Psychotherapie

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.

Alkfrei
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Psychotherapie

Beitrag von Alkfrei » 22.09.2007, 22:22

Hallo zusammen,

ich wusste jetzt nicht wohin mit meiner Frage, ausser hier:

Ich habe noch alte "Baustellen", vermutlich aus der Kindheit, depressive Verstimmungen, die - auch überraschend -
von Minuten bis zu Stunden dauern können.
Ein Gefühl, "einen schweren Kopf zu haben", eine Niedergeschlagenheit oder schlechte Selbstmotivation.

Was ist das besondere an der Psychotherapie ?
In den Selbsthilfegruppen lerne ich ja auch sehr viel über mich selbst.
Ist es wirklich wichtig, Kindheitstraumata zu bearbeiten (Heim, Scheidung), d.h. soweit zurückzugehen ?

Wie arbeitet die Psychotherapie heute ?


Arbeit. Wie lange hat es bei euch gedauert um - speziell nach Arbeitslosigkeit -wieder reinzukommen ? Konntet ihr direkt mit eurer "eigentlichen" Tätigkeit anfangen ?

Grüsse
Wolfgang

sweety15
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Beitrag von sweety15 » 24.09.2007, 09:59

Hallo Wolfgang,
Ist es wirklich wichtig, Kindheitstraumata zu bearbeiten (Heim, Scheidung), d.h. soweit zurückzugehen ?
Ob es für dich wichtig ist, kann ich nicht beurteilen.

Auf meinem Weg zu mir selbst war es für mich wichtig zu wissen, warum ich so bin, wie ich bin.

Durch die Psychotherapie verstehe ich heute meine manchmal so widersprüchlichen Verhaltensweisen.
Sie hat mir geholfen, mit der Vergangenheit abzuschließen.
Ich konnte mit den Menschen, die mir seelische Verletzungen zugefügt haben, innerlich Frieden schließen.
Dadurch konnte ich eine Tür hinter mir schließen und neue Türen vor mir öffnen.

Liebe Grüße
Sweety

kommal
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Beitrag von kommal » 24.09.2007, 17:52

Hallo Wolfgang,
Arbeit. Wie lange hat es bei euch gedauert um - speziell nach Arbeitslosigkeit -wieder reinzukommen ?
das ist mE pauschal nicht zu beantworten. Ich war drei Jahre ohne Arbeit und bin vom ersten Tag an klargekommen. Ich denke Dinge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit sollen klar sein.
Ich hab allerdings den Fehler gemacht, mir immer mehr aufzubürden und vergessen mal öfter "nein" zu sagen. Dadurch hab ich mich immer tiefer in den Sumpf gezogen um dann dankbar die Opferrolle anzunehmen.

LG kommal

phoenix75

Beitrag von phoenix75 » 26.09.2007, 21:49

Hallo Wolfgang,

ich kann dir nur von mir erzählen. Habe diverse Verhaltens- und GEsprächstherapien gemacht, schon bevor Alkohol ein Thema war (er war nur ein MIttel, mich von meinen Schmerzen abzulenken).

Häufig ist die Trennung zwischen beiden Techniken nicht mehr ganz so strikt. Das heißt, du kuckst in die Vergangenheit (um zerstörerische Muster und deren Herkunft zu analysieren) und suchst mit Hilfe des Therapeuten nach konstruktiveren Lösungen und Ansätzen bzw. Verhaltensalternativen in der GEgenwart.

Der Therapeut zeigt dir nicht die Lösungen, aber er gibt dir Denkanstösse oder zeigt dir deine Situation mal aus einem anderen Licht. So bekommt man etwas Luft, den Kopf und den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Und den Autopiloten aus.

Ich bin auch jemand, der da viel aufarbeiten muss. Verdrängt habe ich lange genug. Wie das bei dir ist, kannst nur du merken.

Es gibt ja auch Kurzzeittherapien, wenn man einfach eine konkrete Sache aufarbeiten und nicht jahrelang auf der Couch liegen möchte.

alles liebe
lydia

dorothea
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Beitrag von dorothea » 26.09.2007, 22:30

hallo wolfgang

ich habe wegen dem alk ne ambulante thera von nem jahr gemacht, danach hab ich noch mal eine zur vergangenheitsbewältigung dran gehangen, dort bin ich auch ein jahr hingegangen, einzeltherapie bei ner freien therapeutin, hat mir gefallen und vor allem gut getan.

doro

Alkfrei
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Beitrag von Alkfrei » 30.09.2007, 17:06

Hallo ihr Lieben,

für eure Antworten möchte ich mich bedanken.

Auch die unten angezeigten, im Zusammenhang stehenden Threads haben mich weiter gebracht.

Die Fragen und Lösungen liegen bei mir, die Konzepte und Hilfestellungen ausserhalb, so habe ich das für mich verstanden.

Ich habe eine Vorbesprechung in knapp 2 Wochen, Arbeit liegt jedoch noch "in den Sternen".

Grüsse
Wolfgang

Alexander
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Beitrag von Alexander » 01.10.2007, 09:51

Ich habe auch immer an solche Sachen gedacht, und muss auch sagen, dass ich oft "Kopfkino" aus meiner Kindheit habe. Ich steigere mich dann auch rein, teilweise auch um Selbstmitleid empfinden zu können, was natürlich nicht so toll ist und wo ich auch "stopp" sagen muss.

Mir ist es aber in fast allen Therapien bisher so ergangen, dass die Therapeuten gesagt haben, lassen Sie die Vergangenheit ruhen und schauen sie nach vorne. Nicht jeder Therapeut animiert einen also zurückzuschauen!

Alkfrei
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Beitrag von Alkfrei » 01.10.2007, 11:34

Hallo Alexander,

ich sehe eine mögliche Gefahr sich in einer Therapie zu "verrennen", sie als Schutzmantel zu gebrauchen.
Meine Schwester ist leider schon seit über 5 Jahren in Behandlung. :?

Ich möchte für mich ein für allemal Schluss machen mit schädigenden Glaubensmustern, Verhaltensstrategien und dergleichen.
Ich möchte gerne abtauchen in die Vergangenheit, um gestärkt der Gegenwart gegenüber treten zu können.
Ich kläre vorab die Frage, welche Art der Therapie kommt am besten für mich in Frage.

Grüsse
Wolfgang

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