel.
Sie bekam noch knapp die kurve weil sie noch mal mit mir sprechen wollte.ich bot ihr an mal mit einer erfahren therapeutin zu reden und dort ihre situation schildern, sie bekam die gleichen antworten, die ich ihr sagte.
Lass los von deinem trinkenden mann, denn er ist krank aber noch nicht bereit was dagegen zu tun.
Wenn er dich anruft höre dir sein gejammer nicht an und lege einfach den telefonhörer auf.
Je mehr er von der familie alleingelassen wird um so grösser wird sein leidensdruck um bereit für einen neuanfang zu sein.
So kannst du dir und ihn helfen, denn ihr seit erwachsen und jeder an sich selbst arbeiten um zufrieden zu sein.

Wer ständig seine Daseinsberechtigung beweisen,
durch Gutsein verdienen, es den anderen immer recht
und alles richtig machen muss, wird sich selbst Fremd
und weiß schließlich nicht mehr, wer er ist,
was er braucht und was ihm schadet.
Und das macht Krank !!!!!!!!!

Es grüsst dich recht herzlich heinrich

Elki
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Beitrag von Elki » 13.04.2007, 20:58

guck mal bei google unter "freie Therapieplätze" der erste eintrag ist der der kassenärztlichen Vereinigung.

Übrigens finde ich es gut, wenn du so lange an dir arbeitest, bis du von selber hingehen kannst. Du wirst das schaffen, wenn es dir ernst ist mit deinem Wunsch.
LG
Elke

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